48. Bergrennen Unterfranken 2015 - Meisterliches Finale

Durch den Wegfall des Bergrennen Mickhausen in diesem Jahr, wurde dem Bergrennen Unterfranken als Ausrichter des Finales der Deutschen Bergmeisterschaft im malerischen Ort Eichenbühl zu teil.  Somit hatte das Team um Rennleiter und Clubpräsident des GAMSC Würzburg, Peter Thumbeck, im Vorfeld einiges zu tun um dem hohen Anspruch gerecht zu werden - und dies wurde man auch in jeder Hinsicht. Mit einem Rekordstarterfeld von knapp 230 Startern,  die sich für das große Finale in Eichenbühl angemeldet haben, wurde den zahlreich angereisten Fans viel geboten. Petrus schien es anfangs erst nicht allzu gut mit der Bergrenngemeinde zu meinen, wollte er doch noch ein kleines Wörtchen beim Rennausgang mitreden, sollte aber der guten Stimmung keinen Abbruch tun. Fast jeder aus Eichenbühl und den umliegenden Ortschaften packt mit an und bietet den dieses Jahr knapp 230 angereisten  Startern wieder ein großes fränkisches Volksfest, gepaart mit leckerer Kost und viel Rennsport. Denn um den Rennsport geht es schließlich auch auf der 3050m langen, sehr selektiven Strecke von Eichenbühl nach Umpfenbach.  Der sehr technische untere Teil verlangt nach guter Streckenkenntnis und genauen Einlenkpunkten um die optimale Linie und genügend Schwung für den oberen superschnellen Teil der Strecke mitzunehmen, wo die Fahrer dann im sechsten Gang voll ausgedreht auf die Zielkurve zufahren und das Auto hart zusammenbremsen müssen.  Hier finden sich neben den beiden anderen bekannten Streckenabschnitten Klinge und Honda-Kurve, die meisten Zuschauer ein.

 

Der gesamte Freitag und Samstag war trocken und lockte zahlreiche Fans bei spätsommerlichen Temperaturen an die Strecke und wollten hochklassigen Rennsport sehen. Wie bei jedem Rennen, zeigten noch nicht alle, was sie hinter dem Volant konnten und wogen den ein oder anderen in trügerische Sicherheit. Im Berg-Cup hatte Jörg Weidinger bereits vor 2 Wochen in Oberhallau alles für den 3. Titel in Folge für Teampartner Dieter Rottenberger und sich klargemacht. Aber es gab ja noch die Titel für die Deutschen Bergmeister zu verteilen. Armin Ebenhöh, gerade frisch aus dem Urlaub zurück, hatte den Titel quasi schon fast in der Tasche, musste nur noch halbwegs gut platziert ins Ziel kommen. Armin kam, sah und siegte - sicherte sich im 1400er VW Minichberger Scirocco I 16V seinen ersten Titel "Deutscher Automobil Bergmeister der Tourenwagen". Herzlichen Glückwunsch lieber Armin! Mit etwas Abstand wurde VW Schneider RSB Corrado 16V Pilot, André Stelberg, Vizemeister. BMW 320is Pilot Ralf Orth wurde mit hauchdünnen 0,6 Zählern Abstand starker Dritter in der Deutschen Automobilbergmeisterschaft.

Noch spannender ging es bei den Rennsportfahrzeugen zu - hier konnte sich der mehrfach Deutsche Automobil Bergmeister, Norbert Brenner, im Opel Vectra GTS V8 DTM den Titel "Deutscher Automobil Bergmeister für Rennsportfahrzeuge" sichern. Nur 2,2 Zähler dahinter folgte Pechvogel Thomas Conrad, der am Samstag nach dem ersten Lauf einen Motorschaden zu verzeichnen hatte. Eiligst wurde der deutlich schwächere Renault Motor aus dem Formula Renault Tatuus eingebaut um Schadensbegrenzung zu betreiben.  Weitere 0,2 Zähler dahinter platzierte sich Frank Debruyne im Dallara Formel 3.  Somit konnten in Eichenbühl zum ersten Mal die Bergmeister gekrönt werden und der Bergrennen Saison 2015 ein toller Abschluss geboten werden.

Doch zurück zum Trainings- & Renngeschehen an sich, was auch nicht minder spannend war. Hier krönte sich Lokalmatador Norbert Brenner mit seinem Gesamtsieg und Klassensieg plus Bergmeister Titel gleich im Hattrick. Zweiter im Gesamtklassement wurde Markenkollege Klaus Hoffmann im Opel Astra Coupé V8 DTM vor dem drittplatzierten Peter Behnke im Formula Tatuus Master. Schnellster Tourenwagenpilot wurde der Innsbrucker Kaufmann Herbert Stolz im Porsche 935 DP2 vor Björn Webe im Renault Williams Wiebe Laguna BTCC und Norbert Handa im Lancia Delta Integrale EVO III.  Peter Behnke gewann natürlich auch seine Gruppe E2-SS bis 2000 ccm Hubraum vor Frank Debruyne im Dallara Opel F303 und Mathieu Wolpert im BSR VW 389. In der Gruppe E2-SC bis 3000 ccm Hubraum  gewann Michael Behnke im Osella BMW PA20/S vor Dino Gebhard und Phillip-Karl Eiermann, beide ebenfalls auf Osella BMW PA20/S. Uwe Lang trat nach dem ersten Lauf nicht mehr an und kam nicht in Wertung.  Eine Klasse tiefer bis 2000 ccm Hubraum siegte ein glänzend aufgelegter Georg Olbrich im Osella Honda PA21 vor Thomas Conrad im CRS Renault 2.0 Sportwagen und ganz knapp dahinter Bernd Letmade im Norma Honda M20. Peter Amann drehte sich im ersten Lauf in der Zielkurve heraus und kam ebenfalls nicht in Wertung. Wie so oft war Francesco D'Acri im Elia Avrio ST09 Einzelstarter in der Gruppe E2-SC bis 1600 ccm. Wie schon geschrieben, gewann Norbert Brenner  im Opel Vectra GTS V8 DTM  vor Klaus Hoffmann und Sebastian Schmitt - beide auf Opel Astra Coupé V8 DTM - die Gruppe E2-SH über 3000 ccm Hubraum.

Der Wechsel zu den Tourenwagen - Herbert Stolz im bärenstarken Porsche 935 DP2 gewann hier mit fast 3 Sekunden Abstand die Gruppe H/FS/E1 über 3000 ccm Hubraum vor Norbert Handa im endlich mal sauber laufenden Lancia Delta Integrale 16V EVO III und Norman Struckmann im Ford Escort Cosworth. Der Duderstädter Markus Wüstefeld, im wunderschönen AMG Mercedes Benz 190E EVO 2, machte in der Gruppe H/FS/E1 über 2000 ccm alles klar und siegte vor Bernhard Permetinger auf BMW E30 M3 und Hans-Peter Wiebe im weiteren Renault Williams Wiebe Laguna BTCC. Schnellster 2V Pilot in der Klasse wurde Thomas Ostermann auf Hartge BMW 325i. In der Klasse des Selbstzünder Gruppe H Diesel bis 2000 ccm gewann Jürgen Fechter auf VW Golf V R-TDI vor Karlheinz Meurer (VW Golf V R-TDI) und Sepp Koller im Alfa 147 JTD.

In der Königsklasse, der Gruppe H/FS/E1 bis 2000 ccm, wirbelte wieder einmal das Wetter die Platzierungen durcheinander. Inmitten der 2L Gruppe fing es an zu regnen. Kurz nach dem einsetzenden Regen verunfallten Michael Bodenmüller im Honda Civic Type R S2000 und Dirk Preißer im Opel Frank Kadett C Coupé schwer, beschädigten dabei ihre Rennwagen nachhaltig, so dass einen längere Unterbrechung die Folge war. Die Strecke wurde zusehend rutschiger. In dieser Zeit rüsteten einige Fahrer auf Regenreifen um und kamen nicht mehr an die Top Zeiten der Erstgestarteten in der Gruppe. So hatte Björn Wiebe im Renault Williams Wiebe Laguna BTCC die Chance auf einen weiteren Klassensieg und nutze diese auch natürlich.  Mit 3 fast identischen 1:23er Zeiten hätte er wohl auch die GLP Wertung an diesem Tage gewonnen. Als zweiter und bärenstarker 8V Pilot kam Michael Rauch im Opel Briegel Kadett C Coupé 8V mit Gerent Motorsport Power auf P2 ins Ziel. Hans-Peter Eller im weiteren Opel Kadett C Coupé 8V wurde starker dritter in der Klasse. René Frank profitierte ebenfalls von den wechselnden Bedingungen und konnte seinen ex Rundstrecken BMW 320i STW auf P4 abstellen. Norbert Wimmer im BMW 2002tii 8V kam geladenem "Regenprogramm" im Kopf auf P5.

Viel Grund zum Jubeln hatte auch Slalom-Ass Stefan Faulhaber im neu aufgebauten Opel Risse Kadett C Coupé 16V. Er gewann mit 0.025 Sekunden Vorsprung auf André Stelberg die Gruppe H/FS/E1 bis 1600 ccm Hubraum. Platz 3 ging an den VW TS Golf I 16V Piloten Valentin Schneider. Auf das Duell zwischen Sven Koob und Andy Heindrichs mussten wir leider verzichten, denn Andy flog im ersten Wertungslauf die Zündspule auseinander, und war damit raus aus dem Wettbewerb. Sven Koob bot ganz großes Kino im Fiat Uno 16V, stellte seinen Wagen auf P4 vor Manfred Schulte im bärenstarken Citroen AX Kit Car EVO III 16V ab. Schnellster 8V Pilot wurde Manfreds Sohn Benedikt im Citroen AX Sport 8V. Ab in die Klasse des Bergmeisters - die Gruppe H/FS/E1 bis 1400 ccm Hubraum gewann natürlich Maestro Armin himself. Armin Ebenhöh im VW Minichberger Scirocco I 16V siegte vor seinem Schwiegerpapa Franz Weißdorn im VW Polo Honda 16V und  Thomas Pröschel im VW Schneider Polo II 16V. Schnellster 8V Pilot im Reigen des schnellen 8V Quartetts wurde Frank Duscher im VW Polo I 8V.
Jürgen Schneider im VW Schneider Polo II 16V hatte auf der Powerstrecke am Umpfenbacher Berg leichtes Spiel mit seinen Widersachern und verwies Jürgen Heßberger im Fiat 127 Sport Martini Racing 8V, der zugleich schnellster 8V Pilot war,  auf P2. Jörg Eberle im weiteren Fiat 127 Sport kam auf P3 ins Ziel. Im Lager des NSU Bergpokals gewann wieder ein Hofmann - Lukas Hofmann zum zweiten in dieser Saison. Mit kontinuierlich flotten Zeiten stellte er seinen NSU TT vor dem neuen Meister der Saison 2015, Jörg Davidovic & Steffen Hofmann, auf P1 ab.  Thomas Krystofiak im NSU 1200C komplettierte das Stockerl auf P3. Uwe Schindler und Frank Kleineberg kamen P4 und P5.

Berg-Gelegenheitsstarter Achim Kreim im Mitsubishi Evo VIII gewann die Gruppe A über 2000 ccm vor Markenkollegen Roland Wanek und Albert Vogt im Subaru Impreza WRX Sti. Eine Klasse tiefer, in der Gruppe A bis 2000 ccm, hatte Ralf Orth im BMW 320is nichts gegen seinen nicht Verwandten Patrick Orth im VW Golf III GTI entgegen zu setzen und musste sich geschlagen geben. Letzterer gewann die Gruppe vor Ralf Orth und Alexandr Reder im BMW E36 318i.

Folgende Einzelstarter und Klassensieger werden hier aufgeführt:

  • Gruppe A bis 1600 ccm - Hein-Peter Boch - Honda Civic
  • Gruppe A bis 1400 ccm - Detlef Schröder - VW Polo I 8V
  • Gruppe N bis 2000 ccm - Josef Forster - Peugeot 306 S16
  • Gruppe N bis 1400 ccm - Silvio Montalto - Peugeot 106
  • GLP Nenngruppe TW - Johannes Wetzel - VW Polo
  • GLP Nenngruppe Formel und Sportwagen - Gerd Kappler - Formel Fuchs
  • GLP Nenngruppe IG-Histo - Karl-Heinz Weitz - Porsche 911 Targa
  • GLP Nenngruppe GLP Berg - Monika Haase  Peugeot 205 GTI

 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Pommer/Kirchhöfer holen dritten Saisonsieg

Platz zwei für Maximilian Götz und Indy Dontje im Mercedes-AMG. Tabellenführer Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde auf Platz drei.

Corvette und Red Bull Ring - dass diese Kombination perfekt zueinander passt, zeigte sich einmal mehr im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters. Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) fuhren mit ihrer Corvette C7 GT3-R im sechsten Saisonrennen der "Liga der Supersportwagen" ihren dritten Sieg ein. Es war der insgesamt neunte für den US-Sportwagenhersteller auf dem österreichischen Kurs. Rang zwei ging an die Mercedes-AMG-Fahrer Indy Dontje (26/NL) und Maximilian Götz (33/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP), Platz drei an die Tabellenführer Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide HCB-Rutronik Racing). "Ein toller Erfolg", freute sich Sieger Pommer. "Ich hätte vor der Saison nicht damit gerechnet, dass wir in meinem ersten Corvette-Jahr so stark in die Saison starten und drei der ersten sechs Rennen gewinnen würden."

Corvette-Piloten Pommer und Kirchhöfer haben alles unter Kontrolle
Pommer und Kirchhöfer zeigten bei ihrem dritten Saisonsieg eine nahezu perfekte Leistung. Nachdem der ehemalige Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya das Feld der 30 Supersportwagen auf die Reise geschickt hatte, kamen die Verfolger dem Corvette-Duo nur in der Startrunde kurz nahe. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase wegen einer Kollision im Hinterfeld während der Startrunde setzte sich Polesetter Kirchhöfer stetig vom Feld ab und fuhr zwischenzeitlich einen Vorsprung von mehr als fünf Sekunden heraus. Mit solidem Polster übernahm Pommer zur Rennmitte und stellte mit einem Vorsprung von 4,6 Sekunden den 35. Sieg einer Corvette im ADAC GT Masters sicher.

Ereignisreicher war dagegen der Kampf um die Podestplätze. Beim Start verbesserte sich der von Platz vier losgefahrene Porsche-Pilot Thomas Preining kurzzeitig auf die zweite Position, doch der Qualifyingzweite David Jahn holte sich diese noch in der Auftaktrunde zurück. Während Jahn anschließend bis zum Fahrerwechsel den zweiten Rang behauptete, musste Preining seinen Porsche nach zwölf Runden wegen eines Defektes abstellen. Dadurch rückte Mercedes-AMG-Fahrer Götz in seinem 100. ADAC GT Masters-Rennen auf den dritten Rang vor. Partner Dontje verbesserte sich durch ein geschicktes Boxenstopp-Timing zur Rennmitte um eine weitere Position und brachte die "gelbe Mamba" auf Platz zwei ins Ziel.

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Sylvest und Klingmann holen ersten BMW-Saisonsieg

Spannung bis in die letzte Runde bot das fünfte Saisonrennen des ADAC GT Masters.

Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (28/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing) setzten sich auf dem Red Bull Ring in Österreich mit ihrem BMW mit lediglich 0,289 Sekunden Vorsprung knapp gegen die Corvette-Fahrer Sven Barth (38/Eberbach) und David Jahn (28/Leipzig, beide RWT Racing) durch. Rang drei ging an das Porsche-Duo Klaus Bachler (27/A) und Timo Bernhard (38/Homburg/Saar, beide Küs Team75 Bernhard). "Es war am Ende wirklich eng", sagte Sieger Klingmann nach seinem ersten ADAC GT Masters-Sieg seit 2015. "Ich war froh, dass das Rennen nicht noch länger gedauert hat. Nach unserem Pech in den vergangenen Rennen haben wir den Sieg wirklich verdient."

Enger Kampf zwischen BMW, Corvette und Porsche
Der erste Sieg von BMW seit dem Saisonstart 2017 war hart erkämpft. Pole-Setter Sylvest verteidigte beim Start mit dem M6 GT3 seine Spitzenposition. Danach setzte sich der Däne leicht von Klaus Bachler im Porsche ab, der sich vom vierten Startplatz auf Rang zwei verbessert hatte. Bis zu den Pflichtboxenstopps pendelte sich der Vorsprung der beiden Erstplatzierten bei rund 1,2 Sekunden ein. Sylvests Partner Jens Klingmann baute danach ihn danach zwischenzeitlich bis auf zwei Sekunden aus, doch in der Schlussviertelstunde kam Corvette-Pilot David Jahn immer näher und setzte den BMW-Mann unter Druck. Jahn hatte beim Pflichtboxenstopp den US-Sportwagen auf Platz drei liegend von Sven Barth übernommen und direkt danach Timo Bernhard, der von Klaus Bachler übernommen hatte, von Position zwei verdrängt. Anschließend verringerte der Corvette-Pilot seinen Rückstand auf den Führenden stetig und lag in der Schlussphase direkt hinter dem BMW. Klingmann behielt jedoch die Nerven und verteidigte die Spitzenposition. Nach 40 Runden sah er schließlich mit 0,289 Sekunden Vorsprung als Erster die Zielflagge.

Während Klingmann seinen insgesamt neunten Sieg im ADAC GT Masters holte - seinen ersten seit Zandvoort 2015 -, war es für Teamkollege Sylvest der erste überhaupt. Sylvest gewann zudem die Pirelli-Junior-Wertung. Für MRS GT-Racing ging mit dem Triumph eine neunjährige Durststrecke zu Ende. 2011 gewann die Mannschaft aus Lonsee das allererste Rennen der "Liga der Supersportwagen" überhaupt auf dem Red Bull Ring, damals mit einem Porsche.

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Sieg für Corvette-Duo Pommer/Kirchhöfer in Most

Mike David Ortmann siegt in der Pirelli-Junior-Wertung, Fabian Vettel erstmals auf dem Podium. Rolf Ineichen gewinnt Pirelli-Trophy-Wertung.

Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) waren im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters das Maß der Dinge und holten mit ihrer Corvette C7 GT3-R ihren zweiten Sieg der Saison. Platz zwei ging bei frühsommerlichen Bedingungen an Rolf Ineichen (40/CH) und Franck Perera (34/F, beide Orange1 by GRT Grasser) im besten Lamborghini Huracán, Dritte wurden David Jahn (28/Leipzig) und Sven Barth (38/Eberbach, beide RWT Racing) in der zweiten Corvette im Starterfeld. "Ich bin sehr happy", sagte Sieger Kirchhöfer. "Mit zwei Siegen in den ersten vier Rennen kann ich sehr gut leben."

Turbulente erste Rennhälfte
Die Vorentscheidung über den Sieg fiel bereits beim Start, als der von Platz zwei losfahrende Kirchhöfer auf dem Weg zur ersten Kurve an Pole-Setter Franck Perera vorbeizog. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase zur Bergung des Audi von Pierre Kaffer, der einen Reifenschaden nach einem Kontakt am Start erlitten hatte, setzte sich Kirchhöfer an der Spitze leicht vom Feld ab. Doch der Vorwärtsdrang des 25-Jährigen wurde nach zwölf Runden gestoppt, als nach einer Berührung im Kampf um Rang vier zwischen Thomas Preining (20/A, Precote Herberth Motorsport) und Corvette-Fahrer David Jahn der Porsche des Österreichers in die Leitplanken einschlug. Zur Bergung des Neunelfers und zur Reparatur der Streckenbegrenzung wurde das Rennen für knapp zehn Minuten unterbrochen. Auch nach dem Restart hinter dem Safety-Car blieb Kirchhöfer vorn. Partner Pommer, der beim Pflichtboxenstopp das Steuer der Corvette übernahm, fuhr danach souverän den Sieg nach Hause. Im Ziel hatte er drei Sekunden Vorsprung und sicherte damit sich und Kirchhöfer den zweiten Sieg 2019. 

Die Lamborghini-Piloten Franck Perera und Rolf Ineichen hatten den Gewinnern nur wenig entgegenzusetzen, durften sich aber über Rang zwei - ihrem zweiten Podest des Jahres - freuen. Ineichen gewann damit ebenfalls zum zweiten Mal in dieser Saison die Pirelli-Trophy-Wertung. Der Kampf um Platz drei entschied sich dagegen erst in den Schlussrunden. Der BMW M6 GT3 von Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (28/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing) lag bis wenige Runden vor dem Ziel auf Podiumskurs, bis Sylvest wegen Problemen mit der Benzinpumpe aus den Punkterängen zurückfiel. Damit war der Weg frei für die Corvette von David Jahn und Sven Barth (38/Eberbach), die zuvor den BMW unter Druck gesetzt hatten und danach Jagd auf den zweitplatzierten Lamborghini machten.

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