Der KW Berg-Cup in St. Agatha (A) Packendes Finale vor proppenvollen Rängen

Es mangelte an nichts, beim Finale des KW Berg-Cups 2015 im Rahmen des „Int. EUROL Automobil Bergrennens Esthofen – St. Agatha“ am 26. und 27. September. Nicht an spannendem, mitreißendem Bergrennsport, nicht an attraktiven Startern, nicht an begeisterten, disziplinierten Fans. Von denen allein am Renn-Nachmittag 12.000 an der bestens einsehbaren 3,2 Kilometer langen Highspeed-Powerpiste gezählt werden konnten. Und wenn wir hier von einem Renn-Nachmittag sprechen, dann ist das auch so gemeint. Denn traditionell beginnt das nur etwa 45 Kilometer von Passau entfernte, in der Nähe der Schlögener Donauschlinge zu findende Berg- Event mit zwei Trainingssitzungen am Samstagmittag ab 12:30 Uhr. Am Sonntag gibt es ab 09:00 Uhr einen weiteren Probegalopp, die beiden alles entscheidenden Renn-Heats dann wiederum ab 12:30 Uhr. Die letzte Rückführung leitet die Aktiven Berg-Racer dann entlang der kompletten Strecke durch ein Heer von Zuschauern, setzt Emotionen frei. Und dank der straffen Organisation des veranstaltenden MSC Rottenegg – der übrigens in 2015 seinen 50. Geburtstag feiert – findet bereits kurz nach 17:00 Uhr im Startbereich eine erste „Flower Ceremony“ für die Top-Plätze der Tourenwagen- und der Gesamtwertung statt. Zwar bringen einige Zwischenfälle im Rekordfeld von 192 Teilnehmern speziell am Sonntagvormittag den Zeitplan etwas ins Wanken, am Ende stimmt das Timing aber wieder exakt. Auch der Wettergott trägt seinen Teil zum Gelingen bei, lässt zwar zum größten Teil Wolken am Himmel aufmarschieren, aber die Strecke mit der ultimativen Mut-Stelle „Steinmauer“ ist zu jeder Zeit trocken, fordert so absolute Top-Leistungen heraus. Denen wir uns nun gemeinsam widmen wollen. Dabei konzentrieren wir uns auf die Klassen, in denen die 45 angereisten KW Berg-Cup’ler mitgemischt haben. Und das in der Regel nicht nur mittendrin, sondern auch vorne dran.

Die 1150er Abteilung freut sich über fünf Starter. Das ist bei den Wettbewerben in Österreich nicht immer so, schreiben doch unsere rot-weiß-roten Nachbarn diese Klasse der stark verbesserten Tourenwagen bei ihren Bergrennen üblicherweise nicht aus. Also gibt es bei den Hubraumwinzlingen auch keine „Local Heros“, die Gastarbeiter aus Deutschland sind unter sich. Was diese aber nicht von schnellen Fahrten abhält. Thomas Stelberg stürmt im Schneider Polo 16V auf die imaginäre Pole Position, ist knapp eine Sekunde weniger unterwegs wie Jörg Eberle im Fiat 127 Super auf Trainings-Position zwei. Die drittschnellste Zeit sichert sich Jürgen Heßberger im Fiat 127 Sport Martini Racing. Am Renn-Nachmittag zieht Thomas Stelberg das Tempo nochmals spürbar an, fährt 1:30,962, legt damit ein Polster von 2,236 Sekunden zwischen sich und Jörg Eberle auf P2. Dieser muss sich auch nach hinten orientieren, denn Jürgen Heßberger (P3) lässt sich nur minimal um 5 Zehntel distanzieren. Vierte ist Silvia Ebenhöh im VW Polo Weißdorn Racing, Fünfter Tobias Mayer in einem Ford Fiesta Mk 1. Die Sache um den Klassensieg scheint gelaufen, nur zwischen Jörg und Jürgen ist es noch verflixt eng. Soweit die Theorie. Die Praxis scheint diese zu bestätigen. Bis zur Steinmauer feilt Thomas sogar 74 Hundertstel seiner Zeit aus Run eins weg, ist bis dorthin nochmals deutlich schneller unterwegs. Aber just in diesem Moment beschließt sein Schaltseil Feierabend zu machen. Der sechste Gang ist aktuell drin, der muss es jetzt für den zweiten Teil der Strecke tun. Thomas zaubert und holt das Maximale aus der Situation heraus. Aber mindestens 4,9 Sekunden sind futschikato weg. Derweil sind die Fiat-Kollegen Jörg und Jürgen in einen beinharten Fight um Platz zwei verstrickt. Vom Schwächeln des Schneider-Polos haben sie nichts mehr mitbekommen, wissen nicht, dass sie möglicherweise sogar um den Sieg kämpfen. Jürgen Heßberger findet im Finale weitere 0,365 Sekunden, Jörg dagegen büßt deren 0,866 ein. Dies nicht zuletzt deshalb, weil er einen sich anbahnenden Motorschaden befürchtet, schon seit dem ersten Run fühlt sich sein Triebwerk zäh an. Damit ist der Endstand hergestellt. Thomas Stelberg gewinnt zum vierten Mal in dieser Saison seine Klasse, rettet ganze zwei Zehntel seines Vorsprungs auf Platz zwei. Den sich schlussendlich Jürgen Heßberger holt. Jörg Eberle beendet sein St. Agatha Wochenende ganze 229 Tausendstel hinter Jürgen als Dritter. Vierte wird Silvia Ebenhöh, Rang fünf geht an Tobias Mayer. Die 1,15-Liter KW 8V-Krone darf sich Jürgen Heßberger aufsetzen, flankiert von Jörg Eberle (8V-P2) und Silvia Ebenhöh als Dritter der Sonderwertung in Rot.

Waren bei den 1,4-Litern 16-Ventiler in der Saison 2015 bisweilen Mangelware, so ändert sich dieses Bild beim Finale. Bei dem die 16V Akteure nicht nur dabei sein sondern auch klar den Ton angeben möchten. Den Aufstand der PS unterlegenen, frechen 8V’ler haben sie nun endgültig satt, ein neues Kapitel im Berg-Buch soll schleunigst geschrieben werden. Mit einem Titel wie zum Beispiel „Unsere Welt ist wieder in Ordnung“, „Wir sind zurück an der Spitze“ oder „Die Hackordnung ist wieder hergestellt“. Sucht euch bitte selbst etwas Hübsches aus den Vorschlägen heraus. Die Powerpiste von St. Agatha bietet jedenfalls die ideale Bühne für das Vorhaben der 16V-Fraktion. Die Übungs-Durchgänge sehen 5 Vielventilige vorn. Franz Weißdorn (TP1) benötigt im Polo die kürzeste Zeit für die 196 Höhenmeter-Differenz. Gerhard Moser ist Zweiter (VW Polo), Armin Ebenhöh Dritter. Dessen Minichberger Scirocco wird von üblen Vibrationen durchgeschüttelt, nach dem ersten Probe-Heat unterzieht er ihn einer großen Inspektion, sogar das Getriebe und die Kupplung kommen raus und werden inspiziert. Übungsvierter ist Suzuki Swift Pilot Jakob Löffler, Fünfter im Bunde Thomas Pröschel im Schneider Polo. Erst danach kommen die 8-Ventiler im Ziel an. Schnellster dieser Truppe ist Frank Duscher auf Klassenplatz sechs, es folgen Nils Abb (8V-TP2) und Marcel Hellberg (8V-TP3), alle auf Polos unterwegs. Im Rennen selbst sind die Positionen schnell bezogen. Armin Ebenhöh dreht nun voll auf, sprintet an die Spitze, sichert sich Saison-Klassenerfolg Nummer zehn. Der zweite Stockerlplatz geht an „Mr. Berg-Cup“ Franz Weißdorn, er liegt 1,385 Sekunden hinter Armin zurück. Gerhard Moser beendet sein Gastspiel nach exakt einem Jahr Berg-Pause als starker Dritter, es ist sein achter St. Agatha Podestplatz seit 2005, zwei Siege inklusive. Dank seiner Routine büßt er auf Franz lediglich 1,607 Sekunden ein. Es wäre echt super, wenn Gerhard und Bruder Hugo (Zweiter am Hauenstein) von Gast- wieder zu Stammdarstellern werden würden. Mit Respektabstand wird Thomas Pröschel Vierter. Ganze 0,702 Sekunden vor, ja, liebe Leser, vor dem schnellsten 8V’ler, vor Frank Duscher, der sich auf Klassenrang fünf platzieren kann. Und da wir das Thema mit der KW 8V-Trophy schon angeschnitten haben, hier die weitere Rangliste hinter dem Sieger Frank Duscher: Platz zwei geht an Nils Abb, auf der Drei läuft Marcel Hellberg ein, Vierter wird KW Berg-Cup Rookie Stefan Winkler im ex-Thomas-Kohler Fiat 127.

Bei den 1600ern kommt der Top-Favorit aus Niederösterreich: Manuel Michalko im Citroen Saxo. In den Übungsdurchgängen setzt er mit 1:21,097 die klare Bestzeit. Trotz störender Schmerzen im rechten Arm ist Markenkollege Manfred Schulte im AX Sport Kit Car Zweiter, kreuzt 3,514 Sekunden hinter Manuel die Ziellinie. Auf die Drei fährt Christian Schneider im Peugeot 205 RS, auf der Vier taucht bereits St. Agatha Neuling Andy Heindrichs im Schneider Opel Corsa auf, Position fünf holt sich Stefan Faulhaber im Risse Kadett. Platz eins und zwei sind auch im Wettbewerb fest an das Citroen Duo vergeben. Manuel Michalko gelingen phantastische Zeiten, er gewinnt rund 6 Sekunden vor Manfred Schulte (P2) die Klasse. Rang drei hat zunächst Golf-Pilot Christian Speckl inne, vor Christian Schneider (P4) und Stefan Faulhaber auf der Fünf. Die Plätze zwei bis einschließlich acht liegen innerhalb eines Fensters von 1,216 Sekunden zusammen. In diesem befinden sich auch die Top-Aspiranten auf den Sieg in der KW Berg-Cup Ravenol Youngster Wertung, Andy Heindrichs und Sven Koob. Nach Run eins ist der 21Jahre junge Belgier Andy Siebter, liegt einen Platz und 57 Hundertstel vor seinem 24-jährigen Kumpel Sven aus dem Odenwald im Fiat Uno 16V. Der zweite Run bringt Änderungen. Christian Schneider und Stefan Faulhaber kneifen ihre Pobacken besonders fest zusammen, drücken beherzt aufs Gaspedal, werden schneller, schieben sich im Formationsflug an Christian Speckl vorbei. Christian Schneider sichert sich als Dritter den letzten noch freien Platz auf dem Siegerpodium, eine winzige Tausendstel-Sekunde hinter ihm sprintet „Fauli“ Stefan Faulhaber (P4) über den Zielstrich. Christian Speckl bleibt final Rang fünf, ihm fehlen in der Addition der beiden Läufe ganze sechs Zehntel auf den Risse Kadett vor ihm. Valentin Schneider belegt im bärenstarken TSM Golf Platz sechs, 0,117 Sekunden hinter ihm sichert sich Andy Heindrichs als Siebter auch den Sieg bei den KW Berg-Cup Ravenol Youngsters. Sven Koob wird als Klassen-Achter Zweiter der Junioren, Marcel Hellberg komplettiert am 07. November das Nachwuchs-Podium. Wir gratulieren dem erfolgreichen Trio herzlich!

Fast unglaublich, aber einmal mehr wahr: In der 2-Liter Klasse sind in St. Agatha 42 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Start. Und logisch, auch hier sind die Abstände knapp. Bereits im Training liegen die schnellsten sechs Akteure innerhalb von nur 1,5 Sekunden zusammen. Roman Sonderbauer knallt im Ziegler Kadett 16V in 1:20,160 die Bestzeit auf die Piste. 435 Tausendstel mehr braucht der Zweite, Ford Escort IRS Pilot Christopher Neumayr. Andreas Marko stellt seinen Audi A4 STW Quattro auf die imaginäre dritte Startposition, mit hohen 1:20er Zeiten düsen Thomas Strasser (TP4) im VW Minichberger Scirocco 16V sowie Patrik Nickel (TP5) im Gerent Kadett auf die nächsten Plätze der Übungs-Hitliste. Markus Reich lässt sich im VW Golf II die sechste Zeit notieren, Michael Rauch ist im Briegel Kadett als Zehnter schnellster 8V-Mann. Das 2015er KW Berg-Cup Gesamtsiegerteam Dieter Rottenberger / Jörg Weidinger ist leider verhindert, unaufschiebbare Geschäftstermine von Dieter sowie das weitere rennsportliche Engagement von Jörg machen die Teilnahme auf dem BMW 318i STW für dieses Mal zunichte. In Rennheat eins münzt Andreas Marko den Traktions-Vorteil seines Quattros souverän in die Führungszeit von 1:19,876 um. Roman Sonderbauer ist Zweiter, verliert 0,511 Sekunden, allein im Startsektor sind es sogar 0,711, auf dem Rest der Strecke macht Roman dann schon wieder Zeit auf den Audi gut. Thomas Strasser ist Dritter, Christopher Neumayr Vierter, Position fünf besetzt Patrik Nickel. Run zwei muss die Entscheidung bringen. In 1:19,516 gelingt Thomas Strasser die schnellste 2-Liter Einzelzeit in St. Agatha 2015. Roman setzt 1:19,531, ist diesmal schneller oben als Andi Marko, verkleinert seinen Rückstand auf 0,333 Sekunden. Auch Patrik Nickel schafft in der zweiten Renn-Auffahrt mit 1:19,866 den Sprung unter die 1:20er Marke. An den eingenommenen Positionen ändern aber alle diese Top-Leistungen nichts mehr. Die oberste Stufe auf dem Siegerstockerl gehört Andreas Marko. Zweiter ist Roman Sonderbauer, Dritter Thomas Strasser. Ehrenplatz vier sichert sich Christopher Neumayr, Rang fünf geht an Patrik Nickel. Position sechs ist die Angelegenheit von Markus Reich, auf der Sieben läuft Markus Habeler im VW Scirocco ein. Im BMW 320 WTCC fährt Marco Fink auf Platz acht, Norbert Wimmer ist im BMW 2002 auf der Neun bester KW 8V-Trophy Vertreter. Franz Roider schließt als Zehnter im ex-Christian-Auer Ford Mondeo STW die 2-Liter Top-Ten ab. Seine Zeitdifferenz zur Spitze beträgt bereits 6,917 Sekunden. Wir erinnern uns, Michael Rauch fuhr ja im Briegel Kadett die schnellste 8-Ventiler Übungszeit der Abteilung bis 2000 Kubik. Absetzen konnte er sich aber nicht. Nur ganze 34 Tausendstel mehr benötigte Norbert Wimmer (8V-TP2) für die 3,2 Kilometer, beim 8V-Probedritten Bernd Ehrle im Krause Kadett kamen nochmals 32 Tausendstel dazu, machte einen Gesamtrückstand von deren 66. Doch noch bevor der ganz große Showdown dieses Trios beginnt, ist er auch schon vorbei: Michael touchiert eine der Streckenbegrenzungen, ist bereits im ersten Heat out of Race. Norbert Wimmer gewinnt die Sonderwertung in Rot 1,668 Sekunden vor Bernd Ehrle (8V-P2). Auf die Drei fährt Jung-Papa Christian Dümler im VW Golf, Platz vier der Sonderwertung sichert sich Bernhard Lang im Ford Escort RS 2000 Spezial, Fünfter wird Thomas Schmid mit seinem Opel Kadett C-Coupé.

Alles, was an stark verbesserten Tourenwagen über Motoren mit mehr als 2000 Kubikzentimetern Hubraum verfügt, wird in Österreich in nur einer einzigen Klasse zusammengefasst. An deren Spitze tummeln sich drehmomentgewaltige PS-Monster, die allesamt über Turbo-Aufladung und Allrad-Antrieb verfügen. Den Sieg heftet hier Ing. Andreas Gabat im Ford Escort Cosworth an seine Fahnen. Final liegt er 0,651 Sekunden vor Karl Schagerl im VW Golf Rallye TFSI-R. Der Schweizer Shooting Star Ronnie Bratschi hat im von Hans Schori ausgeliehenen Mitsubishi Evo vor allem sichere Punkte zum FIA International Hill Climb Cup im Visier, sieht sich daher das Prestige-Duell der ehrgeizigen rot-weiß-roten Gipfelstürmer vor ihm mit Respektabstand an, lässt es mit Platz drei bewenden. Der für ihn bedeutet: Mission erfolgreich beendet, FIA Hill Climb Cup der E1-Renner 2015 gewonnen. Unseren herzlichen Glückwunsch dazu! Nikolay Zlatkov kann das Tempo des Spitzentrios mit seinem bärenstarken Audi S1 Quattro nicht ganz mitgehen, beendet sein St. Agatha Wochenende als Vierter. Die Fünf gehört dem Ungarn Istvan Kavecz im BMW E90. Auf der Sechs taucht bereits KW Berg-Cup’ler Bernhard Permetinger auf, der sich mit seinem BMW M3 E30 im Feld der 23 Klassenkonkurrenten hervorragend schlägt. Dies gilt auch für André Wiebe, der den Überliter Renault Williams Wiebe Laguna auf Position zehn fährt. Auch Sabine Röck liefert im nur frontangetriebenen VW Golf Turbo eine blitzsaubere Arbeit ab, wird final Vierzehnte. Den KW 8V-Trophy Pokal dieser großen Klasse sichert sich Karl-Heinz Schlachter im Alpina BMW 2002 tii vor Werner Walser mit seiner Opel C-Kadett Limousine.

Bleibt noch das Geschehen bei den E2-SH Silhouetten-Boliden zu beleuchten. Dies bedarf eines kurzen Vorwortes. Denn in unserem Gastgeberland zählt man die E2-SH Renner aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes zu den Tourenwagen. Das ist jetzt für die Klassenwertung nicht relevant, sehr wohl aber für das Tourenwagen Gesamt-Ranking. Norbert Brenner stellt sich in den Übungsdurchgängen noch brav hinter Erich Edlinger im BMW 320 IRL an, wir sprechen von 0,548 Sekunden. Als Dritter der Klasse folgt Herbert Pregartner mit seinem 911 PS starken Porsche 911 GT2 RSR. Im ersten Rennlauf dreht Norbert Brenner im Opel Vectra GTS V8 DTM voll auf, holt sich in 1:13,275 die Tourenwagenführung österreichischer Prägung, ist starker Fünfter Gesamt. Erich Edlinger ist nun Klassenzweiter, sein Rückstand auf Norbert beträgt 0,854 Sekunden. Herbert Pregartner nistet sich auf der Drei ein, ihm fehlen knappe 2,5 Sekunden auf Erich Edlinger im V8 BMW. In der zweiten Auffahrt peilt Norbert sogar frohgemut eine 1:12er Zeit an. Nach einem „Big Moment“ stellt er dieses Unterfangen jedoch ein. Ist froh, sich und den Vectra aus der heiklen Situation gerettet zu haben. Das Manöver kostet den Deutschen Bergmeister der Rennsport-Fahrzeuge 1,356 Sekunden. Erich Edlinger wird seinerseits schneller, feilt von seiner ersten Laufzeit 0,301 Sekunden ab. Und schon ist es ultra eng um Platz eins. Aber Norbert Brenner bleibt vorne, gewinnt final 51 Tausendstel vor Erich Edlinger (P2). Klassendritter bleibt Herbert Pregartner. Tourenwagenplatz drei inklusive der E2-SH Autos gehört Andreas Gabat, der auf Gesamtrang zehn schnellster der kompletten E1-Meute ist. E2-SH hin oder her, die seit 2007 vom unvergessenen Georg Plasa im BMW 320 Judd V8 gehaltene Tourenwagen-Bestmarke von 1:12,696 widersteht ein weiteres Jahr alle Attacken der Konkurrenz. 

Damit ist das aktive Geschehen auf der Piste in der 28. KW Berg-Saison nun bereits Geschichte. Es hat uns Emotionen aller Art beschert, jubelnde Gänsehaut-Momente genauso wie tiefe Betroffenheit. Allen, die in 2015 Schäden erlitten haben, drücken wir fest die Daumen zur baldigen Rückkehr. Und unserem Peter Naumann natürlich ganz, ganz fest zur vollständigen Genesung: „Keep Fighting Peter!“

Nach der Saison ist vor der Saison. Hinter den Kulissen wird bereits an 2016 gefeilt. Und an den abschließenden offiziellen 2015er KW Berg-Cup Auftritten. Wie an der großen Gala der Sieger am 07. November in Bad Mergentheim, wo in diesem Jahr auch die Top-Platzierten aus den Deutschen Berg-Meisterschaften geehrt werden. Und natürlich die Erfolgreichen aus dem NSU-Bergpokal im KW Berg-Cup. Den Auftakt dazu bildet wieder ein Freitagabend-Programm für positive „Frühstarter“. Die Essen Motorshow vom 27. November bis zum 06. Dezember ist dann der Abschluss der vielen Auftritte des KW Berg-Cups in 2015. Danach folgt, welch Graus, die „sooo“ lange  Winterpause, die Zeit ohne Motorenklang und Rennaction. Aber wir werden versuchen, diese mit Radio Fahrerlager und den neuesten Nachrichten aus Garagen, Werkstätten, Werkhallen und anderen interessanten Beiträgen zu füllen. Also bleibt dem Berg-Cup e.V. mit seinen beiden Rennserien bitte gewogen. Und besucht uns auf unserer Homepage oder bei Facebook. Wir freuen uns immer sehr darüber!

 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Renauer/Jaminet holen in Zandvoort ersten Saisonsieg für Porsche

Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) positionieren sich im Titelkampf. Im Sonntagsrennen in Zandvoort in den Niederlanden fuhren sie mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg zum ersten Saisonerfolg von Porsche im ADAC GT Masters. Platz zwei ging an die Mercedes-AMG-Paarung Patrick Assenheimer (26/Heilbronn) und Raffaele Marciello (23/I, beide AutoArenA Motorsport) vor Adrien de Leener (28/B) und Klaus Bachler (27/A, beide KÜS Team75 Bernhard) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. "Das war ein perfekter Tag", jubelte Sieger Jaminet. "Endlich den ersten Saisonsieg für uns und Porsche geholt zu haben ist großartig." 

Problemloser Triumph für Renauer/Jaminet

Pole-Setter Jaminet behauptete beim Start die Führung und setzte sich in den Folgerunden stetig von seinen Verfolgern ab. Zwischenzeitlich fuhr der Franzose einen Vorsprung von fast 3,5 Sekunden heraus und übergab schließlich beim Pflichtboxenstopp mit einem Zeitpolster von knapp 2,5 Sekunden an Partner Renauer. Auch der Bayer zeigte anschließend eine fehlerlose Leistung und sah nach 35 Runden mit 4,9 Sekunden Vorsprung als Sieger die Zielflagge. Jaminet und Renauer sicherten damit Porsche den ersten Sieg der Saison. Für Jaminet war es der zweite im ADAC GT Masters, für Teamkollege Renauer der fünfte. Dabei hatte das Wochenende für das Duo mit einem Rückschlag begonnen: Nach einem Unfall von Renauer im ersten Freien Training am Freitag musste der Porsche in einer Nachtschicht wieder instand gesetzt werden. 

Den zweiten Platz fuhren die Mercedes-AMG-Fahrer Assenheimer/Marciello ein. Startfahrer Marciello lag in der ersten Rennhälfte auf dem fünften Rang, absolvierte aber den Boxenstopp später als die direkten Konkurrenten. Das zahlte sich aus: Partner Assenheimer lag danach bereits auf Rang drei und ging schließlich an Porsche-Pilot de Leener vorbei auf die zweite Position - das beste Saisonergebnis für das AutoArenA-Duo. De Leener und Partner Klaus Bachler mussten sich am Ende mit dem dritten Rang begnügen, nachdem Bachler beim Start den Porsche bereits auf den zweiten Rang vorgefahren hatte. 

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Lamborghini-Duo Perez Companc/Mapelli siegt in Zandvoort

Ezequiel Perez Companc (24/RA) und Marco Mapelli (31/I, beide GRT Grasser Racing Team) heißen die Sieger des Samstagsrennens des ADAC GT Masters in Zandvoort. Die Lamborghini-Fahrer setzten sich mit einem knappen Vorsprung von 0,703 Sekunden gegen die Audi-Piloten Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) sowie deren Teamkollegen Jake Dennis (24/B) und Christopher Mies (29/Heiligenhaus) durch. „Ich freue mich sehr über den Sieg“, so Pole-Setter und Sieger Perez Companc. „Das Rennen war sehr hart, denn unsere Verfolger haben uns ständig unter Druck gesetzt. Die Zuschauer haben viele enge Kämpfe gesehen.“ 

Teamkollegen kollidieren im Kampf um Platz eins

Das Samstagsrennen in Zandvoort begann turbulent. Pole-Setter Ezequiel Perez Companc blieb beim Start vorn, doch ausgangs der ersten Kurve ging der von Platz zwei gestartete Mirko Bortolotti (28/I, ORANGE1 by GRT Grasser) im Schwesterauto am Argentinier vorbei. Doch nur zwei Kurven später kollidierten die beiden Huracán GT3. Während Perez Companc wieder die Führung übernahm, drehte sich Bortolotti von der Strecke. Zur Bergung seines Fahrzeugs ging für drei Umläufe das Safety-Car auf die Strecke. Anschließend verteidigte Perez Companc bis zum Pflichtboxenstopp gegen die beiden dicht folgenden Audi von Montaplast by Land-Motorsport die Spitzenposition. Nach dem Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel blieb der Lamborghini weiter an der Spitze. Marco Mapelli, der in Zandvoort seinen ersten Einsatz in der diesjährigen ADAC GT Masters-Saison hatte, fuhr danach den Sieg sicher ins Ziel. Für Perez Companc war es nach dem Lausitzring 2017 der zweite Sieg in der „Liga der Supersportwagen“ und der zweite in der Pirelli-Junior-Wertung. Partner Mapelli triumphierte erstmals in der Serie.

Die Audi-Fahrer Sheldon und Kelvin van der Linde fuhren auf Rang zwei, nachdem sie ihren Boxenstopp eher als ihre Teamkollegen Jake Dennis und Christopher Mies absolviert hatten, die nach ihrem Fahrerwechsel auf Rang drei zurückfielen. Für die van-der-Linde-Brüder war es nach dem Saisonauftakt in Oschersleben der zweite Podestplatz der Saison, für ihre Teamkollegen der erste des Jahres.

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Audi-Duo Salaquarda/Stippler siegt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring

Premierenerfolg für das Team ISR beim ADAC GT Masters: Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) gewannen im Audi R8 LMS für das Team aus Tschechien das Sonntagsrennen der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Nürburgring. Im Kampf um Platz zwei setzten sich die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) in der vorletzten Runde gegen die Audi-Piloten Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) durch. „Ein großartiger Tag“, so Premierensieger Salaquarda. „Gleich in unserer ersten ADAC GT Masters-Saison ein Rennen zu gewinnen, ist wirklich fantastisch.“ 

Auf dem Weg zum ersten ADAC GT Masters-Sieg ihres Rennstalls zeigten die beiden Team-ISR-Piloten eine souveräne Vorstellung. Nachdem Frank Stippler bereits im Qualifying die erste Pole-Position für die tschechische Mannschaft eingefahren hatte, ließ er auch beim Start nichts anbrennen und verteidigte seine Spitzenposition. Bis zum Pflichtfahrerwechsel zur Rennmitte fuhr der Lokalmatador aus Bad Münstereifel einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden heraus. Partner Salaquarda baute diesen anschließend bis zum Ziel auf 11,4 Sekunden aus. Für das Team ISR war es im achten Rennen der erste Sieg in der „Liga der Supersportwagen. Während Filip Salaquarda das erste Mal in der Serie ganz oben auf dem Podest stand, war es für Stippler der zweite Triumph. Seinen ersten hatte er ebenfalls auf dem Nürburgring gefeiert: 2008 in einem Porsche. 

Spannend bis in die Schlussphase verlief dagegen der Kampf um die Podestplätze. Erst in der vorletzten Runde ging Mercedes-AMG-Pilot Markus Pommer an Audi-Fahrer Mike David Ortmann vorbei und sicherte sich und Partner Götz so Rang zwei. Das Duo verringerte durch seinen zweiten Podestplatz des Wochenendes den Rückstand auf die Tabellenführung auf lediglich einen Zähler. Für die Drittplatzierten Ortmann und Winkelhock war es im Audi R8 LMS der erste Podestplatz des Jahres. Ortmann holte gleichzeitig seinen ersten Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

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