49. Osnabrücker Bergrennen 2016 News No. 10 - Top Starterfeld

Rekordverdächtig! - 216 Nennungen aus 16 Nationen

Deutschlandpremiere: Reto Meisel mit dem phantastischen Mercedes Benz Carlsson SLK 340 Judd V8. Italienischer Berg-Superstar und Schweizer Titelverteidiger: Christian Merli, Italien und Joel Volluz, Schweiz, beide im Osella FA 30 als heiße  Favoriten auf Gesamtsieg, Eric Berguerand im Formel 3000 weiterer Anwärter. Top Team von der Langstrecke will den Berg erobern: Walkenhorst Motorsport startet mit BMW M 6 GT3 und BMW Z 4 GT3.  So ist es wohl ein wenig ein Zufall, dass sich im Jahr 2016 insgesamt 216 Fahrerinnen und Fahrer aus 16 Nationen für den 6. Lauf zum FIA Int. Hill Climb Cup 2016 und Deutschen Automobil-Bergmeisterschaft 2016 eingeschrieben haben.

Die gesamte Starterliste 2016 ist auf der Homepage des Veranstalters unter dem Link: http://www.msc-osnabrueck.com/mediathek/downloads/bergrennen/starterlisten/starterlisten-2016/ veröffentlicht.

Endlich kommt er auch nach Deutschland: So wird sich eine große Fanschaar auf den Weg machen, um das derzeit wohl in Europa mit am meisten bewunderte Fahrzeug am Berg erstmals in Deutschland zu erleben. Der Schweizer Automobilhändler Reto Meisel kommt mit dem phantastischen Mercedes Benz Carlsson SLK 340 Judd V 8 in das Osnabrücker Land und eins ist schon jetzt sicher: das Fahrzeug wird das gesamte Wochenende von den Fans und den Medienvertretern dicht umlagert sein. Mehr als zwei Jahre hat das Team Meisel an dem Aufbau gearbeitet und in diesem Jahr werden erstmals mehrere Einsätze, vorrangig in der Schweizer Meisterschaft gefahren und jetzt präsentiert der ehrgeizige Rennfahrer ein mit einem unglaublichen Sound ausgestattetes supermodernes Rennfahrzeug, das immer besser in Fahrt kommt.

Bisher schien den absolut schnellsten europäischen Bergfahrern jenseits der Alpen der Weg zum nördlichsten Bergrennen zu weit zu sein, doch in diesem Jahr wird einer der besten Profis in der Europa-Bergmeisterschaft die Strecke am „Uphöfener Berg“ in Angriff nehmen und dabei sicher auch den im Jahre 2013 aufgestellten Streckenrekord von 51,434 sec. bei günstigen Bedingungen im Visier haben: Christian Merli, Werksfahrer bei Osella, startet auf seinem in dieser Saison äußerst erfolgreichen Osella FA 30, mit dem er bis heute bei 6 von 7 Läufen zur Europa-Bergmeisterschaft 2016 in seiner Gruppe volle Punkte einfahren konnte und aktuell auf dem 2. Platz immer noch in Lauerstellung zum Titel steht. Sein großer Widersacher in Osnabrück dürfte der junge Schweizer Joel Volluz werden (ebenfalls Osella FA 30), der in 2015 einen glanzvollen Sieg in Osnabrück errang und dem die Strecke bestens vertraut ist. Und dann ist da noch sein Landsmann Eric Berguerand, Osnabrück-Gewinner 2014, der seinem nochmals optimierten Lola FA 99 Formel 3000 immer für eine Überraschung gut ist und somit mit zu den engsten Favoriten zählt.

Weitere sechs Formel 3000-Piloten sorgen nicht nur für einen begeisternden Sound, sondern werden allesamt mit ihren rund 500 PS starken Boliden in die Phalanx der Spitzengruppe einbrechen wollen. Ob der Schweizer Simon Hugentobler , der Franzose Daniel Allais (beide Reynard 97 D), der erstmals nach Osnabrück kommt oder auch Philippe Guelat aus der Schweiz mit einem Lola T 94/50 und Antoine Lombardo (F), ebenfalls mit einem Lola – sie bieten dem Publikum einen phantastischen Bergrennsport. Außerdem wollen auch der beliebte Luxemburger Guy Demuth (Formel Libre G-Force) sowie der Pole Sebastian Folta  erstmals im Lola T 96/50 in Deutschland am Start wieder dabei sein.

Im Osnabrücker Land ist das mit super aktuellen Rennfahrzeugen aus dem Hause BMW ausgestattete Team von Walkenhorst Motorsport beheimatet. Teamchef Henry Walkenhorst, in den vergangenen Jahren bereits jeweils unter den Top 3 in der Gesamtwertung der Tourenwagen platziert, bringt in diesem Jahr wieder zwei wunderschöne und super schnelle GT-Rennwagen an den Start, die Beide sicherlich für einen absoluten Spitzenrang prädestiniert sind:

Der finnische Rennprofi Matias Henkola fährt einen spektakulären BMW M 6 GT 3 und auch hier werden sich Menschentrauben bilden, wenn der grandiose Sound des neuen Boliden aus Bayern ertönen wird. Mit einem hervorragenden 5. Platz im Gesamtklassement beim 5. Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft untermauerte der schnelle Finne sein Können und dürfte auch in der Tourenwagen-Gesamtwertung ein gewichtiges Wörtchen mitreden dürfen. Henry Walkenhorst greift, wie im vergangenen Jahr, in das Lenkrad eines BMW Z 4 GT3 und da er die Strecke bestens kennt, ist auch ihm eine Menge zuzutrauen.

Klar ist, dass es sowohl bei den offenen Rennsportwagen als auch den Tourenwagen eine große Anzahl von weiteren ganz schnellen Piloten und somit auch Favoriten gibt:

Mit 19 ( ! ) Startern erlebt die Klasse der Formel 3 und anderen Formel-Marken - Fahrzeugen ein sowohl qualitativ als auch quantitativ schon lange in Europa nicht mehr gesehenes Feld.

Hier wird der letztjährige Sieger Anthony Loeuilleux (F), Tatuus Formula Master Honda von zahlreichen hochkarätigen Piloten gejagt. Eigentlich könnte  man hier fast alle Fahrer in dieser Klasse namentlich aufzählen, denn Chancen für eine Spitzenposition kann man getrost fast 10 Formelfahrern einräumen. So kommt der Gesamtsieger des diesjährigen Bergrennens St. Anton (A), Andreas Stollnberger aus Österreich mit dem Opel Dallara F 3 ebenso wie die ganz schnellen Franzosen Anthony Gueudry, Alain Facon, Samy Guth, Philippe Fussillier (alle Dallara Formel 3) sowie deren Landsleute Damien Berney (Tatuus Formula Master) und Jerome Christoph (Tatuus Formula Renault) nach Osnabrück, nicht zu vergessen der Brite Paul Buckingham mit dem Dallara-Mercedes sowie der schnellste und erfolgreiche deutsche Vertreter Frank Debruyne, ebenfalls Formel 3 Dallara-Opel.

Die offenen zweisitzigen Rennwagen der Gruppe C gehören nicht nur zu den schnellsten Vertretern am Berg, sondern wecken wegen ihrer Ähnlichkeit zu den Klassikern der großen Sportwagenrennen (wie z.B. in Le Mans) großes Interesse bei den vielen Besuchern. Der Sieger des Int. FIA Hill Climb Cups 2015 in der Kategorie der offenen Rennwagen, Vaclav Janik (Tschech. Republik) bekommt dabei mit dem Norma M20 FC harte Konkurrenz, obwohl seine bisherige Saison äußerst erfolgreich verlaufen ist. Besonders gespannt darf man auf den Auftritt des in Freiburg lebenden Slowenen Patrick Zajelsnik sein, der endlich wieder mit seinem Norma M20 F V8 dabei sein wird und sicher eine Spitzenposition im Gesamtklassement im Auge hat. Mit seinem ganz neuen LobArt LA01/Mugen möchte auch der beliebte Schweizer Marcel Steiner einen heißen Kampf bieten und hofft ohne technische Probleme weit nach vorne zu fahren. Nicht zu vergessen der Schweinfurter Osella-Pilot Uwe Lang, der den Osella PA 20 Evo in den vergangenen Jahren stets auf den neuesten technischen Stand und leistungsmäßig stark weiterentwickelt hat. Sehr gespannt darf man auf den belgischen Vize-Meister Emmanuel Gonay im Ligier sowie den erst 18 jährigen französischen Kart-Champion Ronnie Le Sausse sein, der in Frankreich in diesem Jahr bei diversen Bergrennen große Erfolge erzielt hat und natürlich auch sein Debüt in Deutschland gibt.

In der Kategorie der sogenannten E2-SH-Fahrzeuge (Rennwagen „mit Dach“) hoffen die Fans, dass neben Reto Meisel auch der in der Europameisterschaft erfolgreiche Tscheche Vladimir Vitver mit einem Ex-DTM Audi TT antritt. Einen wunderschönen Audi R 8 präsentiert der Engländer Keith Murray und neben weiteren internationalen Piloten wird der Odenwälder Holger Hovemann seinen „gelben“ mit fast 600 PS befeuerten Opel Kadett GT/R Risse V8 im KW Berg Cup an den Start bringen und natürlich seine vielen Fans an den „Uphöfener Berg“ locken.

Neben den bereits erwähnten GT-Boliden aus dem Team von Walkenhorst Motorsport gibt es eine Reihe weiterer Publikumsfavoriten bei den zahlenmäßig sehr stark vertretenen Tourenwagen. Der Schweizer Ronnie Bratschi möchte nach seinem technischen Ausfall in 2015 endlich mit dem fast 700 PS starken Mitsubishi Lancer Evo 8 sein Potential auch in Osnabrück unter Beweis stellen. Mit rund 900 PS bringt der wunderschöne Porsche 911 GT2 RSR des Österreichers Herbert Pregartner noch mehr Leistung auf die Straße und als ein absoluter Publikumsliebling der letzten Jahre ist der Brite Keith Edwards mit dem Audi Quattro Sport S1 dabei, nicht zu vergessen der Ferrari 355 GT des Eidgenossen Rene Ruch und der Norweger Tom-Einar Aaserud (Audi S 2). Freuen darf man sich auch auf einen der eher selten gewordenen Auftritte von Markus Wüstefeld im Ex-DTM Mercedes Benz AMG 190 E Evo.

Besonders stark besetzt ist das Feld des KW Berg Cup, und das in allen ausgeschrieben Klassen. Circa 70 Fahrerinnen und Fahrer mit ganz unterschiedlichen Fahrzeugmarken und-typen lassen das Herz aller Fans dieser in Europa äußerst erfolgreichen Breitensportserie höherschlagen. Man darf sich hier auf heiße Kämpfe um hundertstel Sekunden in der Cup-Wertung freuen und im Fahrerlager stehen die Piloten in den Rennpausen für das interessierte Publikum und den Medienvertretern gerne für die „Benzingespräche“ zur Verfügung. Weitere Details zum sehr lukrativen Starterfeld im KW Berg Cup werden noch bekanntgegeben (u.a. www.berg-cup.de).

Einen besonderen Anziehungspunkt im Fahrerlager stellt die Meute des NSU Bergpokals im KW Berg Cup dar. Immerhin ein Dutzend NSU-Racer haben in diesem Jahr genannt und man darf sich auch hier auf spannende Positionskämpfe freuen. Für viele Gäste des Bergrennens wecken die Renn-Prinzen eine besondere Erinnerung an vergangene Zeiten, in denen man als Fahranfänger einen NSU im Straßenverkehr, natürlich nicht so getunt wie die NSU TT am Berg, bewegen durfte.

Auch die Klasse aus dem „Kampf der Zwerge“ erinnert an glorreiche Zeiten im Automobilsport. Die Fiat Abart 1000 – Modelle waren in den 60er und 70er Jahren ein Highlight bei unzähligen Rundstrecken-und Bergrennen und nicht selten gewannen Piloten auf diesen Fahrzeugen wertvolle Titel. Ein halbes Dutzend Enthusiasten werden auch in diesem Jahr beweisen, dass die motorsportliche Zeit des Fiat Abarth noch lange nicht abgelaufen ist. Außerdem werden in der offiziellen Meisterschaftsserie der GLPBerg eine bunte Mischung von historischen Fahrzeug-„Schätzen“ und  Youngtimer an den Start gehen (z.B. Porsche 944, Lotus Seven, Mercedes Benz 280 CE, Historische Formel 3, VW Käfer).

Bei der 4. Auflage des E-Mobil-Berg-Cups um den Großen Preis der Stadtwerke Osnabrück präsentieren sich 22 Fahrzeuge mit einer modernen und zukunftsweisenden Antriebstechnik. In der „kleinen“ Klasse der Elektro-Fahrzeuge bringt Nissan den Leaf an den Start, pilotiert vom letztjährigen Gesamtsieger des E-Cups, Marcel Müller. Daneben kommen hier u.a. VW e-Golf, E-Smart, der Renault Zoe von Thomas Weser (Langenbach) und mehrere Renault Twizy zum Einsatz. Bei den leistungsstärkeren Elektro-Fahrzeugen werden der Tesla Roadster von Michael Eymann sowie der RWE-Tesla Model S mit dem Piloten Jürgen Zarth das Potenzial der rund 400 PS auf der Strecke vorstellen. In der Klasse der E-Prototypen ist erstmals ein Formel-Fahrzeug der Formula Student des IRT-Teams der Fachhochschule Osnabrück dabei, ebenso starten der Niederländer Stefan Halsema mit einem elektrisch angetriebenen Lotus Super Seven und Robert Troost feiert mit dem CC ZH-ZTR Electric bei seinem ersten Einsatz mit diesem Prototypen Premiere. Besonders attraktiv ist die Klasse der Hybridfahrzeuge besetzt. Mit dem Volkswagen XL 1 präsentiert Volkswagen Osnabrück sein Ein-Liter-Fahrzeug der Öffentlichkeit in einem Wettbewerb. Gefahren wird das vielbeachtete Fahrzeug von Klemens Zach, der maßgeblich an der Entwicklung des Fahrzeugs beteiligt war. Der erfahrene Osnabrücker Automobilkaufmann Michael Starke strebt mit dem Porsche Panamera S E-Hybrid eine Titelverteidigung des Gruppensieges aus 2015 an. Neben Opel Ampera und Audi Q 7-etron hat er es dabei mit gleich zwei BMW i8 Startern zu tun. Sowohl Christian Niehaves als auch Laurence Mehl wollen ebenfalls ganz vorne dabei sein. Allerdings ist im E-Cup Chancengleichheit gewahrt, denn schließlich geht es hier nicht um die Erzielung der Höchstgeschwindigkeit, sondern um eine möglichst gleichmäßige Fahrweise und der Pilot bestimmt sein Tempo selber.

Der Veranstalter hofft auch in diesem Jahr viele tausend Gäste in Hilter-Borgloh am „Uphöfener Berg“ begrüßen zu dürfen. Die Rahmenbedingungen dazu mit einem erstklassigen Starterfeld sind jedenfalls gestellt.

Alle Informationen zum Int. Osnabrücker Bergrennen gibt es im Internet unter www.msc-osnabrueck.com sowie auf der  Facebook-Seite https://www.facebook.com/MSC.Osnabrueck

Weitere Pressefotos zur freien Verwendung stehen unter

http://www.msc-osnabrueck.com/presse/pressefotos/  zur Verfügung.

 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Pommer/Kirchhöfer holen dritten Saisonsieg

Platz zwei für Maximilian Götz und Indy Dontje im Mercedes-AMG. Tabellenführer Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde auf Platz drei.

Corvette und Red Bull Ring - dass diese Kombination perfekt zueinander passt, zeigte sich einmal mehr im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters. Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) fuhren mit ihrer Corvette C7 GT3-R im sechsten Saisonrennen der "Liga der Supersportwagen" ihren dritten Sieg ein. Es war der insgesamt neunte für den US-Sportwagenhersteller auf dem österreichischen Kurs. Rang zwei ging an die Mercedes-AMG-Fahrer Indy Dontje (26/NL) und Maximilian Götz (33/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP), Platz drei an die Tabellenführer Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide HCB-Rutronik Racing). "Ein toller Erfolg", freute sich Sieger Pommer. "Ich hätte vor der Saison nicht damit gerechnet, dass wir in meinem ersten Corvette-Jahr so stark in die Saison starten und drei der ersten sechs Rennen gewinnen würden."

Corvette-Piloten Pommer und Kirchhöfer haben alles unter Kontrolle
Pommer und Kirchhöfer zeigten bei ihrem dritten Saisonsieg eine nahezu perfekte Leistung. Nachdem der ehemalige Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya das Feld der 30 Supersportwagen auf die Reise geschickt hatte, kamen die Verfolger dem Corvette-Duo nur in der Startrunde kurz nahe. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase wegen einer Kollision im Hinterfeld während der Startrunde setzte sich Polesetter Kirchhöfer stetig vom Feld ab und fuhr zwischenzeitlich einen Vorsprung von mehr als fünf Sekunden heraus. Mit solidem Polster übernahm Pommer zur Rennmitte und stellte mit einem Vorsprung von 4,6 Sekunden den 35. Sieg einer Corvette im ADAC GT Masters sicher.

Ereignisreicher war dagegen der Kampf um die Podestplätze. Beim Start verbesserte sich der von Platz vier losgefahrene Porsche-Pilot Thomas Preining kurzzeitig auf die zweite Position, doch der Qualifyingzweite David Jahn holte sich diese noch in der Auftaktrunde zurück. Während Jahn anschließend bis zum Fahrerwechsel den zweiten Rang behauptete, musste Preining seinen Porsche nach zwölf Runden wegen eines Defektes abstellen. Dadurch rückte Mercedes-AMG-Fahrer Götz in seinem 100. ADAC GT Masters-Rennen auf den dritten Rang vor. Partner Dontje verbesserte sich durch ein geschicktes Boxenstopp-Timing zur Rennmitte um eine weitere Position und brachte die "gelbe Mamba" auf Platz zwei ins Ziel.

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Sylvest und Klingmann holen ersten BMW-Saisonsieg

Spannung bis in die letzte Runde bot das fünfte Saisonrennen des ADAC GT Masters.

Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (28/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing) setzten sich auf dem Red Bull Ring in Österreich mit ihrem BMW mit lediglich 0,289 Sekunden Vorsprung knapp gegen die Corvette-Fahrer Sven Barth (38/Eberbach) und David Jahn (28/Leipzig, beide RWT Racing) durch. Rang drei ging an das Porsche-Duo Klaus Bachler (27/A) und Timo Bernhard (38/Homburg/Saar, beide Küs Team75 Bernhard). "Es war am Ende wirklich eng", sagte Sieger Klingmann nach seinem ersten ADAC GT Masters-Sieg seit 2015. "Ich war froh, dass das Rennen nicht noch länger gedauert hat. Nach unserem Pech in den vergangenen Rennen haben wir den Sieg wirklich verdient."

Enger Kampf zwischen BMW, Corvette und Porsche
Der erste Sieg von BMW seit dem Saisonstart 2017 war hart erkämpft. Pole-Setter Sylvest verteidigte beim Start mit dem M6 GT3 seine Spitzenposition. Danach setzte sich der Däne leicht von Klaus Bachler im Porsche ab, der sich vom vierten Startplatz auf Rang zwei verbessert hatte. Bis zu den Pflichtboxenstopps pendelte sich der Vorsprung der beiden Erstplatzierten bei rund 1,2 Sekunden ein. Sylvests Partner Jens Klingmann baute danach ihn danach zwischenzeitlich bis auf zwei Sekunden aus, doch in der Schlussviertelstunde kam Corvette-Pilot David Jahn immer näher und setzte den BMW-Mann unter Druck. Jahn hatte beim Pflichtboxenstopp den US-Sportwagen auf Platz drei liegend von Sven Barth übernommen und direkt danach Timo Bernhard, der von Klaus Bachler übernommen hatte, von Position zwei verdrängt. Anschließend verringerte der Corvette-Pilot seinen Rückstand auf den Führenden stetig und lag in der Schlussphase direkt hinter dem BMW. Klingmann behielt jedoch die Nerven und verteidigte die Spitzenposition. Nach 40 Runden sah er schließlich mit 0,289 Sekunden Vorsprung als Erster die Zielflagge.

Während Klingmann seinen insgesamt neunten Sieg im ADAC GT Masters holte - seinen ersten seit Zandvoort 2015 -, war es für Teamkollege Sylvest der erste überhaupt. Sylvest gewann zudem die Pirelli-Junior-Wertung. Für MRS GT-Racing ging mit dem Triumph eine neunjährige Durststrecke zu Ende. 2011 gewann die Mannschaft aus Lonsee das allererste Rennen der "Liga der Supersportwagen" überhaupt auf dem Red Bull Ring, damals mit einem Porsche.

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Sieg für Corvette-Duo Pommer/Kirchhöfer in Most

Mike David Ortmann siegt in der Pirelli-Junior-Wertung, Fabian Vettel erstmals auf dem Podium. Rolf Ineichen gewinnt Pirelli-Trophy-Wertung.

Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) waren im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters das Maß der Dinge und holten mit ihrer Corvette C7 GT3-R ihren zweiten Sieg der Saison. Platz zwei ging bei frühsommerlichen Bedingungen an Rolf Ineichen (40/CH) und Franck Perera (34/F, beide Orange1 by GRT Grasser) im besten Lamborghini Huracán, Dritte wurden David Jahn (28/Leipzig) und Sven Barth (38/Eberbach, beide RWT Racing) in der zweiten Corvette im Starterfeld. "Ich bin sehr happy", sagte Sieger Kirchhöfer. "Mit zwei Siegen in den ersten vier Rennen kann ich sehr gut leben."

Turbulente erste Rennhälfte
Die Vorentscheidung über den Sieg fiel bereits beim Start, als der von Platz zwei losfahrende Kirchhöfer auf dem Weg zur ersten Kurve an Pole-Setter Franck Perera vorbeizog. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase zur Bergung des Audi von Pierre Kaffer, der einen Reifenschaden nach einem Kontakt am Start erlitten hatte, setzte sich Kirchhöfer an der Spitze leicht vom Feld ab. Doch der Vorwärtsdrang des 25-Jährigen wurde nach zwölf Runden gestoppt, als nach einer Berührung im Kampf um Rang vier zwischen Thomas Preining (20/A, Precote Herberth Motorsport) und Corvette-Fahrer David Jahn der Porsche des Österreichers in die Leitplanken einschlug. Zur Bergung des Neunelfers und zur Reparatur der Streckenbegrenzung wurde das Rennen für knapp zehn Minuten unterbrochen. Auch nach dem Restart hinter dem Safety-Car blieb Kirchhöfer vorn. Partner Pommer, der beim Pflichtboxenstopp das Steuer der Corvette übernahm, fuhr danach souverän den Sieg nach Hause. Im Ziel hatte er drei Sekunden Vorsprung und sicherte damit sich und Kirchhöfer den zweiten Sieg 2019. 

Die Lamborghini-Piloten Franck Perera und Rolf Ineichen hatten den Gewinnern nur wenig entgegenzusetzen, durften sich aber über Rang zwei - ihrem zweiten Podest des Jahres - freuen. Ineichen gewann damit ebenfalls zum zweiten Mal in dieser Saison die Pirelli-Trophy-Wertung. Der Kampf um Platz drei entschied sich dagegen erst in den Schlussrunden. Der BMW M6 GT3 von Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (28/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing) lag bis wenige Runden vor dem Ziel auf Podiumskurs, bis Sylvest wegen Problemen mit der Benzinpumpe aus den Punkterängen zurückfiel. Damit war der Weg frei für die Corvette von David Jahn und Sven Barth (38/Eberbach), die zuvor den BMW unter Druck gesetzt hatten und danach Jagd auf den zweitplatzierten Lamborghini machten.

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