Der KW Berg-Cup am Iberg: Top Bergrennsport bei Top Veranstaltung

Bevor es soweit war galt es allerdings einige Wetterkapriolen zu überstehen. Sturm und Regengüsse am Freitagabend, zweimal Nässe von oben auch während der vier Trainingssitzungen am Samstag, im Anschluss daran erneut Starkregen. Aber danach hat Petrus ein Einsehen, lässt den Rennsonntag sonnig beginnen, die 2,050 „Holzweg“ Kilometer präsentieren sich so stets trocken. Ansonsten ging beim „21. Int. ADAC Ibergrennen“ alles relaxt und in der gewohnt angenehmen Iberg Atmosphäre über die Bühne. Alle angesetzten Läufe konnten durchgezogen werden, ein jeweils superpünktlicher Beginn legte den Grundstein dazu. Den Rest steuerte die perfekte Arbeit der Helfer sowie die routinierte Organisation der Macher des MC Heilbad Heiligenstadt bei. Der flüssige Ablauf ermöglichte trotz der insgesamt 135 Starter einen jeweils frühen Feierabend, der am Samstag reichlich Zeit für die nötigen Vorbereitungen der Boliden für das Rennen ließ. Und obendrein zur Nutzung der vielen Annehmlichkeiten des einmaligen Innenstadt-Fahrerlagers, inklusive dessen Gastronomie. Der spezielle Iberg-Drive setzte sich auch bei der Siegerehrung fort, die zum Zeitpunkt des Anstoßes des Fußball Länderspiels Deutschland gegen die Slowakei bereits beendet war- schneller geht es wohl kaum mehr. Und so reiste die Mehrzahl der Teilnehmer sicher hochzufrieden aus dem nordthüringischen Eichsfeld ab. Vielleicht abgesehen von denjenigen, die ungebeten Besuch von der ungeliebten Defekthexe erhielten. Ob da KW Berg-Cup’ler dabei waren und wer in den beiden Rennserien des Berg-Cup e.V. am Iberg besonders erfolgreich war, das wollen wir uns nun hier und jetzt gemeinsam Klasse für Klasse anschauen.

Der NSU Bergpokal glänzt mit 14 Startern, das ist Saisonrekord. In 1:13,052 setzt Rückkehrer Jörg Höber die schnellste Übungszeit, gefolgt von Karsten Steinert auf Trainingsposition (TP) zwei. Frank Kleineberg ist Dritter, auf der Vier taucht Jörg Davidovic auf, als Fünfter meldet sich Uwe Schindler. Alle genannten Herrschaften liegen in einem Zeitfenster von 1,051 Sekunden zusammen, das unterstreicht die Leistungsdichte der Luftgekühlten. Den besten Rennstart erwischt Jörg Davidovic, er stürmt an die Spitze. Aber Karsten Steinert (P2) benötigt lediglich 108 Tausendstel mehr für die erste Auffahrt, liegt im Windschatten der Startnummer 519. Auf den Rängen drei bis fünf haben sich Jörg Höber (P3), Frank Kleineberg (P4) sowie Uwe Schindler als Fünfter formiert. In Heat zwei drückt Karsten Steinert seine eigene Vorgabe um mehr als eine halbe Sekunde nach unten, während Jörg Davidovic etwas langsamer wird. Damit liegt Karsten Steinert vorne. In der Folge verteidigt er seine Führung souverän, fährt zum Sieg. Jörg Davidovic beendet den Wettbewerb als Zweiter, die Positionen drei bis fünf haben sich seit dem ersten Run nicht mehr verändert. Als Dritter steigt Jörg Höber mit auf das Siegerpodium, freut sich über den gelungenen Wiedereinstieg: „Ich bin echt überrascht und natürlich auch sehr erfreut darüber, dass ich, obwohl ich körperlich noch nicht in Bestform bin, auf Anhieb so gut mithalten konnte.“ Ehrenplatz vier geht an Frank Kleineberg, Uwe Schindler bleibt Fünfter. Die Defekthexe findet im NSU-Bergpokal nur ein Opfer, zieht Leo Rabus mit Motorproblemen nach Rennlauf zwei aus dem Verkehr.

Bei den 1150ern der gemeinsam gewerteten Fahrzeuggruppen H, FS und E1 knöpft Thomas Stelberg mit seinem Schneider Polo 16V Jürgen Heßberger im Fiat 127 Sport Martini Racing die imaginäre Pole Position erst im vierten Probe-Heat ab, dies dann allerdings deutlich. Auch Schneider Audi 50 Pilot Tobias Stegmann zieht kurz vor Feierabend noch um 28 Hundertstel an Jürgens Fiat vorbei, ist Trainingszweiter, schiebt Jürgen Heßberger auf TP drei zurück. Das scheint diesem eine Extraportion Motivation zu bescheren, nach Rennlauf eins steht er ganz oben in der Ergebnisliste, führt die Klasse an. Allerdings nur um winzige 6 Tausendstel vor Thomas Stelberg auf P2 und Tobi Stegmann auf der Drei. Zur dritten Auffahrt tritt Tobi Stegmann nicht mehr an. Leader Thomas Stelberg beginnt sich von Jürgen Heßberger abzusetzen, die Differenz zwischen den beiden beträgt nun beruhigende 1,392 Sekunden, neuer Dritter ist Jörg Eberle im Fiat 127 Super. Dahinter unterhält das Rauch Familienduell die Fans. Aktuell liegt Papa Rolf im Fiat 128 Rallye vorne, ist Klassenvierter. Ganze 1,121 Sekunden zurück folgt ihm sein Junior Marco im 128 Coupé auf der Fünf. Die unersättliche Defekthexe hat zwischenzeitlich – noch vor dem finalen Run – ein weiteres Opfer gefunden, ist über die Lenkungsteile im Stelberg Polo hergefallen, richtet einen auf die Schnelle nicht zu reparierenden Schaden an. Und macht so die Abteilung der Hubraumwinzlinge zum Fiat Festival. Jürgen Heßberger gewinnt vor Jörg Eberle, auf die Drei fährt Rolf Rauch, Junior Marco wird Vierter. Erst auf Position 5 läuft wieder ein anderes Fabrikat ein: Der VW Schneider Polo von Steffi Deutsch, die nach langer Pause nach Mickhausen 2012 bei ihrem Heimrennen endlich wieder mit von der Partie ist. Die 1150er 16-Ventiler verbuchen einen Totalausfall. Für den NSU RPM von Steffen Hofmann ist nach dem Training Schluss, Walter Voigt muss im Polo Coupé nach Rennheat zwei die Segel streichen, über das Schicksal von Thomas Stelberg haben wir bereits berichtet. Ein gesondertes 8-Ventiler Ranking der 1,15-Liter Abteilung brauchen wir diesmal nicht. Dies entspricht ganz einfach dem Klassen-Endstand.

Letztes Jahr hieß der 1400er Iberg Sieger sensationell Frank Lohmann im Steilheck Polo 8V. So etwas in der Art wollten die 16-Ventiler nicht noch einmal erleben. Also unterstreichen sie ihre Siegambitionen bereits am Übungstag. Allen voran Hansi Eller im Minichberger Scirocco, der KW Berg-Cup Rückkehrer Gerhard Moser im Polo 16V auf TP2 um 1,926 Sekunden distanziert. Nochmals weitere 0,485 Sekunden mehr als Gerhard benötigt Franz Weißdorn mit seinem Polo GT. Er ist Trainingsdritter, deutlich vor den flottesten 8V’lern. Das sind Nils Abb im Schneider Polo als Vierter und Frank Lohmann auf der Fünf. Er benötigt 136 Tausendstel mehr für die 2,05 Kilometer als Nils. Franz Weißdorn unterzieht seinen geflügelten Polo am Samstagabend einer großen Inspektion. Mit Erfolg. Zwar muss er zum Rennstart Hansi Eller die klare Führung überlassen, aber er ist jetzt Zweiter, hat Gerhard Moser auf die Drei zurückgedrängt. Damit ist die Podestbesetzung bereits gefunden, bei den Top Drei gibt es keine Änderung mehr. Also glasklarer Gewinner Hansi Eller, Zweiter Franz Weißdorn und Dritter Gerhard Moser. Um die Ehrenplätze wird hart gerungen. Nach Heat eins ist Frank Lohmann Vierter, Nils Abb Fünfter. Nur 54 Tausendstel trennen die beiden Top 8-Ventiler. Weitere 0,588 Sekunden zurück ist Thomas Pröschel im Schneider Polo 16V Sechster. Das will der nicht bleiben, er sucht den Anschluss an seine vielventiligen Kollegen. Und obendrein möchte Nils einmal mehr schnellster 8V-Pilot sein. Also schalten beide in den Angriffsmodus um. In Run zwei schiebt sich Nils auf die Vier vor, Thomas auf die Fünf, Frank muss nun mit P6 vorliebnehmen. Vermutlich fast überflüssig zu erwähnen, dass sich die Action auf den Plätzen vier bis sechs innerhalb von nur 0,455 Sekunden abspielt. Noch kehrt keine Ruhe ein. Erst nach der dritten Auffahrt hat das Konstrukt Bestand. Es sieht nun Thomas Pröschel auf der Vier, Nils Abb ist Fünfter, Frank Lohmann Sechster. Die Abstände sind äußerst knapp, die Herrschaften befinden sich in Tuchfühlung. Das ist gut für die weitere Saison, es wird spannend bleiben! Uwe Dingerdissen komplettiert im Brügge Polo als Dritter das 1,4-Liter KW 8V-Trophy Podest. Vierter der „Roten“ wird Stefan Winkler im Fiat 127. Zum Pechvogel mutiert Markus Hülsmann, über dessen Golf sich die Defekthexe hermacht. Völlig hemmungslos tut sie dies genau während des finalen vierten Rennlaufes, unterbindet eiskalt weitere Schaltvorgänge. Eine echte Unverschämtheit ist das!

Bei den 1600ern feiert der neue Minichberger 16V Motor mit Zweiradzylinderkopf im C-Kadett Coupé von Stefan Faulhaber Premiere. Schon beim ersten Start wird klar: Das Ding funktioniert und marschiert vehement vorwärts. „Fauli“ holt damit die beste Zeit des Trainings heraus, 56 Hundertstel zurück folgt André Stelberg im VW Corrado 16V, Manfred Schulte ist im Citroen Nemeth AX Kit Car Übungsdritter. Das Rennen selbst beginnt mit zwei Paukenschlägen: Stefan Faulhaber setzt sich sofort an die Spitze, tut dies mit phantastischen 1:01,456, das ist im ersten Run die viertschnellste Tourenwagenzeit überhaupt! André Stelberg kann nichts dagegen tun. Im Vorstart ist für ihn Schluss, es qualmt aus der Corrado Elektrik. Die Defekthexe macht vor nichts Halt, auch nicht vor Spannung führenden Kabeln. Aber ehrlich, gleich beide Stelberg Autos heimzusuchen, das ist mehr als fies. Pfui, rote Karte dafür! Manfred Schulte ist Zweiter, aber Fauli ist ihm weit enteilt, hat sich ein komfortables Polster von 2,932 Sekunden verschafft. Manfred muss sich auch nach hinten orientieren, denn Andy Heindrichs liegt im Risse Corsa 16V als Dritter nur 311 Tausendstel zurück. Diese Reihung hat auch in der zweiten Auffahrt Bestand, Stefan lässt es jetzt bei einer 1:02er Zeit bewenden, bleibt aber unerreichbar. Manfred seinerseits kann den 21-jährigen Belgier in seinem Nacken etwas mehr distanzieren. Im dritten Heat wird er die Bedrohung von hinten ganz los. Andys Corsa drückt Kühlwasser heraus, darauf schlittert er im Zielbereich leicht in die Leitplanke, sein Rennen ist damit zu Ende. Die Defekthexe hat offensichtlich die rote Karte völlig ignoriert. Damit ist nun auch der Endstand hergestellt. Stefan Faulhaber gewinnt sicher vor Manfred Schulte (P2), Rang drei geht an Helmut Maier im Spiess Golf 16V. Im ex-STT Misczyk Golf wird Andreas Voss Vierter, auf der Fünf ist Benedikt Schulte im Citroen Nemeth AX Sport zugleich der 1,6-Liter 8-Ventiler Sieger.

Volles Haus in der 2-Liter Klasse, 26 Teilnehmer bewerben sich um Sieg und Plätze. Im Training zumindest. Die Technikhexe sortiert gleich hier Martin Schug aus, lässt seinen Golf Motor absterben und nicht mehr anspringen. Derweil sichert sich BMW die erste imaginäre Startreihe. Auf der „Pole“ steht Marco Fink im 320si WTCC, Patrick Orth sichert sich mit seinem 320iS E30 (TP2) den Platz daneben. Dahinter nimmt André Wiebe im Renault Williams Wiebe Laguna Position drei ein, flankiert vom Vierten, von Rainer Schönborn im VW Golf 16V. Die Fünf beansprucht der schnellste 8-Ventiler Pilot für sich, das ist Michael Rauch im Briegel Kadett. Bernd Ehrle im C-Kadett Coupé und Christian Dümler im VW Golf sind die nächstflottesten 8V’ler, beide befinden sich unter den Klassen Top Ten. Am Sonntagmorgen setzt sich André Wiebe mit einem Blitzstart an die Spitze. Marco Fink ist Zweiter, Rainer Schönborn Dritter. Unverändert übersteht das Führungstrio die weiteren drei Heats, steigt wie geschildert auf das Siegerpodest. Dahinter wird gerangelt was das Zeug hält. René Frank war nach Run eins noch absolut zeitgleich mit Rainer Schönborn Dritter, jetzt findet er sich auf der Vier wieder. Auch Michael Rauch verliert seinen anfänglichen fünften Rang, wird bis auf die Neun zurückgeschoben. Patrick Orth, der sich am Morgen alles andere als wohl fühlte und sogar daran dachte das Rennen ganz sausen zu lassen, ist neuer Fünfter. Mit einem furiosen letzten Lauf schiebt er sich schlussendlich auch noch an René Frank vorbei, wird Vierter. René beendet sein Iberg Wochenende auf Position fünf. Platz sechs geht an Andreas Kokor im Ford Escort Mk 1, Michael Rauch sichert sich Endplatz sieben. Hans-Peter Wiebe wird im zweiten Renault Williams Wiebe Laguna Achter, die Golf 16V Piloten Frank Brügge (P9) und Ralph Paulick als Zehnter komplettieren die Top Ten. Als bester 8V’ler schneidet Michael Rauch ab. Drei Läufe lang hält Christian Dümler Kontakt zu Michael, ist Zweiter. Aber im Finale legt er bei Posten 7 eine Pirouette ein, die ihn auf Rang fünf der Roten zurückbindet. So steigt Bernd Ehrle als Zweiter auf das Podium der Sonderwertung mit den roten Startnummern, Johann Hatezic im Opel Ascona B tut dies als Dritter. Platz vier der „Roten“ ist die Angelegenheit von Daniel Bayer im Kadett C-Coupé.

Lasst uns nun einen Blick auf die Diesel werfen. Die „Alfisti“ Christian Triebstein und Sepp Koller treffen auf die „Golfer“ Jürgen Fechter und Karlheinz Meurer. Für die Pace fühlt sich Christian Triebstein zuständig. Demgemäß setzt er die Bestmarke im Training, fährt im jedem Rennlauf die schnellste Selbstzünderzeit, gewinnt am Ende 6,54 Sekunden vor Jürgen Fechter (P2). Dahinter matchen sich der nimmermüde Senior Sepp Koller und Karlheinz Meurer. Der Letztgenannte wird gleich im ersten Race-Heat von der Defekthexe kurz eingebremst, die den R-TDI aussetzen lässt. Damit greift sie direkt in die Entscheidung um Platz drei ein, auf dem sich Sepp Koller mit seinem ex-Cup 147 JTD häuslich einrichtet und diese Position bis zum Rennende engagiert und gekonnt verteidigt. Wobei der 83-jährige(!) Routinier im Rahmen dieser Mission Zeiten auf den Holzweg-Asphalt zaubert, die aller Ehren wert sind.

Und damit zurück zu den Benzinern, zunächst zu denen mit maximal 3000 Kubik. Es gibt einen haushohen Favoriten, „Local Hero“ Markus Wüstefeld im Mercedes Benz AMG 190E Evo II. Wie erwartet holt er sich mit dem ex-DTM-Auto die imaginäre Pole Position, deutlich vor KW Berg-Cup Rookie Alexander Bärtl und seiner Opel C-Kadett Limousine mit dem 8-Ventiler Nemeth Motor. Drittflottester ist Marcel Gapp im BMW M3 E36. Gleich in Rennlauf eins unterläuft Markus Wüstefeld im Eifer des Gefechts einer seiner ansonsten sehr seltenen Fahrfehler: Er dreht sich bei Posten 14, dieser Lapsus kostet ihn so etwa schlappe 55 Sekunden. Und schwuppdiwupp, schon hat sich Alexander Bärtl an die Spitze gesetzt. Vor Richard Rein im Ford Capri (P2) und Marcel Gapp, der Dritter ist. Hinter dem Leader entbrennt im weiteren Rennverlauf ein harter Fight um die Positionen. Zu den darin Involvierten zählt auch Ralf Iwan mit seinem 2,5-Liter Kadett C-Coupé, der anfangs Vierter ist. In der zweiten Auffahrt geht Marcel Gapp an Richard Rein vorbei auf P2, Richard ist jetzt Dritter, Iwan bleibt auf der Vier. Die drei Genannten liegen innerhalb von 14 Hundertsteln zusammen, der finale Ausgang ist völlig offen. Im dritten Run greift Ralf Iwan an, presst sich bis auf Platz zwei nach vorne. Marcel ist nun 46 Tausendstel hinter ihm auf der Drei, Richard Rein hat als Vierter 1,246 Sekunden Rückstand auf P2. Aber damit ist der Krimi noch nicht zu Ende geschrieben. Marcel Gapp ändert das letzte Kapitel zu seinen Gunsten um, fährt mit 1:05,260 seine persönliche Iberg Benchmark. Das reicht für Rang zwei hinter Gewinner Alexander Bärtl. Ralf Iwan, der im Finale nicht mehr zulegen konnte, wird Dritter, Richard Rein Vierter. Alexander Wirth beendet sein KW Berg-Cup Debüt im Opel Ascona B als Fünfter. Markus Wüstefeld tritt zum letzten Run nicht mehr an, er hat in der dritten Auffahrt erneut an derselben Stelle seines ersten Drehers einen weiteren unfreiwilligen „Donut“ eingelegt. Die KW 8V-Trophy Wertung der Abteilung bis 3-Liter Hubraum sichert sich einmal mehr Alexander Bärtl, Rang zwei der „Roten“ geht an Alexander Wirth. Auch in dieser Klasse hat die Technikhexe zugeschlagen: Alpina BMW Pilot Karl-Heinz Schlachter muss sich und seinen 2002 tii schon nach dem zweiten Übungsdurchgang vom Wettbewerb abmelden. Der Motor ist zu durstig geworden, konsumiert jede Menge Kühlwasser.

Fehlen uns noch die Boliden mit mehr als 3000 Kubikzentimeter. Sechs davon haben sich im Eichsfeld eingefunden, darunter auch der Schottenring Gesamtsieger Herbert Pregartner mit seinem kraftstrotzenden Porsche 911 GT2 RSR Biturbo. Mit diesem stürmt der „Austria Express“ zur überlegenen Trainingsbestzeit und zum souveränen Klassengewinn. Am Übungssamstag lässt er die 1-Minuten-Schallmauer noch intakt. „Aber morgen sollte es noch schneller gehen, so um die 58 Sekunden in etwa. Die tolle Atmosphäre hier, in der ich mich so richtig wohl und gut aufgehoben fühle, wird mich zusätzlich motivieren“ gibt er am Samstag zu Protokoll. Gleich zu Beginn des Rennsonntags unterbietet er seine eigene Prognose sogar, fährt 57,650, ist auf dem Zielstrich im zweiten Run 207,01 km/h schnell. Unter seinen nächsten Verfolgern sind die Positionen von Anfang an stets gleich verteilt: Norbert Handa ist im Lancia Delta Integrale Evo Zweiter, Norman Struckmann holt sich im Ford Escort RS Cosworth Rang drei. Im spektakulären Audi Quattro Sport S1 E2 sprintet Keith Edwards mit Katapultstarts auf Rang vier. Und auch in dieser Klasse gibt es ungebetenen Besuch, ihr wisst sicher schon von wem. Auf dem Speiseplan der Technikhexe steht auch Andrä Schrörs, er war bei der Premiere seines Lotus Esprit V8 Biturbo sogar schon am Samstag dran. Vor Trainingssitzung drei zerbröselt sie noch am Vorstart die Kraftübertragung, jeglicher Vortrieb ist weg.

Weg war übrigens auch sehr schnell die Hälfte des E2-Silhouetten Feldes. An Mike Mannings Ford Puma ging der Turbolader ein, am wunderschönen neuen Audi R8 von Keith Murray sorgte Gearbox-Trouble für das Aus. Ob sich die Defekthexe dabei von der Brexit Entscheidung beeinflussen ließ ist nicht bekannt. Jedenfalls waren die beiden Jungs von der Insel ab Trainingslauf zwei nicht mehr dabei, die E2-SH daher leider auf das Duell zwischen Altmeister Norbert Brenner im DTM Opel Vectra GTS V8 und Holger Hovemann im erneut verbesserten Kadett GT/R Risse V8 reduziert. In diesem Zweikampf hat Norbert Brenner ab Probegalopp drei stets die Oberhand, holt sich die Pole Position und den Rennsieg. Diesen 5,022 Sekunden vor Holger, was am Iberg einem Defizit von 61 Hundertstel pro Rennkilometer entspricht. Das ist nicht mehr viel und unterstreicht Holgers Aussage „wir sind auf dem richtigen Weg“. Da warten wir schon gespannt darauf, ob und wieviel der Wert für die Zeitdifferenz je Kilometer auf den nächsten Strecken variiert. Und in welche Richtung er sich bewegt.

Die Richtung der Iberg-Macher ist dagegen klar. Freundlichkeit ist oberstes Gebot. Und so gibt es bei der Siegerehrung sogar drei Damenpokale. Für Steffi Deutsch, Silvia Ebenhöh und Bea Flik. Auf Gesamtrang fünf sichert sich Herbert Pregartner auch den Tourenwagensieg vor Norbert Handa (TWP2) und André Wiebe auf der Drei. 1600er Gewinner Stefan Faulhaber ist in der Division 1 Wertung Vierter, der 1,4-Liter Überflieger Hansi Eller Sechster. Zwischen den beiden Letztgenannten rangiert Marco Fink auf TW-Position fünf. Auf Seite eins der Gesamtergebnisliste, die 24 Teilnehmer umfasst, sind 13 Tourenwagen zu finden. Das beweist deren Top-Performance.

Und genau die möchten wir auch bei den nächsten Veranstaltungen sehen und bewundern. Zum Beispiel am 09./10. Juli beim Österreich-Gastspiel in St. Anton an der Jeßnitz. Oder im Saarland, beim 43. Homburger ADAC Bergrennen am 16./17. Juli. Danach kehrt der Berg-Tross nach Thüringen zurück. Diesmal an den Glasbach, wo es am 30./31. Juli auch um Zähler zur Berg-Europameisterschaft geht. Insgesamt stehen einschließlich des Finales in Mickhausen noch neun Spielorte auf dem KW Berg-Cup Tourneeplan. Also sucht euch die für euch am besten erreichbaren davon aus, um an der Strecke mitzufiebern und um im Fahrerlager echte Benzingespräche zu führen. Ich bin sicher, wir sehen uns in der 29. KW Berg-Cup Saison noch oft. Ich freue mich schon darauf!

 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Götz und Pommer gewinnen Hitzeschlacht in Most im Mercedes-AMG

Die Schlange hat zugebissen: Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-Filter Team HTP) gewannen in der leuchtend gelben "Mamba" das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in Most und fuhren damit den ersten Saisonsieg für Mercedes-AMG ein. Die Positionen zwei und drei gingen wie am Vortag an die Corvette-Fahrer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) sowie die Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche. "Besser konnte es heute nicht laufen", jubelte Sieger Maximilian Götz im Ziel. "Es ist toll, den ersten Sieg in diesem Jahr geholt zu haben. Das war wichtig für die Meisterschaft."

Pole-Setter Götz setzt sich ab
 
Pole-Position, schnellste Rennrunde und ungefährdeter Sieg: Maximilian Götz und Markus Pommer hatten in Most am Sonntag trotz Temperaturen von knapp 25 Grad alles unter Kontrolle. Pole-Setter Götz blieb beim Start in Führung und fuhr danach einen Vorsprung von fünf Sekunden auf die Verfolger heraus. Teamkollege Pommer, der zur Rennmitte das Cockpit des Mercedes-AMG übernahm, brachte danach den ersten Saisontriumph souverän ins Ziel. Sein Vorsprung betrug am Ende 1,9 Sekunden. Für Götz war es der insgesamt fünfte Sieg in der Serie und der erste seit dem Lausitzring 2014. Partner Pommer musste nicht so lange auf einen weiteren Triumph warten. Seinen bisher einzigen Sieg hatte er 2017 auf dem Nürburgring eingefahren.
 
Zweite wurden wie im ersten Rennen die Corvette-Fahrer Kirchhöfer/Keilwitz, die die Sieger jedoch nie wirklich gefährden konnten. Den letzten Podestplatz schnappten sich - ebenfalls wie im ersten Durchgang - Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Porsche. Das Duo profitierte allerdings von einer Strafe des in der ersten Rennhälfte auf Podestkurs liegenden Mercedes-AMG von Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide MANN-Filter Team HTP), die die vorgeschriebene Mindestzeit beim Boxenstopp unterschritten und am Ende 16. wurden. Renauer und Jaminet bauten mit dem zweiten Podium in Folge ihre Führung in der Gesamtwertung aus.

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Jeffrey Schmidt und Stefan Mücke holen ersten ADAC GT Masters-Sieg

Premierenerfolg für Jeffrey Schmidt (24/CH) und Stefan Mücke (36/Berlin, beide BWT Mücke Motorsport) im ADAC GT Masters. Die Audi-Fahrer gewannen bei der Premiere der "Liga der Supersportwagen" in Tschechien das Samstagsrennen in Most. Platz zwei ging an Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) in der Corvette C7 GT3-R. Als Dritte fuhren die neuen Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ebenfalls auf das Podest. "Ich bin absolut sprachlos", so Sieger Stefan Mücke nach dem Rennen. "In einem so harten Umfeld einen Sieg zu holen ist absolut was Besonderes - vor allem wenn es mit dem eigenen Team gelingt."

Schmidt und Mücke souverän an der Spitze
 
Während Premieren-Pole-Setter Jeffrey Schmidt beim Start erfolgreich die Führung verteidigte, wurde es dahinter turbulent. Alexander Zöchling (30/A, MRS GT-Racing) verdrängte im BMW M6 GT3 Marvin Kirchhöfer auf Rang zwei, noch weiter hinten kollidierten in Kurve zwei mehrere Fahrzeuge und sorgten für eine kurze Safety-Car-Phase. Nachdem in Runde vier das Rennen wieder freigegeben wurde, setzte sich Schmidt an der Spitze leicht ab. Beim Fahrerwechsel zu Teamkollege Stefan Mücke hatte er einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden herausgefahren. Auch der Berliner blieb souverän an der Spitze und baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf mehr als fünf Sekunden aus. Im Ziel lag er schließlich 4,3 Sekunden vor Kirchhöfer/Keilwitz. Sowohl für Jeffrey Schmidt als auch für Stefan Mücke war es der erste Sieg im ADAC GT Masters, für ihren Rennstall BWT Mücke Motorsport der insgesamt dritte. Schmidt gewann zudem in der Pirelli-Junior-Wertung.

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Doppelsieg für Lamborghini im zweiten Saisonrennen

Lamborghini war im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben das Maß der Dinge: Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) siegten mit 1,8 Sekunden Vorsprung vor ihren Markenkollegen Rolf Ineichen (29/I) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team). Als Dritte holten Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bonn, beide HB Racing) den ersten Podestplatz für den in diesem Jahr in der "Liga der Supersportwagen" debütierenden Ferrari 488 GT3. "Das war perfekt", freute sich Sieger Bortolotti. "Die Leistung war richtig gut. Wir haben keine Fehler gemacht und sind sehr zufrieden."

Lamborghini-Duo behauptet Führung
 
Das zweite Saisonrennen stand vor mehr als 25.000 Zuschauern (am Wochenende) ganz im Zeichen der beiden Lamborghini Huracán, die sich bereits im Qualifying die ersten beiden Positionen gesichert hatten. Polesetter Christian Engelhart verteidigte beim Start gegen Markenkollege Andrea Caldarelli die Führung. Während die Reihenfolge an der Spitze bis zu Pflichtboxenstopps zur Rennmitte gleich blieb, setzte sich das Duo stetig von den Verfolgern ab. Doch kurz nachdem Rolf Ineichen von Engelhart und Mirko Bortolotti von Caldarelli übernommen hatten, wechselte die Führung: Bortolotti ging in Runde 23 am Markenkollegen vorbei und eroberte den ersten Platz. Auch danach dominierten die beiden Lamborghini das Rennen. Bis zum Einsatz des Safety-Cars zur Bergung des Mercedes-AMG von Kim-Luis Schramm (20/Ilmenau) hatten sie bereits einen Vorsprung von rund zehn Sekunden auf die Verfolger herausgefahren. Bortolotti gelang danach ein problemloser Sieg und sah 1,8 Sekunden vor Ineichen die Zielflagge. Für Bortolotti war es der dritte Sieg im ADAC GT Masters, für seinen neuen Teamkollegen Caldarelli der erste. Ineichen sicherte sich als Zweiter den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung.

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