Wieder einmal ist es soweit, denn bereits nur eine Woche nach dem Berg Europameisterschaftslauf am Glasbach, steht das Osnabrücker Bergrennen in seiner 48. Auflage vor der Tür. Viele der bereits am Glasbach startenden Fahrer haben die einwöchige Pause für einen kleinen Kurzurlaub zwischen den beiden Rennen genutzt oder fahren im Anschluss daran weiter in den Norden. Der MSC Osnabrück lockte mit einem wirklich traumhaften Rekordstarterfeld auf die im letzten Jahr komplett neu asphaltierte Rennstrecke unlängst von Osnabrück. Diese wurde dieses Jahr nochmals überarbeitet - der Asphalt setzte sich und die Bankette wurde befestigt, der Grip auf der Strecke ist hervorragend. Über 210 Teilnehmer folgten dem Ruf des Bernd Stegmanns und boten den über 35.000 oder mehr angereisten Zuschauern absolut großartigen Motorsport mit tollem Rahmenprogramm.

Es kam sogar soweit, dass die Autobahnausfahrten der A33 und A30 in Richtung Borgloh dicht waren. Im Verkehrsfunk gab es derweil Durchsagen wegen einer Großveranstaltung in Borgloh, denn die angereisten Gäste fanden alsbald keinen Platz mehr auf der schon 11 Hektar großen Parkfläche und es musste auf die oberen Fahrerlager ausgewichen werden.  Die Preise wurden ab 14 Uhr halbiert und man ließ den 3. Wertungslauf etwas später beginnen. "Im Grunde genommen waren wir ausverkauft", sagte uns Organisationsleiter Bernd Stegmann im Gespräch. Da zahlte sich die ganze Arbeit über das Jahr hinweg aus, viele Pressemitteilungen und über 250.000 Flyer wurden zur Werbung verteilt, viele Veranstaltungen wurden besucht - als Dank gab es das Bergrennen Highlight der Saison oder vielleicht sogar das beste Bergrennen überhaupt? Seit dem 100octane.de dabei ist, auf jeden Fall, so meinen wir.

Die Wetteraussichten für das Rennwochenende am Uphöfener Berg waren eine Woche zuvor doch eher durchwachsen, wandelte sich aber dann Donnerstag zu seiner besten Seite und lockte den Besucherrekord von den bereits eben erwähnten mehr als 35.000 + X Zuschauern an die Strecke. Das Team um Bernd Stegmann sollte ja nun schließlich für den ganzjährigen und unermüdlichen Einsatz für ihr Bergrennen in Hilter/Borgloh entlohnt werden. Der selektive 2,03 km lange Kurs mit durchschnittlich 4,5% Steigung ist das nördlichste Rennen in der Meisterschaft, welches 1968 vor etwa 7.000 Zuschauern mit rund 140 Teilnehmern ausgetragen wurde. Nun - 48. Ausgaben später hat sich das Osnabrücker Bergrennen zu einem der Medien- und Motorsportevents auf nationaler und internationaler Ebene gewandelt. Darum hatte der MSC Osnabrück nun ein wahres Rekordstarterfeld von über 210 Startern zu verzeichnen, und das nur eine Woche nach dem Europameisterschaftslauf am Glasbach. Wie sonst auch wurde das Thema Cars & Fun beim MSC Osnabrück wieder groß geschrieben, denn man wollte den Leuten ja schließlich etwas bieten. Neben dem bestens besuchten VIP Zelt, der RWE Erlebniswelt waren auch Schauspieler Norbert Heisterkamp - aktuell gerade im Kino mit dem Youtube Film Kartoffelsalat - der im nagelneuen Mercedes Benz AMG GTS als Taxi den Berg hinauf fuhr waren  auch Titus Dittmann mit seinem 67er Ford Mustang und GRIP Moderator Niki Schelle im Suzuki Swift Hayabusa Turbo mit dabei.

Das Training lief bis auf ein paar Unfälle und Unterbrechungen sehr flott ab, was auch durch stark deformierte Leitplanken durch zwei kräftige Einschläge von Nicolas Werver im Porsche 997 GT3 und Marie Alicia Vogt im BMW 325i. Auch Benedikt Schult hatte im ersten Training sein Aha-Erlebnis, als sein Citroen AX Sport eine gewisse Eigendynamik entwickelte, aufstieg und Benedikt den drohenden Überschlag mit einem gekonnten Lenkeingriff verhindern konnte, dabei aber leicht an der Osnabrücker Planke anschlug und sich die Felgen der linken Seite beschädigte. "Zum Glück sind das stabile Rallye Felgen, andere wären wahrscheinlich in zig Einzelteile zersprungen", feixte Benedikt am Sammelpunkt.

Das top eingespielte Team vom Leiter der Streckensicherung Holger Maes und Rennleiter Michael Schrey packten feste zu und ließen so nur ganz kurze Unterbrechungen zu. Um 17 Uhr war der 3. Trainingslauf beendet und das vierte freiwillige Training wurde von vielen Teilnehmern gerne genutzt und um 18.15 beendet. Das Rennen selbst war auf nur drei Wertungsläufe begrenzt, rechnete man doch nicht mit einem so flüssigen Rennablauf. Um kurz vor 18 Uhr war dann auch hier Schluss und die Sieger standen fest. Unter tosendem Applaus und Begleitung von 6 hübschen Cheerleaderinnen wurden die letzten Teilnehmer an der Startlinie gegenüber dem VIP Zelt empfangen. Hier fand auch zum zweiten Mal die Siegerehrung statt, was bei allen Gästen und Teilnehmern sehr gut ankam. Gewonnen hat das große Rennspektakel am Uphöfener Berg der Schweizer Eidgenosse Joel Volluz im Osella Zytek FA30 vor seinem Landsmann Eric Berguerand im verbesserten Formel 3000 Lola FA99 und dem Luxemburger David Hauser im Wolf GB08 F1.  Den Tourenwagengesamtsieg konnte sich Tourenwagenass Nicolas Werver aus Frankreich im Porsche 997 Cup vor Vorjahressieger Nikolay Zlatkov in einem der beiden Audi Quattro S1. Oh ja, es waren wieder zwei dieser soundtechnisch omnipräsenten Rennwagen der 80er am Start. Auf P3 landete der Tourenwagensieger vom letzten Jahr, Henry Walkenhorst im ebenso soundstarken BMW Z4 GT3, der tags zuvor bei der VLN erfolgreich im Einsatz war.

Joel Volluz gewann natürlich auch seine Gruppe E2-SS bis 3000 ccm Hubraum vor Eric Berguerand und David Hauser. In dieser Gruppe waren 10 Fahrzeuge am Start, was in Deutschland mehr als nur einzigartig ist. Das mit 14 Startern ebenfalls sehr gut besetzte Feld der Gruppe E2-SS bis 2000 ccm Hubraum konnte Vorjahressieger Anthony Loeullieux im bärenstarken Tatuus Formula Masters Honda vor dem britischen Dallara F305/7 Fahrer Paul Buckingham und dem mehrfachen Deutschen Bergmeister Frank Debruyne im Dallara Opel F303 gewinnen. Thierry Bertin im Dallara PB08 Suzuki gewann die Gruppe E2-SS bis 1600 ccm vor Irena Stec im Gloria SRL C8 und Hannes Feldmann im Formel Ford van Diemen 1600. Für einen weiteren ehemaligen Deutschen Bergmeister lief es ebenfalls richtig gut in der Borgloher Schweiz. Uwe Lang im Osella BWM PA20/S EVO  setzte sich gegen Vaclav Janik im modernen Norma M20FC und Laszlo Szasz im Juno Alfa durch und gewann die Gruppe E2-SC bis 3000 ccm. Letzter klingt fast so wie die alten DTM und ITC Alfa 155. Eine Klasse tiefer, in der Gruppe E2-SC bis 2000 ccm, stand der Franzose Kevin Durot im Norma M20F ganz oben auf dem Podium. Petra Trnka im Mitsubishi Turbo befeuerten Norma Honda M20 kam vor dem weiteren Tschechen Jiri Svoboda im Norma M20F auf P2. Der Ostfale Günter Miethke musste seinen Start zum Rennen bereits aufgrund eines Kupplungsdefektes seiner Norma Honda M20 absagen. Bei den Fahrzeugen der E2-SH über 2000 ccm machte der Routinier Norbert Brenner alles klar und gewann im Opel Vectra GTS V8 DTM die Gruppe vor Holger Hovemann im Opel Kadett C Coupé V8 GT/R, der zweitschnellste Fahrzeug overall mit Dach war und sich sichtlich damit zufrieden zeigte. Konstrukteur Norbert Vornholt tat es ihm natürlich gleich und freute sich ebenso. Den dritten Rang sicherte sich der Österreicher Herbert Pregartner im über 900 PS starken Porsche 911 GT2 RSR. Die Klasse der GT Fahrzeuge gewann Lokalmatador Henry Walkenhorst im einsatzerprobten BMW Z4 GT3 vor Teampartner Ralf Oeverhaus im BMW Z4 GT3 und Yanick Bodson im Porsche 997 GT3 Cup.

Der Wechsel zu den Tourenwagen. Der Franzose Nicolas Werver im Porsche 997 GT3 Cup gewann nach seinem unfreiwilligen Leitplankenkontakt an Posten 4 im Training die große Gruppe H/FS/E1 über 3000 ccm Hubraum vor dem sympathischen Bulgaren Nikolay Zlatkov im Prospeed Audi Quattro S1. Ach ja, schön war die Zeit der Audi Quattros in der Gruppe B. Der Schweizer René Ruch im orangen Ferrari F355 GT mit Zytek V8 Treibwerk folgte auf P3. Bergrennen Wiederkehrer Benjamin Bellingradt setzte zum ersten Mal seinen Porsche 996 GT3 Cup R am Berg ein. Im zweiten Lauf hatte er mit komischem Kraftstoff im Tank seines Zuffenhausener Rennwagen zu tun, so dass dieser nur auf 4 Zylindern lief. Kurzerhand musste er den ganzen Inhalt abpumpen und alles reinigen. Zum dritten Lauf war dann alles wieder im Lot und alle 6 Zylinder konnten ihre knapp 500 PS auf die Hinterachse übertragen. Weitere Starts in diesem Jahr könnten also möglich sein. Der Österreicher Bernhard Permetinger im BMW E30 M3 konnte sich in der Gruppe H/FS/E1 über 2000 ccm den Sieg vor Hans-Peter Wiebe im Renault Williams Wiebe Laguna BTCC sichern.  Ralf Iwan im Opel Kadett C Coupé 2.5 machte das Stockerl komplett.  

Ein weiterer Wiebe, namens André war sehr super schnell unterwegs und konnte sich einen verdienten Sieg in der Königsklasse der Tourenwagen mit immerhin 27 Startern sicher, denn diese war wie immer top umkämpft. Roman Sonderbauer im Opel Ziegler Kadett C Coupé 16V lag im ersten Lauf noch vorne, konnte diese aber nicht bis zum Ende verteidigen. Patrick Orth im infernalisch klingenden BMW Frank 320is preschte auf Rang 3 vor und verwies Dieter Rottenberger im BMW 318i STW auf Rang 4. Rainer Schönborn im VW Golf I GTI 16V wurde schneller 5. vor dem schnellsten 8V Piloten in der Klasse, Norbert Wimmer im BMW 2002tii 8V. Die Gruppe H/FS/E1 Diesel gewann Andreas von der Haar im VW Golf V R-TDI vor Karl-Heinz Meurer, ebenfalls im VW Golf V R-TDI.

Ganz schön eng ging es in der Gruppe H/FS/E1 bis 1600 ccm zu. Hier wurde Duelle im Hundertstelsekunden Bereich ausgefochten - Manfred Schulte im Citroen AX Nemeth Kit Car EVO setzte sich gegen André Stelberg im VW Schneider RSB Corrado 16V und sicherte sich seinen bereits dritten Klassensieg dieses Jahr. Lustig und Haarscharf duellierten sich die jungen Wilden Sven Koob im Fiat Uno 16V und Andy Heindrichs im Opel Schneider Corsa A 16V, mit dem dann letztlich besseren Ende für Sven Koob. Es hat viel Spaß gemacht, den beiden zuzuschauen.  Schnellster 8V Pilot wurde Benedikt Schulte im Citroen AX Sport 8V. Armin Ebenhöh fuhr einem ungefährdeten Sieg in der Gruppe H/FS/E1 bis 1400 ccm entgegen.  Schwiegerpapa Franz Weißdorn im reparierten VW Polo Honda I 16V kam verdient auf P2. Mega Kampf zwischen den 8V Piloten in der Klasse. Nils Abb im VW Schneider Polo II 8V lag anfangs vorne und lieferter sich einen heißen Kampf mit Marcel Hellberg. Der kam als schnellster 8 Ventiler im VW Brügge Polo II 8V mit P3 aufs Podium.

Zwei 16V Polos kämpften um den Sieg in der Gruppe H/FS/E1 bis 1150 ccm. Motorenbauer Jürgen Schneider im VW Schneider Polo II 16V gewann vor Robert Bauer im VW Polo II 16V. Tobias Stegmann im Schneider Audi 50 8V kam als schnellster 8V vor heimischem Publikum auf P3 in der Klasse.

Der NSU Bergpokal war mit 9 Fahrzeugen wieder ganz ordentlich besetzt und lockte zahlreiche NSU Fans an die Strecke in die Borgloher Schweiz. Jörg Davidovic musste sich dieses Mal ganz schön lang machen und sich mit all seinem Können seinen stärksten Verfolger Karsten Steinert zur Wehr setzen. Frank Kleineberg wurde schneller dritter vor Uwe Schindler und Thomas Krystofiak im NSU 1200C Langnasenprinz.

In der Gruppe A über 2000 ccm trumpfte der ehemalige Bergeuropameister Roland Wanek im Mitsubishi EVO IX mächtig auf  und verwies Albert Vogt im Subaru Impreza auf Platz 2 der Klasse. Eine Klasse Tiefer bis 2000 ccm gewann Ralf Orth im BMW 320is gegen  Patrick Orth im VW Golf III GTI. Nein, hier sprechen wir nicht von Ralf Orths Sohn Patrick sondern von seinem Namensvetter der eben auch flott den Berg hochfährt. Auf Rang 3 landete Kevin Veit im BMW Wiebe E30. Lokalmatador Christoph Hilmes im VW Polo II gewann spektakulär die kleinste Klasse der Gruppe A bis 1400 ccm vor Hartmut Grebe im Ford Fiesta Fun. Daniel Donkels gewann im Renault Clio III Cup die Gruppe der Markenpokale vor Manuel Rubow im Seat Leon Supercopa Mk 2 und Christian Eckstein im BMW M235i Racing Cup.

Weitere Klassensieger:

  • GLP Modus 2 - Sport- und Formelfahrzeuge bis 2000 ccm: Jochen Hacker - NSU Brixner Spider
  • GLP Modus 2 - Tourenwagen bis 1989: Oliver von Fragstein - Ford Escort RS Cosworth
  • GLP Modus 2 - Tourenwagen bis 1970: Joachim Gräsel - Mini Cooper S
  • GLP Modus 2 - Kampf der Zwerge: Michael Feyl - Fiat Abarth 1000TC
  • Hybrid LG5 - Michael Starke - Porsche Panamera Hybrid S
  • Hybrid LG10 - Peter Schaar - Opel Ampera
  • E Prototypen: Stefan Halsema - Lotus Super Seven Elektro
  • Elektro LG kleiner 6,5: Udo Werges - Tesla Roadster 2.5
  • Elektro LG größer 6,5: Matthias Prinz - BMW i3
  • Elektro LG 15: Marcel Müller - Nissan Leaf
  • Elektro LG 30: Gesa Koller - Renault Twizzy

 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

IronForce by RING POLICE startklar für ADAC GT Masters

IronForce by RING POLICE ist bereit für das ADAC GT Masters. Drei Tage vor dem offiziellen Vorsaisontest in der Motorsport Arena Oschersleben hat der Rennstall das auffällige Design für seinen Porsche 911 GT3 R vorgestellt, mit dem Lucas Luhr (38/Ermantingen) und Jan-Erik Slooten (33/Jülich) erstmals in der "Liga der Supersportwagen" antreten werden. Alle 14 Saisonrennen des ADAC GT Masters werden auch 2018 von SPORT1 live und in voller Länge übertragen.
 
Der "Elfer" des Rennstalls aus Erkelenz wird mit seiner schwarz-weißen Beklebung, die durch bunte Farbakzente ergänzt wird, auf den sieben Rennstrecken des ADAC GT Masters für Aufsehen sorgen. Initiiert wurde das Projekt von Jan-Erik Slooten, der sich das Auto mit dem ehemaligen FIA-GT1-Weltmeister, ALMS-Champion und zweimaligen Sieger des ADAC Zurich 24h-Rennens Lucas Luhr teilt, und TV- und YouTube-Star JP Kraemer - beide große Motorsportenthusiasten. Sie entschlossen sich, sich zusammenzutun und ihre Teams und Kompetenzen einzubringen. Slooten stellt als Geschäftsführer von Team RING POLICE seine Crew und seine Motorsporterfahrung zur Verfügung, während Medienprofi Kraemer als Geschäftsführer von JP Performance mit seiner Reichweite den Zugang zur Fanbase und zu den Sponsoren ermöglicht. Ziel ist es, gemeinsam als Team IronForce Professionalität, Nahbarkeit und Spaß im Motorsport zu verbinden. Die Debütsaison im ADAC GT Masters hat IronForce by RING POLICE unter das Motto "Make Motorschpocht great again" gestellt.
 
Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat IronForce by RING POLICE in der kommenden Woche beim offiziellen Vorsaisontest des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben. In der Saisonvorbereitung absolvierte das Team bisher schon Testfahrten in Südeuropa. "Ich freue mich auf die große Herausforderung ADAC GT Masters und auf die nächste Woche mit den Testtagen in Oschersleben", so Jan-Erik Slooten. "Dort treffen wir erstmals auf die diesjährigen Konkurrenten. Es ist toll, dort viele alte Freunde wiederzusehen und die anderen Teams und Fahrer kennenzulernen. Es werden auf jeden Fall sehr besondere Tage für mich."

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Honda setzt im ADAC GT Masters auf Schubert Motorsport

Debüt für Honda im ADAC GT Masters. Für ihre Premierensaison haben die Japaner das Honda Team Schubert Motorsport als Einsatzmannschaft des NSX GT3 gewinnen können. Pilotiert wird dieser von den Youngstern Christopher Dreyspring (19/Nürnberg) und Giorgio Maggi (20/CH). Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.
 
Schubert Motorsport kehrt damit nach einem Jahr Pause ins ADAC GT Masters zurück. Die Mannschaft rund um Teamchef Torsten Schubert setzt 2018 erstmals auf den Honda NSX GT3. Das Team ist in der Serie seit Jahren eine feste Größe und das dritterfolgreichste Team in der Geschichte des ADAC GT Masters. 2010 stieg die Mannschaft in die Serie ein und holte mit verschiedenen BMW-GT3-Modellen zehn Siege sowie sechs Pole-Positions und gewann 2015 die Teamwertung.
 
Teamchef Torsten Schubert, Teammanager Frank Link und Geschäftsführer André Schubert haben das Kernziel für die Saison klar definiert: den Honda NSX GT3 weiterzuentwickeln und von Anfang an vorne mitzukämpfen. "Ich freue mich auf die spannende Herausforderung, die wir gemeinsam mit Honda in Angriff nehmen werden", sagt André Schubert. "Das Auto ist neu und die Weiterentwicklung wird keine leichte Aufgabe. Dessen sind wir uns bewusst. Gleichzeitig ist ein solcher Schritt immer besonders, und ich spüre im gesamten Team jetzt schon die Vorfreude auf die kommende Saison. Unsere beiden Fahrer sind neu im ADAC GT Masters, haben uns aber mit ihren bisherigen Leistungen überzeugt. Unsere Zielsetzung mit den beiden Rookies ist klar: Wir wollen den Titel in der Junior-Wertung gewinnen."

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Timo Scheider startet für BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters

Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) bildet die Speerspitze im Fahreraufgebot des BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters. Als Teamkollegen kommen in den beiden BMW M6 GT3 des bayerischen Rennstalls die BMW-Motorsport-Junioren Mikkel Jensen (23/DK) und Dennis Marschall (21/Eggenstein-Leopoldshafen/D) sowie der Schwede Victor Bouveng (21) zum Einsatz. Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. 

"Timo Scheider, die BMW-Motorsport-Junioren und das BMW Team Schnitzer: Diese Kombination ist genial", sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt. "Das BMW Team Schnitzer ist eine Institution im internationalen GT-Sport und blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Bereits im vergangenen Jahr hat das Team bewiesen, dass es auch im hochkarätig besetzten ADAC GT Masters um den Titel fahren kann. Timo Scheider ist aufgrund seines Fahrkönnens und seiner Persönlichkeit eine große Bereicherung für die Rennserie und ein Vorbild für unsere jungen Fahrer. Unsere aktuellen Junioren bekommen nun die Chance, sich mit den Besten zu messen und von ihnen zu lernen. Der Einsatz im ADAC GT Masters ist auf ihrem Weg an die Spitze ein wichtiger Schritt. Ich freue mich riesig darauf, die ganz sicher aufregende Saison zu verfolgen."
 
Mit dem Fahrerquartett setzt das BMW Team Schnitzer auf eine Mischung aus Erfahrung und vielversprechenden Talenten. Timo Scheider gewann 2008 und 2009 die DTM und bestreitet in diesem Jahr seine erste Saison im ADAC GT Masters. Der Deutsche teilt sich das Auto mit Mikkel Jensen. "In meinem zweiten Jahr bei BMW freue ich mich sehr darauf, mit einem großartigen Team wie Schnitzer eine komplette Saison zusammenarbeiten zu können", sagt Scheider. "In Mikkel Jensen habe ich einen jungen und motivierten Teamkollegen an meiner Seite. Ich bin mir sicher, dass wir voneinander profitieren und Erfolg haben können. Als ehemaliger BMW-Junior liegt mir die Förderung junger Talente sehr am Herzen, nicht zuletzt deshalb hatte ich in der Vergangenheit auch mein eigenes Nachwuchs-Kart- und ADAC Formel 4-Team. Ich würde mich freuen, auch Mikkel und den anderen mit meiner Erfahrung weiterhelfen zu können."

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