48. Bergrennen Unterfranken 2015 - Meisterliches Finale

Durch den Wegfall des Bergrennen Mickhausen in diesem Jahr, wurde dem Bergrennen Unterfranken als Ausrichter des Finales der Deutschen Bergmeisterschaft im malerischen Ort Eichenbühl zu teil.  Somit hatte das Team um Rennleiter und Clubpräsident des GAMSC Würzburg, Peter Thumbeck, im Vorfeld einiges zu tun um dem hohen Anspruch gerecht zu werden - und dies wurde man auch in jeder Hinsicht. Mit einem Rekordstarterfeld von knapp 230 Startern,  die sich für das große Finale in Eichenbühl angemeldet haben, wurde den zahlreich angereisten Fans viel geboten. Petrus schien es anfangs erst nicht allzu gut mit der Bergrenngemeinde zu meinen, wollte er doch noch ein kleines Wörtchen beim Rennausgang mitreden, sollte aber der guten Stimmung keinen Abbruch tun. Fast jeder aus Eichenbühl und den umliegenden Ortschaften packt mit an und bietet den dieses Jahr knapp 230 angereisten  Startern wieder ein großes fränkisches Volksfest, gepaart mit leckerer Kost und viel Rennsport. Denn um den Rennsport geht es schließlich auch auf der 3050m langen, sehr selektiven Strecke von Eichenbühl nach Umpfenbach.  Der sehr technische untere Teil verlangt nach guter Streckenkenntnis und genauen Einlenkpunkten um die optimale Linie und genügend Schwung für den oberen superschnellen Teil der Strecke mitzunehmen, wo die Fahrer dann im sechsten Gang voll ausgedreht auf die Zielkurve zufahren und das Auto hart zusammenbremsen müssen.  Hier finden sich neben den beiden anderen bekannten Streckenabschnitten Klinge und Honda-Kurve, die meisten Zuschauer ein.

 

Der gesamte Freitag und Samstag war trocken und lockte zahlreiche Fans bei spätsommerlichen Temperaturen an die Strecke und wollten hochklassigen Rennsport sehen. Wie bei jedem Rennen, zeigten noch nicht alle, was sie hinter dem Volant konnten und wogen den ein oder anderen in trügerische Sicherheit. Im Berg-Cup hatte Jörg Weidinger bereits vor 2 Wochen in Oberhallau alles für den 3. Titel in Folge für Teampartner Dieter Rottenberger und sich klargemacht. Aber es gab ja noch die Titel für die Deutschen Bergmeister zu verteilen. Armin Ebenhöh, gerade frisch aus dem Urlaub zurück, hatte den Titel quasi schon fast in der Tasche, musste nur noch halbwegs gut platziert ins Ziel kommen. Armin kam, sah und siegte - sicherte sich im 1400er VW Minichberger Scirocco I 16V seinen ersten Titel "Deutscher Automobil Bergmeister der Tourenwagen". Herzlichen Glückwunsch lieber Armin! Mit etwas Abstand wurde VW Schneider RSB Corrado 16V Pilot, André Stelberg, Vizemeister. BMW 320is Pilot Ralf Orth wurde mit hauchdünnen 0,6 Zählern Abstand starker Dritter in der Deutschen Automobilbergmeisterschaft.

Noch spannender ging es bei den Rennsportfahrzeugen zu - hier konnte sich der mehrfach Deutsche Automobil Bergmeister, Norbert Brenner, im Opel Vectra GTS V8 DTM den Titel "Deutscher Automobil Bergmeister für Rennsportfahrzeuge" sichern. Nur 2,2 Zähler dahinter folgte Pechvogel Thomas Conrad, der am Samstag nach dem ersten Lauf einen Motorschaden zu verzeichnen hatte. Eiligst wurde der deutlich schwächere Renault Motor aus dem Formula Renault Tatuus eingebaut um Schadensbegrenzung zu betreiben.  Weitere 0,2 Zähler dahinter platzierte sich Frank Debruyne im Dallara Formel 3.  Somit konnten in Eichenbühl zum ersten Mal die Bergmeister gekrönt werden und der Bergrennen Saison 2015 ein toller Abschluss geboten werden.

Doch zurück zum Trainings- & Renngeschehen an sich, was auch nicht minder spannend war. Hier krönte sich Lokalmatador Norbert Brenner mit seinem Gesamtsieg und Klassensieg plus Bergmeister Titel gleich im Hattrick. Zweiter im Gesamtklassement wurde Markenkollege Klaus Hoffmann im Opel Astra Coupé V8 DTM vor dem drittplatzierten Peter Behnke im Formula Tatuus Master. Schnellster Tourenwagenpilot wurde der Innsbrucker Kaufmann Herbert Stolz im Porsche 935 DP2 vor Björn Webe im Renault Williams Wiebe Laguna BTCC und Norbert Handa im Lancia Delta Integrale EVO III.  Peter Behnke gewann natürlich auch seine Gruppe E2-SS bis 2000 ccm Hubraum vor Frank Debruyne im Dallara Opel F303 und Mathieu Wolpert im BSR VW 389. In der Gruppe E2-SC bis 3000 ccm Hubraum  gewann Michael Behnke im Osella BMW PA20/S vor Dino Gebhard und Phillip-Karl Eiermann, beide ebenfalls auf Osella BMW PA20/S. Uwe Lang trat nach dem ersten Lauf nicht mehr an und kam nicht in Wertung.  Eine Klasse tiefer bis 2000 ccm Hubraum siegte ein glänzend aufgelegter Georg Olbrich im Osella Honda PA21 vor Thomas Conrad im CRS Renault 2.0 Sportwagen und ganz knapp dahinter Bernd Letmade im Norma Honda M20. Peter Amann drehte sich im ersten Lauf in der Zielkurve heraus und kam ebenfalls nicht in Wertung. Wie so oft war Francesco D'Acri im Elia Avrio ST09 Einzelstarter in der Gruppe E2-SC bis 1600 ccm. Wie schon geschrieben, gewann Norbert Brenner  im Opel Vectra GTS V8 DTM  vor Klaus Hoffmann und Sebastian Schmitt - beide auf Opel Astra Coupé V8 DTM - die Gruppe E2-SH über 3000 ccm Hubraum.

Der Wechsel zu den Tourenwagen - Herbert Stolz im bärenstarken Porsche 935 DP2 gewann hier mit fast 3 Sekunden Abstand die Gruppe H/FS/E1 über 3000 ccm Hubraum vor Norbert Handa im endlich mal sauber laufenden Lancia Delta Integrale 16V EVO III und Norman Struckmann im Ford Escort Cosworth. Der Duderstädter Markus Wüstefeld, im wunderschönen AMG Mercedes Benz 190E EVO 2, machte in der Gruppe H/FS/E1 über 2000 ccm alles klar und siegte vor Bernhard Permetinger auf BMW E30 M3 und Hans-Peter Wiebe im weiteren Renault Williams Wiebe Laguna BTCC. Schnellster 2V Pilot in der Klasse wurde Thomas Ostermann auf Hartge BMW 325i. In der Klasse des Selbstzünder Gruppe H Diesel bis 2000 ccm gewann Jürgen Fechter auf VW Golf V R-TDI vor Karlheinz Meurer (VW Golf V R-TDI) und Sepp Koller im Alfa 147 JTD.

In der Königsklasse, der Gruppe H/FS/E1 bis 2000 ccm, wirbelte wieder einmal das Wetter die Platzierungen durcheinander. Inmitten der 2L Gruppe fing es an zu regnen. Kurz nach dem einsetzenden Regen verunfallten Michael Bodenmüller im Honda Civic Type R S2000 und Dirk Preißer im Opel Frank Kadett C Coupé schwer, beschädigten dabei ihre Rennwagen nachhaltig, so dass einen längere Unterbrechung die Folge war. Die Strecke wurde zusehend rutschiger. In dieser Zeit rüsteten einige Fahrer auf Regenreifen um und kamen nicht mehr an die Top Zeiten der Erstgestarteten in der Gruppe. So hatte Björn Wiebe im Renault Williams Wiebe Laguna BTCC die Chance auf einen weiteren Klassensieg und nutze diese auch natürlich.  Mit 3 fast identischen 1:23er Zeiten hätte er wohl auch die GLP Wertung an diesem Tage gewonnen. Als zweiter und bärenstarker 8V Pilot kam Michael Rauch im Opel Briegel Kadett C Coupé 8V mit Gerent Motorsport Power auf P2 ins Ziel. Hans-Peter Eller im weiteren Opel Kadett C Coupé 8V wurde starker dritter in der Klasse. René Frank profitierte ebenfalls von den wechselnden Bedingungen und konnte seinen ex Rundstrecken BMW 320i STW auf P4 abstellen. Norbert Wimmer im BMW 2002tii 8V kam geladenem "Regenprogramm" im Kopf auf P5.

Viel Grund zum Jubeln hatte auch Slalom-Ass Stefan Faulhaber im neu aufgebauten Opel Risse Kadett C Coupé 16V. Er gewann mit 0.025 Sekunden Vorsprung auf André Stelberg die Gruppe H/FS/E1 bis 1600 ccm Hubraum. Platz 3 ging an den VW TS Golf I 16V Piloten Valentin Schneider. Auf das Duell zwischen Sven Koob und Andy Heindrichs mussten wir leider verzichten, denn Andy flog im ersten Wertungslauf die Zündspule auseinander, und war damit raus aus dem Wettbewerb. Sven Koob bot ganz großes Kino im Fiat Uno 16V, stellte seinen Wagen auf P4 vor Manfred Schulte im bärenstarken Citroen AX Kit Car EVO III 16V ab. Schnellster 8V Pilot wurde Manfreds Sohn Benedikt im Citroen AX Sport 8V. Ab in die Klasse des Bergmeisters - die Gruppe H/FS/E1 bis 1400 ccm Hubraum gewann natürlich Maestro Armin himself. Armin Ebenhöh im VW Minichberger Scirocco I 16V siegte vor seinem Schwiegerpapa Franz Weißdorn im VW Polo Honda 16V und  Thomas Pröschel im VW Schneider Polo II 16V. Schnellster 8V Pilot im Reigen des schnellen 8V Quartetts wurde Frank Duscher im VW Polo I 8V.
Jürgen Schneider im VW Schneider Polo II 16V hatte auf der Powerstrecke am Umpfenbacher Berg leichtes Spiel mit seinen Widersachern und verwies Jürgen Heßberger im Fiat 127 Sport Martini Racing 8V, der zugleich schnellster 8V Pilot war,  auf P2. Jörg Eberle im weiteren Fiat 127 Sport kam auf P3 ins Ziel. Im Lager des NSU Bergpokals gewann wieder ein Hofmann - Lukas Hofmann zum zweiten in dieser Saison. Mit kontinuierlich flotten Zeiten stellte er seinen NSU TT vor dem neuen Meister der Saison 2015, Jörg Davidovic & Steffen Hofmann, auf P1 ab.  Thomas Krystofiak im NSU 1200C komplettierte das Stockerl auf P3. Uwe Schindler und Frank Kleineberg kamen P4 und P5.

Berg-Gelegenheitsstarter Achim Kreim im Mitsubishi Evo VIII gewann die Gruppe A über 2000 ccm vor Markenkollegen Roland Wanek und Albert Vogt im Subaru Impreza WRX Sti. Eine Klasse tiefer, in der Gruppe A bis 2000 ccm, hatte Ralf Orth im BMW 320is nichts gegen seinen nicht Verwandten Patrick Orth im VW Golf III GTI entgegen zu setzen und musste sich geschlagen geben. Letzterer gewann die Gruppe vor Ralf Orth und Alexandr Reder im BMW E36 318i.

Folgende Einzelstarter und Klassensieger werden hier aufgeführt:

  • Gruppe A bis 1600 ccm - Hein-Peter Boch - Honda Civic
  • Gruppe A bis 1400 ccm - Detlef Schröder - VW Polo I 8V
  • Gruppe N bis 2000 ccm - Josef Forster - Peugeot 306 S16
  • Gruppe N bis 1400 ccm - Silvio Montalto - Peugeot 106
  • GLP Nenngruppe TW - Johannes Wetzel - VW Polo
  • GLP Nenngruppe Formel und Sportwagen - Gerd Kappler - Formel Fuchs
  • GLP Nenngruppe IG-Histo - Karl-Heinz Weitz - Porsche 911 Targa
  • GLP Nenngruppe GLP Berg - Monika Haase  Peugeot 205 GTI

 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Dorian Boccolacci: 'Ich will Werksfahrer werden'

Von der Formel 2 in das ADAC GT Masters: Dorian Boccolacci hat im GT3-Sport ein festes Ziel vor Augen. Wie die meisten jungen Rennfahrer träumte der 21-Jährige lange von der Formel 1. Er holte zahlreiche Titel im Kartsport, gewann Rennen in der Formel Renault und in der GP3-Serie und fuhr 2019 beim Formel-2-Rennen in Monaco auf den vierten Platz – persönlicher Höhepunkt seiner bisherigen Karriere. "Das war wirklich etwas ganz Besonderes. Ich komme aus der Nähe von Cannes und damit nicht weit von Monaco. Ich habe als Kind dort oft das Formel-1-Rennen gesehen, daher war es wirklich toll. Dort fahren zu können und dann sogar fast auf das Podium zu kommen, war sensationell." Obwohl er nur noch wenige Schritte vom großen Traum Grand-Prix-Sport entfernt war, entschied er sich im Laufe der vergangenen Saison, einen neuen Karriereweg einzuschlagen. "Eine Chance in der Formel 1 zu bekommen ist sehr schwierig. Mein Ziel ist es, Werksfahrer zu werden und den Motorsport professionell zu betreiben. Ich bin daher im vergangenen Jahr in den GT3-Sport gewechselt, denn dort sind sehr viele Hersteller engagiert."

Nach ersten internationalen Rennen 2019 in einem Audi R8 LMS wechselt Boccolacci nun in das ADAC GT Masters. Für die "Liga der Supersportwagen" sprachen vor allem zwei Gründe: "Zum einen ist das ADAC GT Masters für Hersteller sehr interessant, was man auch daran sieht, wie viele Werksfahrer in der Serie starten. Und zum anderen ist das sportliche Niveau sehr hoch, was natürlich eine tolle Herausforderung ist. Wenn man hier gute Ergebnisse einfährt, hat man die Chance auf einen Platz im Kader eines Herstellers."Der Franzose sieht als Vorbilder seine Landsleute Jules Gounon und Mathieu Jaminet, die nach ihren ADAC GT Masters-Meistertiteln 2017 beziehungsweise 2018 bei Bentley und Porsche Werksverträge bekamen. "Es wäre toll, wenn ich diese Serie fortsetzen könnte. Das ist das Ziel", hofft Boccolacci. Mit dem zweimaligen Le-Mans-Sieger Romain Dumas gibt es einen weiteren Franzosen, dem Boccolacci nacheifert: "Ich möchte ebenfalls in möglichst vielen verschiedenen Motorsportdisziplinen fahren. Denn davon kann ich fahrerisch nur profitieren", ist er sich sicher. Dass er es auch abseits der asphaltierten Rundstrecke kann, hat er bereits eindrucksvoll bewiesen. 2018 gewann das Talent den Titel in der Eisrennserie Trophée Andros, und auch im Rallyeauto gelangen ihm schon starke Zeiten. 

Nun hofft er auch auf Erfolge im GT3-Fahrzeug. Die bevorstehende Saison bietet für den 21-Jährigen aktuell jedoch noch zwei große Unbekannte: Sein Teamkollege steht noch nicht fest und er ist den Mercedes-AMG GT3 noch nicht gefahren. "Durch die Zwangspause konnte ich leider bisher noch nicht testen, aber wir planen, noch vor dem offiziellen Test Mitte Juli auf dem Lausitzring Tests zu absolvieren. Ich bin schon sehr neugierig, wie sich das Auto fährt. Ich bin zuversichtlich, dass ich mich schnell daran gewöhne. Man hat in den vergangenen Jahren sehen können, dass das Auto wirklich gut ist." Als größten Unterschied zu den Formelautos, die er bisher hauptsächlich gefahren ist, sieht der Franzose das Gewicht: "Das GT3-Auto ist viel schwerer und verhält sich dadurch bei Richtungswechseln langsamer als ein Formelrennwagen. Außerdem haben die GT3-Autos ABS und eine Traktionskontrolle. Neu werden für mich auch Dinge wie das Teilen des Fahrzeugs mit einem anderen Piloten und Fahrerwechsel sein."

Zufrieden ist Boccalacci mit seinem Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing. "Das Team hat mich kontaktiert und wir wurden uns schnell einig. Es ist sehr professionell und bietet eine tolle Chance für mich. Ich möchte mein Bestes geben und mich stetig verbessern. Ich hoffe, dass ich möglichst schnell vorn dabei sein werde. Denn ich will immer alles möglichst gut machen und mit mir zufrieden sein. Und normalerweise bin ich zufrieden, wenn ich um die vorderen Position kämpfe. Daher ist das auch das Ziel in diesem Jahr."

Der GT3-Neuling möchte die Fans jedoch nicht nur auf der Rennstrecke unterhalten. Boccolacci ist sehr Social Media affin und postet immer wieder lustige Videos von sich selbst. "Ich mag die Möglichkeiten die mir Social Media bietet. An der Rennstrecke bin ich sehr professionell, aber ich habe natürlich auch andere Seiten und die möchte ich den Fans gerne zeigen."

 

ADAC GT Masters und Postcon weiterhin Partner

Umfassende Marken-Präsenz bei den Veranstaltungen des ADAC GT Masters. Das ADAC GT Masters und Postcon National führen ihre erfolgreiche und seit 2015 bestehende Partnerschaft auch in Zukunft fort. Die "Liga der Supersportwagen" und der zweitgrößte Briefdienstleister Deutschlands haben eine Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit bis 2022 vereinbart. Das Logo von Postcon wird weiterhin prominent auf den Frontscheiben aller Supersportwagen sowie an der Rennstrecke und bei den Siegerehrungen zu sehen sein. Das ADAC GT Masters startet vom 31. Juli bis 2. August auf dem Lausitzringring in die Saison 2020.

"Wir freuen uns, unsere erfolgreiche Partnerschaft mit dem ADAC GT Masters fortzusetzen", sagt Michael Mews, Geschäftsführer Postcon National. "Das ADAC GT Masters und Postcon National ergänzen sich perfekt - denn sowohl auf der Rennstrecke als auch bei der Briefzustellung sind Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Professionalität entscheidende Kriterien für den Erfolg.""Postcon ist bereits seit vielen Jahren ein starker und vertrauensvoller Partner des ADAC GT Masters", sagt Thomas Voss, Leiter ADAC Motorsport und Klassik. "Es ist toll, dass wir diese Zusammenarbeit auch in den kommenden Jahren weiterführen werden. Postcon National hat damit weiterhin eine umfassende Marken-Präsenz an den Rennwochenenden des ADAC GT Masters und bleibt der exklusive Partner für den Bereich Brief- und Warensendungen."

 

ADAC GT Masters: 8 Marken und 33 Supersportwagen

Mit Bentley nun acht Automobilhersteller am Start. Mehr als 18.000 PS stehen in der Startaufstellung des ADAC GT Masters. Markenvielfalt und ein volles Startfeld mit hochkarätigen Fahrern zeichnen das ADAC GT Masters 2020 aus: 33 Supersportwagen von acht Herstellern und 20 Teams gehen bei den sieben Veranstaltungen ins Rennen. Das ADAC GT Masters startet vom 31. Juli bis 2. August auf dem Lausitzring in die Saison. Unter den 33 und bis zu 600 PS starken Supersportwagen von Audi, BMW, Corvette, Ferrari, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche ist in diesem Jahr auch wieder Bentley, die als achte Marke das ADAC GT Masters bereichert. Alle Rennen werden live im Free TV von SPORT1 übertragen.

"Das ADAC GT Masters unterstreicht mit dem beeindruckenden Teilnehmerfeld einmal mehr seine Rolle als eine der stärksten GT-Rennserien Europas. Es spricht für die Serie und ihre Teilnehmer, dass wir trotz der Ereignisse der vergangenen Monate mit einem Feld auf höchsten Niveau in die Saison starten. Wir haben uns zu Beginn der Krise deutlich hinter unsere Teilnehmer gestellt und mit einem klaren Bekenntnis für sieben Veranstaltungen in unruhigen Zeiten für Planungssicherheit gesorgt. Das Feld beeindruckt mit seiner Größe und Markenvielfalt, aber auch durch die Qualität der Teams und Fahrer. In diesem Jahr sitzen mehr als 25 Profis oder Werksfahrer in den Fahrzeugen von acht Herstellern, dazu haben wir eine Vielzahl von hoffnungsvollen Nachwuchstalenten sowie viele sehr talentierte Privatfahrer im Feld", sagt ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk. 

Angeführt wird das internationale Fahrerfeld von den Teamchampions Rutronik Racing, die erneut mit zwei Audi R8 LMS antreten. Einmal mehr ist der Audi das unter den Teams beliebteste Modell. Neben Rutronik Racing setzen auch Aust Motorsport, EFP Car Collection by TECE, BWT Mücke Motorsport, Montaplast by Land-Motorsport und das Team WRT zwei Exemplare des R8 ein, je einen Audi bringen das Team ISR und T3 Motorsport an den Start. Mercedes-AMG hält mit sechs Exemplaren des für die Saison 2020 überarbeiteten und optisch aggressiver gestalteten GT3 dagegen. Je zwei Mercedes-AMG werden von HTP-Winward Motorsport und dem Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing eingesetzt, Toksport WRT und Schütz Motorsport setzen je ein Fahrzeug ein. Ein Fixstern im ADAC GT Masters ist neben der Corvette, die in diesem Jahr wieder von Callaway Competition eingesetzt wird, auch der Porsche 911. Auf den Porsche vertrauen neben dem KÜS Team 75 Bernhard von Sportwagen-Weltmeister Timo Bernhard und Herberth Motorsport auch die Neueinsteiger von SSR Performance.

Seine Premiere im ADAC GT Masters feiert die zweite Generation des Bentley Continental GT3. Das Team T3 Motorsport verstärkt sein Engagement im ADAC GT Masters und bringt den Supersportwagen aus England in die Serie. Auf Frontmotor-Sportwagen mit Turbo-V8-Motor setzen auch MRS GT-Racing und Schubert Motorsport, die auf insgesamt drei BMW M6 GT3 vertrauen.

Das größte Team im ADAC GT Masters stellt in diesem Jahr GRT Grasser Racing Team. Als einziges Team setzt die Mannschaft aus Österreich auf drei Fahrzeuge und ein Trio von Lamborghini Huracán GT3 Evo. Auf ein Fabrikant aus Italien vertraut auch die zweite Mannschaft aus Österreich im ADAC GT Masters: HB Racing setzt den für 2020 weiterentwickelten Ferrari 488 GT3 Evo ein.

Die 33 Supersportwagen, die von 20 Teams aus Deutschland, Österreich, Belgien und Tschechien eingesetzt werden, sind mit zahlreichen Profis hochkarätig besetzt. Für BMW starten die Werksfahrer Jens Klingmann (MRS GT-Racing) und Nick Yelloly (Schubert Motorsport), für Lamborghini Albert Costa und der ehemalige Formel-1-Testfahrer Franck Perera (beide GRT Grasser Racing), für Porsche die ehemalige Formel-1-Testfahrerin Simona de Silvestro (KÜS Team 75 Bernhard) sowie Sven Müller (Herberth Motorsport). Mercedes-AMG besetzt das ADAC GT Masters mit Ex-Champion Maximilian Götz (HTP Winward), den beiden FIA GT World Cup-Siegern Maro Engel (Toksport WRT) und Raffaele Marciello (HTP Winward) sowie Luca Stolz (Toksport WRT).

Mindestens sieben Fahrer von Audi Sport kämpfen in diesem Jahr um Siege im ADAC GT Masters: Neben den Titelverteidigern Kelvin van der Linde und Patric Niederhauser (beide Rutronik Racing) und die Ex-Champions Christopher Mies und Christopher Haase (beide Land-Motorsport) auch der ehemalige Formel-1-Pilot Markus Winkelhock sowie die 24h Nürburgring-Sieger Pierre Kaffer (beide EFP Car Collection by TECE) und Frank Stippler (Team ISR). Mit Daniel Keilwitz (Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing) und Robert Renauer (Herberth Motorsport) sind zwei weitere ehemalige ADAC GT Masters-Champions im Feld vertreten.

Das ADAC GT Masters startet vom 31. Juli bis 2. August auf dem Lausitzring zum ersten von sieben Rennwochenenden. Die Rennen auf dem Lausitzring sind aufgrund der von den Behörden verhängten Auflagen ohne die Beteiligung von Zuschauern geplant. Bei allen Rennen des ADAC GT Masters startet die ADAC TCR Germany im Rahmenprogramm, je sechs Mal ist die ADAC Formel 4 und die ADAC GT4 Germany mit dabei. Der Porsche Carrera Cup Deutschland ist auch in diesem Jahr fester Bestandteil des Rahmenprogramms und ab dem Rennen auf dem Sachsenring vier Mal am Start.

Starterliste ADAC GT Masters 2020

3 Aust Motorsport Audi R8 LMS GT3
4 Aust Motorsport Audi R8 LMS GT3
7 HB Racing Ferrari 488 GT3 Evo
8 Rutronik-Racing Audi R8 LMS GT3
9 Schubert Motorsport BMW M6 GT3
10 Schubert Motorsport BMW M6 GT3
11 EFP Car Collection by TECE Audi R8 LMS GT3
12 EFP Car Collection by TECE Audi R8 LMS GT3
14 MRS GT-Racing BMW M6 GT3
17 KÜS Team75 Bernhard Porsche 911 GT3 R
18 KÜS Team75 Bernhard Porsche 911 GT3 R
19 GRT Grasser-Racing-Team Lamborghini Huracán GT3 Evo
20 Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing Mercedes-AMG GT3 Evo
21 Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing Mercedes-AMG GT3 Evo
22 Toksport WRT Mercedes-AMG GT3 Evo
25 BWT Mücke Motorsport Audi R8 LMS GT3
26 BWT Mücke Motorsport Audi R8 LMS GT3
28 Montaplast by Land-Motorsport Audi R8 LMS GT3
29 Montaplast by Land-Motorsport Audi R8 LMS GT3
30 Team WRT Audi R8 LMS GT3
31 Rutronik-Racing Audi R8 LMS GT3
32 Team WRT Audi R8 LMS GT3
33 Team ISR Audi R8 LMS GT3
36 Schütz Motorsport Mercedes-AMG GT3
47 HTP-Winward Motorsport Mercedes-AMG GT3 Evo
48 HTP-Winward Motorsport Mercedes-AMG GT3 Evo
63 GRT Grasser-Racing-Team Lamborghini Huracán GT3 Evo
71 T3 Motorsport Audi R8 LMS GT3
72 T3 Motorsport Bentley Continental GT3
77 Callaway Competition Corvette C7 GT3-R
82 GRT Grasser-Racing-Team Lamborghini Huracán GT3 Evo
92 SSR Performance Porsche 911 GT3 R
99 Precote Herberth Motorsport Porsche 911 GT3 R
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