Der KW Berg-Cup am Glasbach: Aller guten Dinge sind drei!

Es hat geklappt! Erstmals konnten auch in der Kombi Berg-Europameisterschaft plus Prädikate wie Deutsche Berg-Meisterschaft, KW Berg-Cup und NSU-Bergpokal drei Wertungsläufe auf der 5,5-Kilometer-Version der Glasbachstrecke, die zurzeit die längste Gipfelstürmerpiste in Deutschland ist und von allen Experten als die sicherste und modernste in Europa eingestuft wird, durchgezogen werden. Dabei sah es am Trainingssamstag des „21. Int. ADAC Glasbachrennens“ noch gar nicht unbedingt danach aus. Mit leicht verspätetem Beginn auf teilweise noch leicht feuchter Piste und mehreren Vorfällen auf und neben der Strecke konnten nur zwei Übungsläufe realisiert werden. Aber über Nacht zog dann ein neuer Geist im südlichen Thüringer Wald ein. Punkt 8:30 Uhr gestartet und mit konsequent gestrafftem Ablauf wurde trotz mehrerer Unterbrechungen, bei denen oftmals auch Flüssigkeiten gebunden werden mussten, das Ziel von drei Runs erreicht. Und wenn auch das Rennende mit 18:35 Uhr etwas spät lag, es war bis zum letzten Starter ultraspannend mit Berg-Racing auf allerhöchstem Niveau.

Bevor wir in die Berichterstattung über das Geschehen in den einzelnen Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven einsteigen, sind noch schnell zwei Punkte zu erwähnen. Der eine ist der Wertungsmodus von „zwei aus drei“. Im Klartext: Von den drei Auffahrten gingen nur die beiden schnellsten erzielten Zeiten in die Wertung ein. Dieses System hat sicherlich Pros und Kontras, ob es optimal ist, das wollen wir hier und jetzt nicht diskutieren. Auf jeden Fall war schon Glück oder Petrus im Spiel, als im dritten Run zu Beginn der etwas längeren Unterbrechung nach dem Motorplatzer am Peugeot 106 von Luigi D’Acri erste Regentropfen auf das sonst sonntags stets trockene Asphaltband fielen. Zum Glück hielten diese nicht länger an, sonst wäre das prickelnde Finale wohl im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen. Top zwei ist, dass eine durchgängige Reportage bei „zwei aus drei“ etwas schwierig ist, weil es ja keinen kontinuierlichen Fortgang gibt. Aber wir wollen trotzdem versuchen, das Geschehen so hautnah wie möglich zu vermitteln. Wie immer in der Reihenfolge, in der am Glasbach gestartet wurde.

Der „Polesetter“ des NSU-Bergpokals ist Jörg Davidovic. Er benötigt 1,082 Sekunden weniger für die 5,5 Kilometer als Jörg Höber auf Trainingsposition (TP) zwei. Dann folgen mit etwas Respektabstand Thomas Krystofiak als Dritter sowie Uwe Schindler auf der Vier und Glasbach-Neuling Alexander Follmann als Fünfter. Zum Rennauftakt setzt sich Jörg Höber an die Spitze, 0,658 Sekunden vor Jörg Davidovic (P2) sowie Thomas Krystofiak, der etwas mehr als 4 Sekunden auf den Leader einbüßt. Wie am Ende des Übungstages ist Uwe Schindler Vierter, Alex Follmann Fünfter. Im zweiten Heat schaltet Jörg Davidovic in den Angriffsmodus, setzt mit 2:56,836 die schnellste NSU-Einzellaufzeit, zoomt sich bis auf 39 Tausendstel an Jörg Höber heran. Und stöhnt während der Talfahrt „der Jörg macht es hier echt spannend und ist sehr schnell unterwegs“. Thomas Krystofiak bleibt Dritter, Uwe Schindler kommt nicht oben an. Dadurch rückt Alex Follmann auf die Vier auf, neuer Fünfter ist Wolfgang Schwalbe. Mit 2:57,216 setzt Jörg Höber im finalen dritten Run seine persönliche Bestmarke, Jörg Davidovic seinerseits wird etwas langsamer. Das reicht für Jörg Höber nach sehr konstanten Fahrten zum Sieg, 169 Tausendstel vor Jörg Davidovic (P2). Die Plätze drei bis fünf bleiben unverändert. Rang drei für Thomas Krystofiak, Alex Follmann beendet sein Glasbach Wochenende als Vierter, Wolfgang Schwalbe als Fünfter.

Leider sind nur zwei 1150er in den Thüringer Wald gekommen. Das bedeutet nach den Berg-Regeln Zusammenlegung mit den 1400ern. Da aber während des Rennens nach Nennklassen gewertet wurde, wollen wir die beiden 1,15-Liter-Vertreter Thomas Stelberg im Schneider Polo Coupé 16V und Jürgen Heßberger mit seinem Fiat 127 Sport Martini Racing 8-Ventiler gerne auch einzeln betrachten. Der Probesamstag geht – der Papierform entsprechend – an Thomas Stelberg. Der Sonntag allerdings beginnt anders. Beim Polo flutschen die Gänge des sequentiellen 6-Gang Getriebes nicht wie gewünscht rein. Das nervt und kostet Zeit. Und schon ist Jürgen Heßberger vorne. Aber es ist knapp, wir sprechen von 6 Hundertsteln. Auch Heat zwei geht an Jürgen, einsatzfreudig baut er seinen Vorsprung auf 0,712 Sekunden aus. Technik-Guru Jürgen Schneider, der Teampartner von Thomas Stelberg, hat sich mittlerweile mit der störrischen Polo-Schaltung befasst. Mit Erfolg, denn im letzten Anlauf stürmt Thomas nach vorne, wandelt seinen Rückstand in einen Siegervorsprung von 0,886 Sekunden um.

Die 1,4-Liter Homburg-Sensation wiederholt sich am Glasbach nicht. Dennoch sind die 8-Ventiler echt stark unterwegs, mischen zumindest im Training wieder sehr weit vorne mit. Die erste Startreihe beanspruchen aber zwei 16V’s für sich: Hansi Eller ist im Minichberger Scirocco der Schnellste, Franz Weißdorn fährt im VW Polo GT auf die Zwei. Dann folgt der flotteste 8-Ventiler. Das ist Nils Abb (TP3) im VW Schneider Polo, der in der zweiten Auffahrt aber ein „Aha-Erlebnis“ samt Feindberührung hat. Das kostet eine Spurstange, kratzt vielleicht auch das Fahrer-Ego etwas an. Danach geht es gemischt weiter. Im Schneider Polo 16V ist Thomas Pröschel Vierter, auf der Fünf taucht mit Frank Lohmann im VW Polo II wieder ein 8-Ventiler auf. Aber die 16V Jungs wollen das nicht so stehen lassen, wozu haben sie schließlich ihre Mehr-PS unter der Haube? Entweder geht nun bereits in der Nacht zum Sonntag ein ähnlicher Ruck durch sie wie eingangs bei den Organisatoren beschrieben, spätestens aber während des Rennens. Um es gleich vorweg zu nehmen: Auf den Plätzen eins und zwei ändert sich während des ganzen Wettbewerbes nichts. Hans-Peter Eller ist unantastbar auf der Eins unterwegs, Franz Weißdorn ebenfalls relativ ungefährdet auf der Zwei. Aber dahinter gibt es „Bäumchen wechsle dich“ zu Hauf. Nach Auffahrt eins ist Thomas Pröschel Dritter, Nils Abb Vierter und Frank Lohmann Fünfter. Die Abstände riechen nicht unbedingt nach Änderungen. Aber es gibt sie dennoch. Nils Abb robbt sich an Thomas Pröschel vorbei auf die Drei, schiebt diesen um 97 Tausendstel auf Rang vier zurück. Und Hugo Moser, zuletzt 2013 am Glasbach unterwegs, findet plötzlich fast 4 Sekunden, stürmt so bis auf Rang fünf vor. Im dritten Run kollabiert zu Beginn der Klasse wie bereits berichtet der Motor im D’Acri Peugeot, Tropfen fallen kurz. Als es weitergeht, verzichten Hansi Eller und Franz Weißdorn auf das Finale. Dank „zwei aus drei“ haben sie ihre Positionen auch so auf sicher. Zu ihnen gesellen sich drei weitere Teilnehmer, die sich am unteren Ende der Ergebnisliste befinden. Der Rest greift nochmals an. Nils Abb lässt nun im Eifer des Gefechts die Schikane rechts liegen, das bringt 30 Strafsekunden. Und da Thomas Pröschel und Hugo Moser weiterhin beherzt angasen, ziehen beide an Nils vorbei. Thomas steigt als Dritter mit auf das 1400er Siegerpodest, Hugo wird Vierter. Nils bleibt Platz fünf, dazu ein weiterer 1,4-Liter KW 8V-Trophy Sieg. Diesen holt er vor Marcel Hellberg (8V-P2) im Brügge Polo und Frank Duscher (8V-P3/VW Polo), der im letzten Heat seine persönliche Bestleistung markiert. Frank Lohmann beendet das Rennen auf 8V-Rang vier, verpasst den möglichen KW 8V-Trophy Podiumsplatz dabei lediglich um 217 Tausendstel. Berücksichtigt man die in die 1400er Abteilung hinein gelegten 1150er, dann ist in der so gewachsenen Klasse Jürgen Heßberger der Fünfte der „Roten“. Tut man dies nicht, dann gehört dieser Ehrenplatz VW Polo Pilot Klaus Streiberger.

Das 1,6-Liter Training endet mit der Bestzeit für Stefan Faulhaber im Minichberger Kadett 16V. Andy Heindrichs ist im Opel Risse Corsa 16V Zweiter, Manfred Schulte im Citroen Nemeth AX Kit Car Dritter, sein Junior im Citroen AX Sport Vierter. André Stelberg wird in Auffahrt eins durch ein Motorenproblem am VW Corrado 16V aus dem Verkehr gezogen. Manfred Schulte war übrigens erst in der zweiten und letzten Übungssitzung dabei, zuvor musste er sich noch um die Lenkradstellung seines Kit Cars kümmern. Wenn es eine Klasse gibt, in der sich die Defekthexe pudelwohl fühlt, dann scheint das am Glasbach die 1600er zu sein. Denn noch gibt sie keine Ruhe. Aber schon gar keine! Nur um Stefan Faulhabers Renner macht sie einen Bogen. Der geht am Sonntagmorgen prompt in Führung. Nach Nachtschicht ist auch André Stelberg wieder dabei. Einen kompletten Probegalopp hat er ja bekanntlich nicht hingekriegt, trotzdem ist er nur 767 Tausendstel hinter Stefan Zweiter. Das könnte noch spannend werden! Denn Andy Heindrichs auf der Drei und Manfred Schulte als Vierter liegen auch nur um knapp zwei Sekunden auseinander. Das ist bei 5,5 Kilometern pro Lauf keine sichere Bank. Vor allem, weil Manfred zum ersten Run mit dem Dämpfer im Hinterkopf starten musste, dass sein Junior Benedikt im Bereich der Schikane unmittelbar zuvor mit einem Antriebsdefekt ausgefallen war. In Heat zwei erreichen tatsächlich nur zwei 1,6-Liter das Ziel. Denn an Andys Corsa streikt die Elektrik, der Zündfunke fehlt, er rollt aus. Noch ärger erwischt es André: Der Motor macht wieder bösen Ärger, diesmal ist es das endgültige Aus. Reihung also Stefan Faulhaber vor Manfred Schulte. Bis zum Finale läuft Andys Corsa wieder. Dank „zwei aus drei“ wird er wenigstens gewertet. Als Dritter der ursprünglich fünf Teilnehmer in der Klasse. Das rettet wenigstens noch ein paar Punkte.

Im Wettbewerb der Abteilung bis 2000 Kubikzentimeter ist auch Thomas Strasser dabei, der mit dem Minichberger Scirocco 16V aus Tirol angereist ist. Am Glasbach trifft der St. Anton Klassengewinner auf die versammelte 2-Liter Elite. Die selektive Strecke hat er schnell drauf, am Samstag lässt er sich 1,438 Sekunden hinter André Wiebe (TP1) im Renault Williams Wiebe Laguna die zweitschnellste Zeit notieren. BMW 320iS Pilot Patrick Orth liegt als Dritter nur 656 Tausendstel hinter Thomas Strasser. Dann kommt ein Abriss zum flottesten 8V’ler. Das ist Christian Dümler auf Position vier. Ihm wiederum sitzt Marco Fink im BMW 320si WTCC dicht auf der Pelle, liegt nur 0,555 Sekunden zurück. Die nächsten Ränge beanspruchen schon wieder KW 8V-Trophy Teilnehmer. Im Briegel Kadett ist Michael Rauch Sechster, auf die Sieben fährt Alexander Pleier (Opel Kadett C-Coupé). Zum Rennbeginn erwarten alle eine harte Auseinandersetzung der drei Trainingsschnellsten. Daraus wird nur zum Teil etwas. Thomas Strasser geht am Start die Kraftübertragung verloren, der Vortrieb ist weg, der Scirocco rollt aus. Im Vergleich zu den Probe-Heats zieht das Tempo nochmals gewaltig an. André Wiebe setzt sich an die Spitze, 3,077 Sekunden vor Patrick Orth. Marco Fink hat sich auf die Drei nach vorne gefahren, dahinter taucht das 8-Ventiler Duo Christian Dümler (P4) und Michael Rauch (P5) auf. Diese Reihung übersteht auch den zweiten Run. Im Finale werden hinter Sieger André Wiebe noch Podestplätze getauscht. Mit starken Zeiten in der zweiten und dritten Auffahrt fängt Marco Fink nach 11 gewerteten Rennkilometern Patrick Orth noch um hauchdünne 213 Tausendstel ab. Wird so Zweiter, Patrick final Dritter. Das schon erwähnte 8V-Duo Christian Dümler (P4) und Michael Rauch (P5) läuft wie gehabt im Ziel ein. Dahinter spielt sich ein Krimi ab. Die Jungs und das Mädel auf den Plätzen sechs bis acht liegen innerhalb von 127 Tausendsteln zusammen, zwischen Rang sechs und elf ist das Zeitfenster 2,439 Sekunden schmal. Leistungsdichte nennt man das, stimmt‘s? Die Sechs sichert sich Alexander Pleier, Bea Flik fährt im Renault Megane Cup auf Platz sieben. VW Golf 1 16V Pilot Ralph Paulick wird Achter, Edi Bodenmüller im Kadett C-Coupé 16V Neunter, Roland Christall im Opel Ascona B Zehnter. Das 2-Liter KW 8V-Trophy Podium kennen wir bereits. Christian Dümler steigt auf die Stufe des Siegers, Michael Rauch flankiert ihn als Zweiter, Alexander Pleier als Dritter der „Roten“. Auf die Ehrenplätze fahren Roland Christall als Vierter und Daniel Bayer (Opel Kadett C-Coupé) als Fünfter.

Die Dieselklasse sieht einen VW Golf V R-TDI Cup. Jürgen Fechter ist in Training und Rennen der schnellere der beiden und gewinnt die Selbstzünder-Wertung vor Karlheinz Meurer.

Mit drei Teilnehmern schrammen auch die bis 3-Liter knapp an der Zusammenlegung vorbei. Sie sind eine reine KW Berg-Cup Angelegenheit. Rookie Alexander Bärtl darf sich mit der Opel Nemeth Kadett C-Limousine über die imaginäre „Pole-Position“ freuen. Aber es ist eine enge Kiste. Im BMW M3 E36 braucht Marcel Gapp, obwohl ihn technische Probleme einbremsen, nur winzige 19 Tausendstel mehr. Dritter im Bunde ist Alexander Wirth im Opel Ascona B. Viele fleißige Hände bringen den Gapp M3 am Samstagabend wieder in Bestform. Und damit im Rennen auf Position eins vor Alexander Bärtl (P2) und Alexander Wirth auf der Drei. Diese Formation hat alle drei Läufe lang Bestand. Das erinnert für ein einziges Mal ja fast an die Formel 1: Es wird gerannt wie an der Perlenschnur. Ob sich das irgendwann so wiederholt? Wohl eher nicht. Bleibt noch festzuhalten, dass sich Alexander Bärtl auch den 8-Ventiler Siegerpokal dieser Klasse schnappt. Vor seinem Markenkollegen Alexander Wirth (8V-P2).

Bleibt noch die Abteilung über 3000 Kubikzentimeter. In der herrscht Aufregung. Positive natürlich. Denn Rüdiger und Timo Bernhard haben sich angemeldet. Beide auf einem Porsche, klar. Langstrecken-Ass und WEC-Weltmeister Timo Bernhard ist gut drauf. Eine kleine Lücke hat sich in seinem Terminkalender aufgetan. Damit keine Langeweile aufkommt, unternimmt er mit Papa Rüdiger einfach einen Ausflug an den Berg. Ein Schelm, wer denkt, Porsche könnte ihn auf den Tourenwagen-Streckenrekord von Jörg Weidinger angesetzt haben. Auf jene 2:27,959, die der dreifache KW Berg-Cup Gesamtsieger mit dem Rottenberger BMW 318i STW 2014 in den Glasbach-Asphalt gebrannt hat. „Nein“ sagt Timo bei der Pressekonferenz lächelnd, „der Auftritt hier ist reine Privatsache, das hat mit meinem Arbeitgeber nichts zu tun“. Kontakt mit Jörg hatte er aber schon. Der ist um seinen Rekord echt besorgt. Berechtigt oder nicht, das ist hier die Frage? Im Training bleibt seine Marke auf jeden Fall völlig unangetastet. Mit 2:34,613 lässt sich Herbert Pregartner mit seinem Porsche 911 GT2 RSR die Bestzeit gutschreiben, 1,163 Sekunden vor Timo Bernhard, der sich in der zweiten Auffahrt einen Dreher leistet. Übungsdritter ist Norbert Handa im Lancia Delta Integrale Evo vor Golf-Turbo-Lady Sabine Röck (TP4) und dem Local Hero Marcus Gesell (Seat Leon Supercopa) als Fünftem. Jörgs Rekord übersteht auch den ersten Race-Heat. Der Stand entspricht dem Training. Leader „Pre“ Herbert Pregartner bleibt 0,933 Sekunden über Jörgs Fahrt von 2014, Timo Bernhard fehlen auf diesen Wert 893 Tausendstel mehr. Also sind beide dicht dran. Der Berg-Spezi im Turbo 911er näher als der Langstrecken-Champion im Sauger 991 GT3 in der aktuellen Cup-Spezifikation. Durchgang zwei beginnt, die Luft scheint urplötzlich elektrisch geladen zu sein. Timo startet perfekt und entschlossen. Er findet unterwegs unglaubliche 2,805 Sekunden, der neue TW-Streckenrekord ist mit 2:26,980 aufgestellt. Da „Pre“ etwas langsamer wird ist er die Führung los, Timo liegt nun um 1,406 Sekunden vorne. Puh, was für ein Tempo! Aber das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Im dritten Heat legt Timo Bernhard die Tourenwagen-Messlatte noch ein Stückchen höher. 2:26,426 ist die Zeit, die es in Zukunft zu schlagen gilt. Weils gerade so schön ist, fährt nun auch Herbert Pregartner mit 2:27,025 deutlich unter Jörgs alter Marke. Final gewinnt Timo 2,511 Sekunden vor „Pre“, Norbert Handa bleibt Dritter. Sabina Röck musste nach Lauf eins mit undichter Servolenkung aufgeben, damit rückt Marcus Gesell auf die Vier vor. Der Rumäne Sorin Botez wird im Mitsubishi Lancer Fünfter, Rüdiger Bernhard Sechster.

Holger Hovemann bekam den Opel Kadett GT/R Risse V8 für den Glasbach nach seinem St. Anton Problem nicht mehr rechtzeitig fertig. Daher findet der Wettbewerb der E2-Silhouetten Renner ohne direkte KW Berg-Cup Beteiligung statt. Also fast. Denn Berg-Cup e.V. Mitglied Ralf Kroll ist mit seinem Silver Car S2 CM-Renner angetreten. Allerdings hat er im Asturier Javier Villa im BRC B49 einen sehr harten Gegner gefunden, den er nicht knacken kann. Ralf wird 1600er Klassenzweiter. Sieger Javier ist phänomenal unterwegs: Er gewinnt die Gruppe E2-SH gegen die deutlich stärker motorisierten Konkurrenten souverän und beendet das Rennen auf Gesamtrang acht(!).

Zwei Porsche führen am Glasbach das Tourenwagen-Ranking an. Timo Bernhard ist auf Gesamtplatz fünfzehn auch der TW-Sieger. Rang zwei ist die Angelegenheit von Herbert Pregartner, die Drei gehört dem 2-Liter Sieger André Wiebe. Die Ehrenplätze vier und fünf gehen an BMW: Marco Fink ist Vierter und Patrick Orth Fünfter.

Bleibt noch schnell anzumerken, dass beim Glasbachrennen 2016 nicht nur der TW-Streckenrekord verbessert wurde. Sondern auch der absolute, der 2013 von Simone Faggioli auf einem Osella FA 30 mit 2:02,162 aufgestellt worden war. Und Simone höchstpersönlich schraubt, nun im zweisitzigen Norma M20FC Zytec-V8 unterwegs, seinen damaligen Bestwert gleich im ersten Heat auf 2:01,701 herunter. Unter dem Druck seines italienischen Landsmannes Christian Merli (Osella FA 30) muss der amtierende Abonnement-Berg-Europameister im dritten Run dann nochmals einen Zahn zulegen. Dabei erzielt er 2:01,557, sichert sich mit neuerlichem Rekord den Glasbach Gesamtsieg 0,852 Sekunden vor Christian Merli.

Der hat übrigens auch für das „49. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen“ genannt. Das Rennen in der Borgloher Schweiz geht in Kürze in Szene, am 06./07. August wird auf dem Uphöfener Berg gerannt. Es geht also mit Macht auf das letzte Drittel der 29. KW Berg-Cup Saison zu. Ebenfalls im August stehen auch noch Hauenstein (20./21.) sowie der Event in Oberhallau/CH (27./28.) auf dem Programm. Was heißt das nun für uns KW Berg-Cup Fans und Freunde? Glasklar, dabei sein so oft es nur irgend geht – das ist doch absolute Ehrensache! Ich freue mich jedenfalls auf euch.

Uli Kohl, 02.08.2016

 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Pommer/Kirchhöfer holen dritten Saisonsieg

Platz zwei für Maximilian Götz und Indy Dontje im Mercedes-AMG. Tabellenführer Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde auf Platz drei.

Corvette und Red Bull Ring - dass diese Kombination perfekt zueinander passt, zeigte sich einmal mehr im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters. Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) fuhren mit ihrer Corvette C7 GT3-R im sechsten Saisonrennen der "Liga der Supersportwagen" ihren dritten Sieg ein. Es war der insgesamt neunte für den US-Sportwagenhersteller auf dem österreichischen Kurs. Rang zwei ging an die Mercedes-AMG-Fahrer Indy Dontje (26/NL) und Maximilian Götz (33/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP), Platz drei an die Tabellenführer Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide HCB-Rutronik Racing). "Ein toller Erfolg", freute sich Sieger Pommer. "Ich hätte vor der Saison nicht damit gerechnet, dass wir in meinem ersten Corvette-Jahr so stark in die Saison starten und drei der ersten sechs Rennen gewinnen würden."

Corvette-Piloten Pommer und Kirchhöfer haben alles unter Kontrolle
Pommer und Kirchhöfer zeigten bei ihrem dritten Saisonsieg eine nahezu perfekte Leistung. Nachdem der ehemalige Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya das Feld der 30 Supersportwagen auf die Reise geschickt hatte, kamen die Verfolger dem Corvette-Duo nur in der Startrunde kurz nahe. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase wegen einer Kollision im Hinterfeld während der Startrunde setzte sich Polesetter Kirchhöfer stetig vom Feld ab und fuhr zwischenzeitlich einen Vorsprung von mehr als fünf Sekunden heraus. Mit solidem Polster übernahm Pommer zur Rennmitte und stellte mit einem Vorsprung von 4,6 Sekunden den 35. Sieg einer Corvette im ADAC GT Masters sicher.

Ereignisreicher war dagegen der Kampf um die Podestplätze. Beim Start verbesserte sich der von Platz vier losgefahrene Porsche-Pilot Thomas Preining kurzzeitig auf die zweite Position, doch der Qualifyingzweite David Jahn holte sich diese noch in der Auftaktrunde zurück. Während Jahn anschließend bis zum Fahrerwechsel den zweiten Rang behauptete, musste Preining seinen Porsche nach zwölf Runden wegen eines Defektes abstellen. Dadurch rückte Mercedes-AMG-Fahrer Götz in seinem 100. ADAC GT Masters-Rennen auf den dritten Rang vor. Partner Dontje verbesserte sich durch ein geschicktes Boxenstopp-Timing zur Rennmitte um eine weitere Position und brachte die "gelbe Mamba" auf Platz zwei ins Ziel.

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Sylvest und Klingmann holen ersten BMW-Saisonsieg

Spannung bis in die letzte Runde bot das fünfte Saisonrennen des ADAC GT Masters.

Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (28/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing) setzten sich auf dem Red Bull Ring in Österreich mit ihrem BMW mit lediglich 0,289 Sekunden Vorsprung knapp gegen die Corvette-Fahrer Sven Barth (38/Eberbach) und David Jahn (28/Leipzig, beide RWT Racing) durch. Rang drei ging an das Porsche-Duo Klaus Bachler (27/A) und Timo Bernhard (38/Homburg/Saar, beide Küs Team75 Bernhard). "Es war am Ende wirklich eng", sagte Sieger Klingmann nach seinem ersten ADAC GT Masters-Sieg seit 2015. "Ich war froh, dass das Rennen nicht noch länger gedauert hat. Nach unserem Pech in den vergangenen Rennen haben wir den Sieg wirklich verdient."

Enger Kampf zwischen BMW, Corvette und Porsche
Der erste Sieg von BMW seit dem Saisonstart 2017 war hart erkämpft. Pole-Setter Sylvest verteidigte beim Start mit dem M6 GT3 seine Spitzenposition. Danach setzte sich der Däne leicht von Klaus Bachler im Porsche ab, der sich vom vierten Startplatz auf Rang zwei verbessert hatte. Bis zu den Pflichtboxenstopps pendelte sich der Vorsprung der beiden Erstplatzierten bei rund 1,2 Sekunden ein. Sylvests Partner Jens Klingmann baute danach ihn danach zwischenzeitlich bis auf zwei Sekunden aus, doch in der Schlussviertelstunde kam Corvette-Pilot David Jahn immer näher und setzte den BMW-Mann unter Druck. Jahn hatte beim Pflichtboxenstopp den US-Sportwagen auf Platz drei liegend von Sven Barth übernommen und direkt danach Timo Bernhard, der von Klaus Bachler übernommen hatte, von Position zwei verdrängt. Anschließend verringerte der Corvette-Pilot seinen Rückstand auf den Führenden stetig und lag in der Schlussphase direkt hinter dem BMW. Klingmann behielt jedoch die Nerven und verteidigte die Spitzenposition. Nach 40 Runden sah er schließlich mit 0,289 Sekunden Vorsprung als Erster die Zielflagge.

Während Klingmann seinen insgesamt neunten Sieg im ADAC GT Masters holte - seinen ersten seit Zandvoort 2015 -, war es für Teamkollege Sylvest der erste überhaupt. Sylvest gewann zudem die Pirelli-Junior-Wertung. Für MRS GT-Racing ging mit dem Triumph eine neunjährige Durststrecke zu Ende. 2011 gewann die Mannschaft aus Lonsee das allererste Rennen der "Liga der Supersportwagen" überhaupt auf dem Red Bull Ring, damals mit einem Porsche.

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Sieg für Corvette-Duo Pommer/Kirchhöfer in Most

Mike David Ortmann siegt in der Pirelli-Junior-Wertung, Fabian Vettel erstmals auf dem Podium. Rolf Ineichen gewinnt Pirelli-Trophy-Wertung.

Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) waren im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters das Maß der Dinge und holten mit ihrer Corvette C7 GT3-R ihren zweiten Sieg der Saison. Platz zwei ging bei frühsommerlichen Bedingungen an Rolf Ineichen (40/CH) und Franck Perera (34/F, beide Orange1 by GRT Grasser) im besten Lamborghini Huracán, Dritte wurden David Jahn (28/Leipzig) und Sven Barth (38/Eberbach, beide RWT Racing) in der zweiten Corvette im Starterfeld. "Ich bin sehr happy", sagte Sieger Kirchhöfer. "Mit zwei Siegen in den ersten vier Rennen kann ich sehr gut leben."

Turbulente erste Rennhälfte
Die Vorentscheidung über den Sieg fiel bereits beim Start, als der von Platz zwei losfahrende Kirchhöfer auf dem Weg zur ersten Kurve an Pole-Setter Franck Perera vorbeizog. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase zur Bergung des Audi von Pierre Kaffer, der einen Reifenschaden nach einem Kontakt am Start erlitten hatte, setzte sich Kirchhöfer an der Spitze leicht vom Feld ab. Doch der Vorwärtsdrang des 25-Jährigen wurde nach zwölf Runden gestoppt, als nach einer Berührung im Kampf um Rang vier zwischen Thomas Preining (20/A, Precote Herberth Motorsport) und Corvette-Fahrer David Jahn der Porsche des Österreichers in die Leitplanken einschlug. Zur Bergung des Neunelfers und zur Reparatur der Streckenbegrenzung wurde das Rennen für knapp zehn Minuten unterbrochen. Auch nach dem Restart hinter dem Safety-Car blieb Kirchhöfer vorn. Partner Pommer, der beim Pflichtboxenstopp das Steuer der Corvette übernahm, fuhr danach souverän den Sieg nach Hause. Im Ziel hatte er drei Sekunden Vorsprung und sicherte damit sich und Kirchhöfer den zweiten Sieg 2019. 

Die Lamborghini-Piloten Franck Perera und Rolf Ineichen hatten den Gewinnern nur wenig entgegenzusetzen, durften sich aber über Rang zwei - ihrem zweiten Podest des Jahres - freuen. Ineichen gewann damit ebenfalls zum zweiten Mal in dieser Saison die Pirelli-Trophy-Wertung. Der Kampf um Platz drei entschied sich dagegen erst in den Schlussrunden. Der BMW M6 GT3 von Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (28/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing) lag bis wenige Runden vor dem Ziel auf Podiumskurs, bis Sylvest wegen Problemen mit der Benzinpumpe aus den Punkterängen zurückfiel. Damit war der Weg frei für die Corvette von David Jahn und Sven Barth (38/Eberbach), die zuvor den BMW unter Druck gesetzt hatten und danach Jagd auf den zweitplatzierten Lamborghini machten.

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