Zwei Wochen nach dem Mega Bergrennen Event beim Osnabrücker Bergrennen 2015 mit weit über 35.000 Zuschauern, zog der Tross weiter in die Bayrische Rhön, an den Hauenstein. Hier gibt es wieder Rennen pur - kein Event, sondern einfach nur Bergrennen mit rustikaler Rennwurst statt feinem gekochtem und einem Festzelt mit zünftiger Musik. Das macht die Abwechslung in der deutschen Bergmeisterschaft eben aus, so daß für jedem Geschmack  etwas dabei ist.   Das Team um Christian Leutheuser und Bernd Seyd lockte ebenfalls ein Rekordstarterfeld mit 212 Startern in den idyllisch gelegenen Ort Hausen, unlängst der ehemaligen innerdeutschen Grenze.  Das Rennen genießt nicht zuletzt wegen seiner imposanten Streckenlänge von 4,2 km wahren Kultstatus bei den Fahrern und Gästen, so kommen die Fahrer hier mit außen herum organisierter Rückführung auf über 60 gefahrene Kilometer im Rennwagen.  Begonnen wurde das Training bei hochsommerlichen Außentemperaturen von über 25°C und insgesamt 3 durchgeführten Trainingsläufen für die Teilnehmer der Deutschen Bergmeisterschaft.

Die knapp 80 Fahrzeuge der GLP konnten aufgrund von Unfällen etwas in Verzug geratenen Zeitplans, nur zwei Mal die Powerstrecke in der Hochrhön unter Räder nehmen. Der Veranstalter berief sich dabei auf die in der Auschreibung/Nennung, welcher jede Fahrer unterschrieben hatte, hingewiesene Möglichkeit Läufe ersatzlos zu streichen um den Teilnehmern der Deutschen Bergmeisterschaft ihre drei Trainingsläufe zu ermöglichen, was nicht bei allen Teilnehmern auf offene Ohren stieß.  Eine andere Möglichkeit bestand so leider nicht, da so sonst nicht drei Trainingsläufe bis 18 Uhr durchgeführt werden konnten.  Der Hauenstein ist eine der anspruchsvollsten Strecken für Mensch und besonders fürs Material, in Deutschland. Viele Vollgaspassagen mit Höchstdrehzahl verlangen den Triebwerken alles ab, so dass jedes Jahr der ein oder andere Motorschaden zu verzeichnen ist. Leider traf es dabei auch Holger Hovemann, dem eine defekte Ölpumpe im dritten Trainingslauf einen gewaltigen Strich durch die Rechnung machte. "Nach der Schikane im oberen Teil der Strecke, wurde der Motor auf einmal zäh. Kurz vorm Ziel trat ich dann gleich die Kupplung, worauf der 5,7L Lotus LT5 Motor sofort ausging und ein Lagerschaden die Folge des ganzen war. Meine Saison ist wohl somit leider gelaufen", so ein sichtlich zerknirschter Holger Hovemann im Gespräch mit uns. Das NSU TT Aggregat im Heck von Jutta Fischer-Neuner - ja auch die Frau vom langjährigen NSU Bergpokal Präsidenten Bernhard Neuner fährt mittlerweile Bergrennen - verwehrte am Rennsonntag seinen Dienst und wartet auf Reparatur durch NSU Walter Inhaber und NSU Spezialist Jörg Höber. "Der wollte da schon längst einen neuen Motor einbauen", feixte eine trotzdem zufrieden lächelnde Jutta Fischer-Neuner nach dem Rennen. Stefan Faulhaber stellte nach langem Warten auf dringend benötigte Teile, seinen Opel Kadett C Coupé 1600 16V der Öffentlichkeit vor. Der Motor ist eine Neuentwicklung von Risse Motorsport aus Soest.

Wahre Wunder vollbrachte VW Minichberger Scirocco I 16V Pilot Armin Ebenhöh. Er fuhr am Samstag wie entfesselt die fünftschnellste Zeit - in der Königsklasse bis 2000 ccm, nur dass Armin keinen 2L Rennwagen pilotiert, sondern einen 1,4 L. Hut ab mein lieber Armin, das war ganz großes Kino und wahrhaft Oscarverdächtig. Eine weitere Nominierung aber dieses Mal für den Rennsonntag, gibt es für Opel Schneider Corsa A 16V Pilot Andy Heindrichs. An den unterhaltsamen Duellen zwischen ihm und Sven Koob erfreuen wir uns ja regelmäßig, so machte das was Andy am Sonntag zeigte noch mehr Spaß. Dort stand er nach fulminanter Fahrt nach dem ersten Lauf auf P1 in der Klasse bis 1600 ccm. Alle schauten, grübelten wie er das wohl gemacht hat - einfach voll rein gehalten, so sah es zumindest von außen aus. Den Sieg musste er dann aber doch an einen seiner Kontrahenten abgeben, aber dazu gleich mehr.

Geschlagen geben musste sich der mehrfache Deutsche Automobil Bergmeister Norbert Brenner keinem, denn er fuhr mit seinem Opel Vectra GTS V8 DTM zum Gesamtsieg in der Rhön. Auf P2 und P3 kamen die beiden anderen Markenkollegen auf Opel Astra Coupé V8 DTM in Person von Klaus Hoffmann und Lokalmatador Sebastian Schmitt. Das Klassenergebnis der Gruppe E2-SH über 3000 ccm glich dann auch dem Endergebnis im Gesamtklassement. Endlich lief das Ding mal - und wie sogar - denn Norbert Handa im Lancia Delta Integrale Evo III kam als schnellster Tourenwagen auf den Gesamtrang 4 und verwies Porsche 935 DP2 Pilot Herbert Stolz auf Rang 5.

Seine Ambitionen auf den Deutschen Bergmeister Titel der Rennsportfahrzeuge stellte Ausnahmetalent Thomas Conrad ein weiteres Mal unter Beweis. Nachdem sein E2-SC 2L Sportwagen beim Osnabrücker Bergrennen nachhaltig beschädigt wurde, rückte er im Ersatzrennwagen Formula Renault 2.0 an und wurde Gesamtsechster, verwies sogar Uwe Lang im deutlich potenteren 3L E2-SC Osella PA 20/S auf Rang 7. Der Monzinger Björn Wiebe im Renault Williams Wiebe Laguna BTCC fuhr wie entfesselt die 4,2 km lange Strecke hinauf und wurde mit 10 Sekunden Vorsprung auf den nächsten, schnellster 2L Tourenwagen am Hauenstein und kam auf Gesamt P8. Doch nun die Klassenergebnisse im Einzelnen.

Die Gruppe E2-SS bis 2000 ccm Hubraum gewann logischerweise auch Thomas Conrad im Formula Renault 2.0 vor einem ebenfalls stark fahrenden Mathieu Wolpert im betagten BSR VW 389 und Georg Lang im weiteren Formula Renault 2.0. Georgs Papa Uwe Lang gewann, trotz gebrochenem Heckflügel am Osella PA20/S, die Gruppe E2-SC bis 3000 ccm. Markenkollegen Dino Gebhard und Karl-Philipp Eiermann kamen auf P2 und P3.  Der Detmolder Bernd Letmade gewann im Norma Honda M20 überlegen die Gruppe E2-SC bis 2000 ccm vor Uwe Wolpert im UWR WFK Honda 07 und Peter Amann im PRC Honda. Wie bereits oben geschrieben gewann Norbert Brenner die Gruppe E2-SH über 3000 ccm vor Klaus Hoffmann und Sebastian Schmitt, Holger Hovemann schied leider mit technischem Defekt am Samstag aus. Die Durststrecke von Norbert Handa im Lancia Delta Evo III scheint nun endlich beendet und wurde mit einem Sieg in der Gruppe E1/FS/H über 3000 ccm gekrönt. Der Innsbrucker Kaufmann Herbert Stolz im Porsche 935 DP2 kam vor Norman Struckmann im Ford Escort Cosworth auf P2. Sabine Röck im VW Golf I Turbo wurde vierte. Wie gut ehemalige STW/BTCC Tourenwagen am Berg funktionieren, zeigte Familienoberhaupt Hans-Peter Wiebe im wunderschönen Renault Williams Wiebe Laguna BTCC in Originallackierung. Er gewann die Gruppe E1/FS/H über 2000 ccm vor Helmut Knoblich im neu angeschafften Schirra Mini Cooper S und Österreicher Bernhard Permetinger im sonor klingenden BMW E30 M3. Schnellster 8V Pilot in der Klasse wurde Karl-Heinz Schlachter im Alpina BMW 2002. Jürgen Fechter im VW Golf V R-TDI setzte sich in der Gruppe E1/FS/H Diesel gegen Sepp Koller im Alfa 147 Diesel durch.

Auch Björn Wiebe stellte sein und das Potenzial seines Renault Williams Wiebe Laguna BTCC eindrucksvoll unter Beweis. Mit 10 Sekunden Abstand auf den zweitplatzierten Roman Sonderbauer im Opel Ziegler Kadett C Coupé 16V gewann er eindrucksvoll die Gruppe E1/FS/H bis 2000 ccm Hubraum. Dieter Rottenberger wurde im BMW 318i STW bei seinem Heimrennen dritter vor Michael Rauch im bärenstarken Opel Kadett C Coupé 8V mit Gerent Power. So hatte das erfolgsverwöhnte Team von Christian Auer und Norbert Wimmer das Nachsehen und wurde nicht die schnellste 8V Mannschaft in der Klasse. Auf P6 und P7 folgten gleich die nächsten schnellen 8V Piloten in Person von Bernd Ehrle im Opel Kadett C Coupé 8V und Stefan Glass im Ford Escort Lotus Twincam 8V.  Die jungen Wilden aus der Gruppe E1/FS/H bis 1600 ccm bieten seit Beginn der Saison Spannung und Fahrspaß pur. Nach starkem Kampf setzte sich André Stellberg im bärenstarken VW Schneider RSB Corrado 16V dann doch gegen Youngster Andy Heindrichs im Opel Schneider Corsa A 16V durch. Manfred Schulte haderte im Citroen Nemeth AX Kit Car Evo 16V mit Bedingungen und schlechten Sichtverhältnissen durch beschlagene Scheiben, kam auf keine Zeiten und fand sich auf einem guten dritten Rang wieder. Schnellster 8V Pilot wurde wieder einmal Benedikt Schulte im Citroen AX Sport 8V.

Armin Ebenhöh brannte auch im Regen ein Feuerwerk ab und gewann in seinem VW Minichberger Scirocco I 16V die Gruppe E1/FS/H bis 1400 ccm vor Wiederkehrer Hugo Moser im neu motorisierten und infernalisch gehendem VW Polo I 16V und dem schnellsten 8V Piloten der Klasse, Frank Duscher im VW Polo I 8V. Letzterer hatte im Training Pech, als sich im ersten Lauf der linke Vorderreifen von der Felge löste und er in der Schikane stehen bleiben musste. Robert Bauer fuhr im VW Polo II 16V ebenfalls einem ungefährdetem Sieg in Gruppe E1/FS/H bis 1150 ccm entgegen. Jürgen Heßberger im Fiat 127 Sport Martini Racing wurde zweiter und schnellster 8V Pilot in der Klasse. Jörg Eberle im weiteren Fiat 127 Super wurde dritter. Irgendwie gewinnt doch immer ein Hofmann im NSU Bergpokal, wenn einer mit diesem Nachnamen mitfährt. Nur das dieses Mal Steffens jüngerer Bruder Lukas ganz oben auf dem Treppchen stand, während sich Steffen und Teampartner Jörg Davidovic im gemeinsamen Urlaub die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Uwe Schindler konnte hier im NSU TT KWR nur wenig entgegen setzen und kam auf P2 ins Ziel. Starker Dritter wurde Frank Kleineberg im NSU 1000C. Walter Voigt im historischen NSU Spiess TT wurde vierter vor Alexander Follmann im von Detlef Schmidt kurzerhand geliehenen NSU TT.

Albert Vogt gewann als Einzelstarter seine Gruppe A/F über 2000 ccm. Top besetzt war die Gruppe A/F bis 2000 ccm in der sich Kai Neu im Ford Focus ST170 gegen Patrick Orth im VW Golf III GTI und Alexander Reder im BMW 318i E36 durchsetzte. Ralf Orth im BMW E30 suchte vergeblich die ihm fehlenden Sekunden, fand diese aber nicht und musste sich mit Rang 4 zufrieden geben. Die Gruppe A/F bis 1400 ccm gewann Hartmut Grebe im Ford Fiesta 1.4 Fun vor Robert Maslonka im VW Polo und Tim Fröhlich in der Renault Alpine A110. Ralf Fladung gewann im Peugeot 206 RC die Gruppe N bis 1600 ccm vor Christoph Kaiser im Suzuki Swift Sport. Michael Hulm auf BMW E36 M3 GT siegte in der Gruppe G vor Hans-Joachim Brett auf BMW Z4 und Matthias Marquardt im BMW 318 Ti.

Die Platzierungen in der GLP sahen nach diversen Wertungsausschlüssen und Startverzicht wie folgt aus:

  • GLP Tourenwagen - Klasse 35: Reiner Hergehan - BMW 318is
  • GLP IG-Histo Berg - Klasse 37: Armin Limmer - Alfa Romeo
  • GLPBerg - Klasse 38: Jochen Hacker - NSU Brixner Spyder

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

MRS GT-Racing: Erneut mit BMW und Jens Klingmann

MRS GT-Racing setzt auch 2020 auf den BMW M6 GT3. Als Fahrer steht BMW-Werkspilot Jens Klingmann bereits fest.

Der Rennstall aus Lonsee startet damit im dritten Jahr hintereinander mit dem bulligen GT3-Sportwagen aus München. Im vergangenen Jahr gelang dem Rennstall mit dem Fahrerduo Klingmann/Nicolai Sylvest am Samstag auf dem Red Bull Ring ein Sieg von der Pole-Position aus.

"Ich gehe 2020 in meine dritte gemeinsame Saison mit MRS GT-Racing - und das in einer der am besten besetzten GT-Rennserien der Welt", sagt Klingmann. "Ich freue mich darauf, hoffentlich an die guten Leistungen aus der vergangenen Saison anzuknüpfen."

Der zweite Fahrer des Teams für da ADAC GT Masters steht noch nicht fest.

 

EFP Car Collection verpflichtet Markus Winkelhock

Elia Erhart und Pierre Kaffer bleiben Teamkollegen. Technischer Support für beide Audi R8 LMS weiterhin von Car Collection Motorsport.

Prominenter Neuzugang bei EFP Car Collection by TECE: Der ehemalige Formel-1-Pilot Markus Winkelhock (39/Berglen) verstärkt in dieser Saison das Team im ADAC GT Masters. Der Audi-Sport-Fahrer teilt sich einen Audi R8 LMS mit Florian Spengler (32/Ellwangen). Im Schwesterfahrzeug kommen erneut Elia Erhart (31/Röttenbach) und Pierre Kaffer (43/Schlieren) zum Einsatz. Das ADAC GT Masters startet vom 24. bis 26. April in Oschersleben in seine 14. Saison. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.

Der von Elia Erhart und Florian Spengler initiierte Rennstall bestreitet 2020 seine dritte Saison in der "Liga der Supersportwagen. Für den technischen Support der beiden Audi R8 LMS vertraut der Rennstall wie im Vorjahr auf den Erfahrungsschatz von Car Collection Motorsport als Dienstleister.

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Schubert Motorsport: Comeback mit zwei BMW M6 GT3

Fahrerkader mit DTM-Rennsieger, BMW-Werkspiloten und Nachwuchsfahrern.

Eines der erfolgreichsten Teams des ADAC GT Masters kehrt in die "Liga der Supersportwagen" zurück: Schubert Motorsport setzt bei seinem Comeback zwei BMW M6 GT3 ein. Das erste Fahrzeug pilotieren der ehemalige DTM-Rennsieger Joel Eriksson (21/S) und Aidan Read (21/AUS), im zweiten Auto wechseln sich Henric Skoog (23/S) sowie die BMW-Werksfahrer Erik Johansson (23/S) und Nick Yelloly (29/GB) ab. Das ADAC GT Masters trägt vom 26. bis 28. April in Oschersleben auf der Heimrennstrecke von Schubert Motorsport seinen Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.

"Ich bin sehr froh, dass wir wieder im ADAC GT Masters starten", sagt Teamchef Torsten Schubert. "Die Serie liegt mir nach so vielen Jahren persönlich am Herzen. Die Rahmenbedingungen auf dem Fahrermarkt sind nicht immer einfach, umso glücklicher bin ich, zwei BMW M6 GT3 einsetzen zu können. Mit unseren Piloten haben wir eine starke Kombination auf die Beine gestellt. Da das ADAC GT Masters die härteste GT-Serie Europas ist, war das auch zwingend erforderlich, um eine Chance auf Erfolg zu haben. Im vergangenen Jahr war deutlich zu sehen, dass es schwierig war, auf allen Strecken gleichermaßen gut aufgestellt zu sein. Genau das muss aber unser Ziel sein, weshalb wir viel Trainingsarbeit verrichten werden."

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