„Weinberg in bester Südlage mit Sonnenscheingarantie“, so könnte man das Umfeld der 3,0 Kilometer Strecke des Bergrennens Oberhallau wohl am besten beschreiben. Wo am Wochenende des 29./30. August der zehnte von den insgesamt zwölf Läufen der 28. KW Berg-Cup Saison stattfand. Exakt 34 KW Berg-Cup’ler nahmen im unweit von Schaffhausen gelegenen Klettgau das Training auf. Genossen dabei die mehr als wohlige Wärme, die auch am Renntag anhielt. An dem 212 Starter weitestgehend im Zeitplan abgewickelt wurden. In dem auch noch genügend Platz für traditionelle Dinge wie den über Lautsprecher von jedermann mitzuverfolgenden Gottesdienst sowie das Seifenkistenrennen der Dorfjugend blieb. Respekt davor! Die trotz der Hitze zahlreichen Fans begleiteten die Auftritte der Akteure begeistert mit Hupen, Sirenen, Trompeten und Kuhglocken.

Die KW Berg-Cup Abordnung verkaufte sich beim Gastspiel in der Schweiz sehr gut, wertete in den verschiedenen Hubraumklassen der Gruppe E1 das Feld absolut auf. Stolze 61,5 Prozent der 1400er Abteilung gehörten zu unserer Internationalen Serie, bei den 2-Litern waren es deren 38,6. Wie üblich galt in der Schweiz „die besten zwei aus drei“ als Wertungsmodus, was das klassische Nachverfolgen des Rennverlaufs etwas erschwert, auch weil mir keine Listen mit den Zwischenständen nach Heat eins und zwei vorliegen. Was noch unbedingt positiv zu erwähnen ist: Jeder der drei pro Tag vorgesehenen Läufe wurde auch tatsächlich durchgezogen. Was sich in diesen ereignete, das wollen wir uns nun wie immer gemeinsam anschauen.

Dies beginnt im Falle von Oberhallau mit den 1400ern. Denn nur ein einziger 1,15-Liter Pilot hat die Reise in die Schweiz mit gemacht: Jürgen Schneider wird mit den 1400ern zusammen gelegt, mutiert zum „tapferen Schneiderlein“, nimmt auch mit 250 Kubikzentimetern weniger unverdrossen den Fight mit seinen 13 Mitbewerbern auf, stellt als seinen ersten Streich den Schneider Polo 16V auf den imaginären fünften Übungs-Startplatz. Einen Tick schneller ist Frank Duscher im 8-Ventiler Polo oben, holt sich Trainings-Position (TP) vier. Unser KW Berg-Cup Schweizer Martin Bächler sprintet im ex-Cup VW Lupo auf die Drei, Probe-Zweiter ist Eilgenosse Marc Buchser im VW Polo. In 1:32,02 setzt Beat Rohr im Audi 50 MLP die glasklare Pole Position. Sein Vorsprung auf den Zweiten beträgt stolze 3,19 Sekunden. Dahinter ist es wesentlich enger, die Plätze zwei bis acht trennen lediglich 1,22 Sekunden. Im Rennen fliegt Beat Rohr sofort auf und davon, siegt schlussendlich mit satten 3,79 Sekunden Vorsprung. Am Anfang heißt sein nächster Verfolger Frank Duscher, der sensationell stark unterwegs ist. Im Finale mobilisiert Marc Buchser aber nochmals alle seine Kräfte, zieht gemäß „zwei aus drei“ 0,16 Sekunden an Frank vorbei, wird Zweiter. Beim klassischen Addieren aller gefahrenen Zeiten hätte das Pendel ein Hundertstel zu Gunsten von Frank ausgeschlagen, der final Dritter ist. Als Vierter kreuzt Ronnie Bucher im Schneider Polo 16V die Ziellinie, er hat sich im Laufe des Sonntags von hinten quer durchs Feld nach vorne geackert. Auf der Fünf finden wir Jürgen Schneider wieder, der seine Übungsposition hartnäckig bis zum Schluss verteidigen kann. Hinter ihm laufen Martin Bächler (P6) und Thomas Kohler ein, der bei seinem „Heim-Grand-Prix“ im Fiat X1/9 Siebter wird. So, lasst uns nun noch über die Verteilung der 1400er KW 8V-Trophy Pokale sprechen. Den ganz großen, den des Siegers, nimmt Frank Duscher mit nach Hause. Rang zwei „in Rot“ geht an Nils Abb im Schneider Polo, Dritter wird Stefan Winkler im Fiat 127. Vermisst werden in Oberhallau leider die Klassen-Speerspitzen wie Armin Ebenhöh und „Mister Berg-Cup“ Franz Weißdorn, die das 1:0 für die Gastgeber im Gipfelsturm-Länder-Match in aller Ruhe von der Ferne aus tatenlos betrachten.

Vierzehn 1,6-Liter geben sich in den Klettgauer Rebgärten die Ehre. Oder genauer gesagt auf dem 6 Meter breiten Asphaltband, das sich durch diese den Berg hinauf schlängelt. Fünf KW Berg-Cup’ler bewerben sich mit um die Top-Plätze. Stephan Burri setzt im VW Polo MLP die Trainingsbestzeit, 8 Hundertstel vor André Stelberg im VW Schneider RSB Corrado. Gut 1 Sekunde hinter diesem folgt Manfred Schulte mit seinem Citroen Nemeth AX Kit Car. Helmut Maier reiht sich im Spiess Golf 16V als Vierter ein, TP5 sichert sich Stefan Faulhaber im Risse Kadett 16V vor Andy Heindrichs, der im Schneider Opel Corsa A 16-Ventiler Sechster ist. Rennlauf eins und damit die frühe Führung wird zur Angelegenheit von André Stelberg, der für die 3 Kilometer 28 Hundertstel weniger benötigt als Stephan Burri. Dieser will sich damit nicht anfreunden, findet urplötzlich fast eine komplette Sekunde, presst sich an die Spitze. Vor André, der ebenfalls etwas schneller wird. Aber damit ist die Messe bereits gelesen, wiederum mit der freundlichen Unterstützung von „zwei aus drei“. In der Summe aller Heats hätte André vorne gelegen. Doch „hätte, wäre, wenn“ bringt nichts, die Plätze auf dem Podium sind vergeben. Sieg also für Stephan Burri, 0,36 Sekunden vor André Stelberg, der Zweiter wird. Position drei ist die Angelegenheit von Manfred Schulte. Die Ehrenplätze sichern sich Stefan Faulhaber als Vierter und Andy Heindrichs auf der Fünf, Helmut Maier wird final Sechster. Autsch, und schon steht es 2:0 für die Eilgenossen. Nun gut, müssen eben die weiteren Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven die Sieg-Kastanien aus dem Feuer holen – auch wenn dies eine schwere Bürde zu sein scheint.

Der Blick auf das 2-Liter Übungs-Ranking schürt den steten Funken der Hoffnung, flößt Vertrauen ein. Jörg Weidinger steht im BMW 318i STW ganz oben (TP1), vor Patrik Nickel im Gerent Opel Kadett C-Coupé. Erst auf der Drei folgt der Schnellste aus der Schweizer Bergmeisterschaft, Danny Krieg im Audi A4 STW Quattro. Sein Rückstand auf Jörg beträgt bereits 1,91 Sekunden. Hinter Danny liegen die beiden Kadett von Roman Sonderbauer (TP4) und Dirk Preisser (TP5) auf Lauerstellung, Norbert Wimmer ist als Zehnter flottester 8V’ler. Rennlauf eins sieht 44 Teilnehmer an der Startlinie. Jörg Weidinger erobert sofort die Führung, in seinem Windschatten fliegt Patrik Nickel den Berg hinauf, liegt nur 5 Hundertstel hinter Jörg zurück. Roman Sonderbauer bezieht mit dem Ziegler Kadett Position drei, Vierter ist Dirk Preisser. Danny Krieg muss mit Rang fünf vorlieb nehmen. Jörg hält am Berg wenig bis gar nichts von Windschattenspielen, er will klare Verhältnisse. Und ist stets bereit dafür auch etwas zu tun. Zum Beispiel Bestmarken zu knacken. Er findet ganz spontan 0,89 Sekunden, schüttelt mit 1:23,54 einen neuen E1 2-Liter Streckenrekord aus dem Ärmel, unterbietet die seit 2011 vom Hallauer Urgestein Fritz Erb im Kadett C GT/E gehaltene Klassenbestzeit um 2 Zehntel. Jörg ist weiterhin im „Big-Points“ Modus unterwegs, will für das Team Rottenberger/Weidinger unbedingt hier und jetzt das neunte Saison-Top-Resultat sicherstellen. Legt dazu, konsequent wie immer, die Klassenmesslatte noch etwas höher, legt sie auf 1:23,46, fährt wiederum E1 2-Liter Rekord. Das ist der Sieg, 1,73 Sekunden vor Patrik Nickel (P2). Roman Sonderbauer steigt als Dritter mit auf das Podest, Dirk Preisser holt sich Platz vier. Und um die Dauerfrage meines geschätzten „Speaker-Kollegen“ Christian Mettler nun endgültig und klar zu beantworten: Nein, er hat sie nicht „ge-Kriegt“, der Danny Krieg, die vier KW Berg-Cup’ler vor ihm, er bleibt Fünfter. Auf der Sechs läuft Peter Niederer im C-Kadett ein, Siebter wird Reto Steiner im V6 Ford Escort RS. Michael Rauch erobert Klassenrang acht, Position neun sichert sich „Golfer“ Dani Fauler. Als Zehnter komplettiert Markus Reich in seinem VW Golf II 16V die Top-Ten. Die 2-Liter KW 8V-Trophy ist in Oberhallau die klare Angelegenheit von Michael Rauch, der im Briegel Kadett souverän an der Spitze agiert und sicher gewinnt. Nach dem ersten Run ist sein nächster Verfolger übrigens Bernd Ehrle, der sich im Krause Kadett C-Coupé knapp vor Norbert Wimmer im BMW 2002 behaupten kann. Im zweiten Heat dreht Norbert dann den Spieß um und stellt damit zugleich den Endstand her. Platz zwei der „Roten“ für Norbert, Rang drei für Bernd. Bernhard Lang laboriert ausgerechnet auf seiner Lieblingsstrecke an Getriebeproblemen seines Ford Escort RS Spezial herum, muss sogar auf die letzte Auffahrt verzichten. „Zwei aus drei“ rettet ihm 8V-Position vier. Sonderwertungsfünfter wird Bernhards Marken- und Typenkollege Hans-Dieter Seitz. Die KW 8V-Trophy präsentiert sich aktuell sehr stark und höchst spannend. Schade nur, dass Stefan Glass durch seinen Ausrutscher im ersten Trainingslauf aus dem Wettbewerb gerissen und sein Ford Escort Lotus TC dabei erheblich beschädigt wird. Wir drücken die Daumen für eine baldige Rückkehr. So, der dringend benötigte Anschlusstreffer ist nun durch die 2-Liter Klasse hergestellt. 2:1 lautet der neue Spielstand, eingefahren mit einem echt überzeugenden Vierfach-Klassen-Erfolg.

Als Spezialität haben die Schweizer eine E1 Abteilung bis 2500 Kubikzentimeter im Angebot. Diese ist acht Teilnehmer stark, drei davon kommen vom KW Berg-Cup. Im BMW M3 E30 ist Bernhard Permetinger der Mann der Stunde, setzt sehr deutlich die Pole-Position, fährt einen glasklaren Start-Ziel Sieg heraus. Vor Bernhard Diego (P2) auf Opel Kadett und Mattia Stacchi als Drittem auf einem weiteren BMW M3. Rookie Karl-Heinz Schlachter setzt sich als Fünfter mit seinem BMW 2002 tii Alpina sehr gut in Szene, Werner Walser beendet den Wettbewerb in seiner Kadett Limo auf Rang Nummer sieben. Da wir als aufmerksame Stammleser wissen, dass Karl-Heinz und Werner mit 2-Ventil-Technik unterwegs sind, kennen wir nun auch schon das 2,5-Liter KW 8V-Trophy Resultat: Karl-Heinz Schlachter gewinnt vor Werner Walser (8V-P2). Erwähnt muss unbedingt noch werden, dass Bernhard Permetinger auch die kompletten 3-Liter im Griff gehabt hätte, seine beiden besten Läufe sind addiert um mehr als 10 Sekunden flotter als die des 3-Liter Gewinners Patrick Rohrbach, der mit einem BMW E30 unterwegs ist. Und schon steht es 2:2 unentschieden, Bernhard hat’s möglich gemacht.

Weitere sportliche Vergleiche gibt es in Oberhallau leider nicht mehr. Denn in der Abteilung bis 3000 Kubikzentimeter muss KW Berg-Cup Rookie Marcel Gapp im dritten Probegalopp mit seinem BMW M3 E36 leider die Segel streichen. Äh, den Motor abstellen. Ein Ventilschaden wird vermutet. Zuvor hatte er sich noch mit der zweitschnellsten Trainingszeit für den Sonntag bestens empfohlen. Auch Hansi Eller ist mit einem M3 E36 in Oberhallau unterwegs. Aber er werkelt in der Schweiz als freischaffender Künstler, der von ihm eingesetzte BMW ist nicht im KW Berg-Cup eingeschrieben. Final schließt er seinen Gastauftritt als Vierter ab.

Es bleibt also beim Unentschieden im Ländervergleich der Schweizer Elite mit den KW Berg-Cup‘lern. Da es noch immer kein einheitliches technisches E1-Reglement gibt, ist es ein Kräftemessen mit ungleichen Voraussetzungen. Bei den Eilgenossen ist das Thema Motor und Fahrwerk wesentlich freizügiger geregelt, die geforderten Mindestgewichte sind im Keller angesiedelt. Im Vergleich dazu fahren wir bleischwer.

Und sind dennoch schnell und konkurrenzfähig. Das KW Berg-Cup Team hat sich in Oberhallau einmal mehr sehr achtbar und erfolgreich präsentiert, es hat das Rennen echt bereichert, hat für spannende Fights gesorgt.

Für Fights, wie wir sie in diesem Jahr maximal nur noch zweimal miterleben dürfen. Vom 11. bis zum 13. September beim 48. AvD / GAMSC Bergrennen Unterfranken in Eichenbühl. Dort ist auch der NSU-Bergpokal wieder mit von der Partie, bestreitet sein Finale. Ebenso wie die Deutschen Berg Meisterschaften der Tourenwagen und der Rennsportfahrzeuge. Der letzte KW Berg-Cup Auftritt der 28. Saison steht dann bereits zwei Wochen später auf dem Programm: Am 26. und 27. September beim EUROL Autobergrennen Esthofen – St. Agatha in Oberösterreich. Die sehr flüssige 3,2 Kilometer Power-Piste liegt nur etwa 45 Kilometer von Passau entfernt. Sicher sind in Oberhallau bereits einige KW Berg-Cup Entscheidungen gefallen, viele Fahrer und Teams konnten sich ihr so wichtiges neuntes Top-Resultat holen. Dies betrifft in der Regel die Spitzen der verschiedenen Wertungen. Um die verbleibenden Plätze auf den jeweiligen Jahres-Siegerpodesten wird es weiterhin ein spannendes, hartes Rennen geben. Völlig offen ist zurzeit noch die Auseinandersetzung um den 1600er Saisonerfolg. Auch bei den 3000-Kubik-Boliden und den KW Berg-Cup Ravenol Youngsters scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen. Also sollten wir einen oder am besten gleich beide finalen Termine ins Auge fassen, sollten diese in unseren persönlichen Terminkalendern dick und fett in Rot markieren. Ich habe dies schon vor langer Zeit getan. Und würde mich sehr darüber freuen, wenn wir uns in Unterfranken und Oberösterreich sehen würden. Um noch einmal mit jeder Faser unseres Körpers bei purem Berg-Racing mitzufiebern und mitzuerleben. Bevor die hochdrehenden Motoren für mehr als ein langes halbes Jahr verstummen. Also – auf geht’s mit den Vorbereitungen zu den letzten Gipfelsturm-Besuchen in 2015!

 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

IronForce by RING POLICE startklar für ADAC GT Masters

IronForce by RING POLICE ist bereit für das ADAC GT Masters. Drei Tage vor dem offiziellen Vorsaisontest in der Motorsport Arena Oschersleben hat der Rennstall das auffällige Design für seinen Porsche 911 GT3 R vorgestellt, mit dem Lucas Luhr (38/Ermantingen) und Jan-Erik Slooten (33/Jülich) erstmals in der "Liga der Supersportwagen" antreten werden. Alle 14 Saisonrennen des ADAC GT Masters werden auch 2018 von SPORT1 live und in voller Länge übertragen.
 
Der "Elfer" des Rennstalls aus Erkelenz wird mit seiner schwarz-weißen Beklebung, die durch bunte Farbakzente ergänzt wird, auf den sieben Rennstrecken des ADAC GT Masters für Aufsehen sorgen. Initiiert wurde das Projekt von Jan-Erik Slooten, der sich das Auto mit dem ehemaligen FIA-GT1-Weltmeister, ALMS-Champion und zweimaligen Sieger des ADAC Zurich 24h-Rennens Lucas Luhr teilt, und TV- und YouTube-Star JP Kraemer - beide große Motorsportenthusiasten. Sie entschlossen sich, sich zusammenzutun und ihre Teams und Kompetenzen einzubringen. Slooten stellt als Geschäftsführer von Team RING POLICE seine Crew und seine Motorsporterfahrung zur Verfügung, während Medienprofi Kraemer als Geschäftsführer von JP Performance mit seiner Reichweite den Zugang zur Fanbase und zu den Sponsoren ermöglicht. Ziel ist es, gemeinsam als Team IronForce Professionalität, Nahbarkeit und Spaß im Motorsport zu verbinden. Die Debütsaison im ADAC GT Masters hat IronForce by RING POLICE unter das Motto "Make Motorschpocht great again" gestellt.
 
Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat IronForce by RING POLICE in der kommenden Woche beim offiziellen Vorsaisontest des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben. In der Saisonvorbereitung absolvierte das Team bisher schon Testfahrten in Südeuropa. "Ich freue mich auf die große Herausforderung ADAC GT Masters und auf die nächste Woche mit den Testtagen in Oschersleben", so Jan-Erik Slooten. "Dort treffen wir erstmals auf die diesjährigen Konkurrenten. Es ist toll, dort viele alte Freunde wiederzusehen und die anderen Teams und Fahrer kennenzulernen. Es werden auf jeden Fall sehr besondere Tage für mich."

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Honda setzt im ADAC GT Masters auf Schubert Motorsport

Debüt für Honda im ADAC GT Masters. Für ihre Premierensaison haben die Japaner das Honda Team Schubert Motorsport als Einsatzmannschaft des NSX GT3 gewinnen können. Pilotiert wird dieser von den Youngstern Christopher Dreyspring (19/Nürnberg) und Giorgio Maggi (20/CH). Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.
 
Schubert Motorsport kehrt damit nach einem Jahr Pause ins ADAC GT Masters zurück. Die Mannschaft rund um Teamchef Torsten Schubert setzt 2018 erstmals auf den Honda NSX GT3. Das Team ist in der Serie seit Jahren eine feste Größe und das dritterfolgreichste Team in der Geschichte des ADAC GT Masters. 2010 stieg die Mannschaft in die Serie ein und holte mit verschiedenen BMW-GT3-Modellen zehn Siege sowie sechs Pole-Positions und gewann 2015 die Teamwertung.
 
Teamchef Torsten Schubert, Teammanager Frank Link und Geschäftsführer André Schubert haben das Kernziel für die Saison klar definiert: den Honda NSX GT3 weiterzuentwickeln und von Anfang an vorne mitzukämpfen. "Ich freue mich auf die spannende Herausforderung, die wir gemeinsam mit Honda in Angriff nehmen werden", sagt André Schubert. "Das Auto ist neu und die Weiterentwicklung wird keine leichte Aufgabe. Dessen sind wir uns bewusst. Gleichzeitig ist ein solcher Schritt immer besonders, und ich spüre im gesamten Team jetzt schon die Vorfreude auf die kommende Saison. Unsere beiden Fahrer sind neu im ADAC GT Masters, haben uns aber mit ihren bisherigen Leistungen überzeugt. Unsere Zielsetzung mit den beiden Rookies ist klar: Wir wollen den Titel in der Junior-Wertung gewinnen."

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Timo Scheider startet für BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters

Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) bildet die Speerspitze im Fahreraufgebot des BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters. Als Teamkollegen kommen in den beiden BMW M6 GT3 des bayerischen Rennstalls die BMW-Motorsport-Junioren Mikkel Jensen (23/DK) und Dennis Marschall (21/Eggenstein-Leopoldshafen/D) sowie der Schwede Victor Bouveng (21) zum Einsatz. Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. 

"Timo Scheider, die BMW-Motorsport-Junioren und das BMW Team Schnitzer: Diese Kombination ist genial", sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt. "Das BMW Team Schnitzer ist eine Institution im internationalen GT-Sport und blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Bereits im vergangenen Jahr hat das Team bewiesen, dass es auch im hochkarätig besetzten ADAC GT Masters um den Titel fahren kann. Timo Scheider ist aufgrund seines Fahrkönnens und seiner Persönlichkeit eine große Bereicherung für die Rennserie und ein Vorbild für unsere jungen Fahrer. Unsere aktuellen Junioren bekommen nun die Chance, sich mit den Besten zu messen und von ihnen zu lernen. Der Einsatz im ADAC GT Masters ist auf ihrem Weg an die Spitze ein wichtiger Schritt. Ich freue mich riesig darauf, die ganz sicher aufregende Saison zu verfolgen."
 
Mit dem Fahrerquartett setzt das BMW Team Schnitzer auf eine Mischung aus Erfahrung und vielversprechenden Talenten. Timo Scheider gewann 2008 und 2009 die DTM und bestreitet in diesem Jahr seine erste Saison im ADAC GT Masters. Der Deutsche teilt sich das Auto mit Mikkel Jensen. "In meinem zweiten Jahr bei BMW freue ich mich sehr darauf, mit einem großartigen Team wie Schnitzer eine komplette Saison zusammenarbeiten zu können", sagt Scheider. "In Mikkel Jensen habe ich einen jungen und motivierten Teamkollegen an meiner Seite. Ich bin mir sicher, dass wir voneinander profitieren und Erfolg haben können. Als ehemaliger BMW-Junior liegt mir die Förderung junger Talente sehr am Herzen, nicht zuletzt deshalb hatte ich in der Vergangenheit auch mein eigenes Nachwuchs-Kart- und ADAC Formel 4-Team. Ich würde mich freuen, auch Mikkel und den anderen mit meiner Erfahrung weiterhelfen zu können."

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