Der KW Berg-Cup am Hauenstein: Reifenwechsel am laufenden Band

Das Rhönwetter zeigte sich einmal mehr unbeständig und echt launisch, drückte dem „47. ADAC/MSC-Rhön Hauenstein-Bergrennen“ seinen Stempel auf. Dabei hatte der Trainingssamstag noch freundlich begonnen. Mit zwei trockenen Auffahrten, aber in der dritten kam dann der vorhergesagte Regen, setzte nach den ersten drei Klassen ein, hielt die 4,2 Kilometer-Highspeedpiste von Hausen hinauf zur Hochrhönstraße durchgehend nass. Am Sonntagmorgen präsentiert sich diese zwar weitestgehend trocken, nur in den Waldpassagen lauern noch feuchte Flecken. Aber dichter Nebel verurteilt das 106 Rennteilnehmer umfassende Feld zu 75 Minuten Untätigkeit, erst um 9:45 Uhr erlauben die Verhältnisse einen sicheren Start. Kurz darauf regnet es stark, die Reifenwechsel-Rochade beginnt, sie wiederholt sich während des Tages mehrmals. Die bewundernswert geduldig ausharrenden Fans entlang der Strecke üben Schirme auf- und zuklappen, während die Aktiven und ihre Helfer fleißig Räder wechseln. Denn der Regen kommt und geht ganz nach Belieben, aber da es relativ warm und auch windig ist, trocknet die Fahrbahn immer wieder sehr schnell auf, macht sich sozusagen „Slick-fähig“, nur um danach erneut kräftig abgebraust zu werden. Wer wann und warum auf welchen Reifen unterwegs ist, das lässt sich irgendwann nicht mehr schlüssig nachvollziehen, trotzdem werden wir versuchen dieses Thema in den Berichten über die Klassen mit KW Berg-Cup Beteiligung aufzuarbeiten. Der zwangsweise verschobene Startzeitpunkt verbunden mit einigen Vorfällen sowie häufig nötiger Straßenreinigung sorgt in Summe dafür, dass nur zwei der drei geplanten Rennläufe durchgezogen werden können. Kurz nach 17 Uhr ist das sportliche Geschehen auf der Strecke beendet, das wir uns jetzt zusammen anschauen wollen.

Der Übungssamstag des NSU-Bergpokals endet mit einer klaren Bestzeit von Steffen Hofmann, der am Hauenstein den Team-TT mit der Startnummer 519 pilotiert. 4,513 Sekunden dahinter beginnt eine Vierer-Verfolgergruppe, die in einem Zeitfenster von 2,563 Sekunden zusammenliegt. Diese setzt sich zusammen aus Jörg Höber (TP2), Uwe Schindler auf der Drei, Frank Kleineberg (TP4) und Thomas Krystofiak in seiner 1200 C „Reiselimousine“ als Fünftem. Zum Rennauftakt legt Steffen Hofmann noch einen Zahn zu, stürmt in 2:12,899 über die 4,2 Kilometer, distanziert seinen nächsten Verfolger um fast 6 Sekunden. Der heißt aktuell Thomas Krystofiak (P2), er führt jetzt die schon aus dem Training bekannte, aber nun neu sortierte Verfolger-Viererbande an, die nach Lauf eins innerhalb von 2,05 Sekunden zusammenklebt. Jörg Höber ist Dritter, Uwe Schindler lauert 4 Tausendstel dahinter auf der Vier, Fünfter ist Frank Kleineberg. Kurz vor dem Beginn des zweiten Runs der NSUs beginnt es wieder einmal stark zu regnen. Eine Gelegenheit zum Reifenwechsel bekommen sie nicht, obwohl bereits bei den vor ihnen gestarteten Teilnehmern aus der Gruppe F bis 2-Liter die Zeiten um bis zu 19 Sekunden abrutschen. Zum Glück geht alles gut und ohne Ausrutscher über die Bühne, den Fahrern der betroffenen Klassen gebührt ein riesengroßes Kompliment dafür, dass sie sich und ihre Renngeräte zu jeder Zeit im Griff hatten. Eingedenk seiner souveränen Führung geht Steffen Hofmann Auffahrt Nummer zwei ohne jedes Risiko an, belohnt sich mit dem Sieg für sein besonnenes Handeln. Zur NSU-Laufbestzeit stürmt jetzt Jörg Höber, der damit Platz zwei erobert.
Als Dritter steigt Uwe Schindler mit auf das Podium, Ehrenplatz vier geht an Thomas Krystofiak, Frank Kleineberg bleibt Fünfter.

Ebenfalls hochinteressant ist die Konstellation in der 1,15-Liter Klasse der Gruppen H, FS, E1 usw., die zusammen gewertet werden. In den Probegalopps haben sich vier Zweiergruppen gebildet, der maximale Abstand zwischen den jeweiligen Paaren beträgt 793 Tausendstel. An der Spitze agiert Jürgen Schneider im VW Polo 16V, ihm folgt Jürgen Heßberger auf TP2 im Fiat 127 Sport Martini Racing mit einem Rückstand von 43 Hundertsteln. Respektabstand dann zum Drittschnellsten. Das ist Tobias Stegmann im Schneider Audi 50, der seinerseits auf den nur 0,557 Sekunden dahinter befindlichen Jörg Eberle (Fiat 127 Super/TP4) achten muss. Das nächste Paar ist in 16-Ventilern unterwegs, Walter Voigt ist mit seinem Polo 316 Tausendstel vor Jörg Davidovic (NSU TT/TP6) Übungsfünfter. Und auch die zwei Fiats von Rolf und Marco Rauch liegen eng zusammen. Am Sonntag muss Jörg Davidovic kurz nach dem NSU-Bergpokal als erster 1150er auf die Strecke. Diese ist im oberen Teil bereits kräftig feucht, der Regen wandert flugs Richtung Start. Prompt kreiselt Jörg kurz vor dem Ziel, der TT bleibt dabei unbeschädigt. Der Rest der Klasse darf nun Regenreifen ausfassen. Das Spitzenduo rückt noch enger zusammen. Der Schneider Polo liegt vorne, aber Jürgen Heßberger (P2) kommt bis auf 155 Tausendstel an ihn heran. Jörg Eberle ist Dritter, hat sowohl Luft nach vorne als auch nach hinten zu Tobi Stegmann auf der Vier, Fünfter ist Walter Voigt. In Durchgang zwei sorgt Jürgen Schneider für klare Verhältnisse, setzt sich deutlich von Jürgen Heßberger (P2) ab, fährt zum Sieg, es ist sein vierter in dieser Saison. Auch die weiteren Platzierungen bleiben unverändert, nur die dazwischenliegenden Abstände wachsen weiter an. Und damit sind wir schon bei den 8-Ventilern der KW 8V-Trophy angelangt. Ganz vorne liegen die Fiat 127 Piloten, Jürgen Heßberger gewinnt die 1150er-Sonderwertung der roten Startnummern vor Jörg Eberle (8V-P2) und Tobias Stegmann als Drittem. Die beiden Rauchs sichern sich die Ränge dahinter. Junior Marco ist auf der Vier diesmal im Fiat 128 Coupé der Schnellere, Papa Rolf fährt den 128 Rallye auf 8V-Rang fünf.

Hansi Eller dominiert die 1,4-Liter Abteilung nach Belieben, setzt im VW Scirocco 16V die schnellste Trainingszeit, knallt überlegene Laufbestzeiten auf die Piste. Das Paket aus Top-Auto und den beiden Teampartnern Armin Ebenhöh und Hansi Eller ist einfach perfekt geschnürt und scheint zurzeit unangreifbar zu sein. Trotzdem fahren beide so schnell sie können, Hansi versucht stets Armins Vorjahreszeiten zu toppen. Die prickelnde Klassenspannung beginnt von Platz zwei an aufwärts. In den Übungsauffahrten präsentieren sich die 16V-Polos stark. Franz Weißdorn fährt sich als Zweiter in die erste Startreihe neben Hansi Ellers Minichberger Scirocco. Dahinter nehmen Hugo Moser (TP3) und Ronnie Bucher als Vierter Aufstellung. Ganze 0,545 Sekunden nach Ronnie ist der schnellste 8-Ventiler zu finden. Das ist Frank Duscher (VW Polo/TP5), der am Freitag vor dem Rennen Geburtstag feiert und sich nach dem Rückwechsel auf das vertraute Greineder Getriebe „wieder so richtig wohl im Auto fühlt. Außerdem gefallen mir neuerdings auch schnelle Strecken wie der Hauenstein sehr gut, früher habe ich eher die engen, winkligen Kurse bevorzugt.“ Seinen Worten lässt er sofort Taten folgen. Im verregneten ersten Run ist er Zweiter, verweist Franz Weißdorn um 191 Tausendstel auf Rang drei. Hugo Moser findet sich als Vierter wieder, Nils Abb ist im 8-Ventiler Schneider Polo auf die Fünf nach vorne gerückt, liegt aber nur 257 Tausendstel vor Ronnie Bucher. Für die 1400er ist auch Lauf zwei nass. Hansi Eller sprintet mit der nächsten Laufbestzeit zu Saisonerfolg Nummer sieben. Dahinter erwartet alles den Generalangriff von Franz Weißdorn auf Frank Duscher. Den versucht Franz auch, ist aber nur 71 Tausendstel eher oben als Frank. Das reicht in der Addition nicht, Frank bleibt Zweiter, Franz Dritter. Zwölf Hundertstel haben den Ausschlag gegeben. Hugo Moser beendet sein Hauenstein Wochenende als Vierter. Ronnie Bucher will sich mit Rang sechs nicht begnügen, gibt noch einmal beherzt Gas, erzielt die zweitbeste Zeit in der finalen Auffahrt, schiebt sich mit dieser wieder an Nils Abb vorbei auf Endplatz fünf. Die 1,4-Liter KW 8V-Trophy ist das noch verbleibende Thema. Diese gewinnt Frank Duscher mit großem Vorsprung. Nach sechs Siegen wird Nils Abb am Hauenstein Zweiter, hinter ihm fliegt Frank Lohmann im Steilheck Polo als Dritter 8V’ler durchs Ziel. Markus Hülsmann holt sich im VW Golf 1 Rang vier der „Roten“, Stefan Winkler ist in dieser Übung mit seinem Fiat 127 Fünfter.

In der 1600er Klasse riecht es am Samstagabend nach einem Dreikampf zwischen Stefan Faulhaber, der im Opel Minichberger Kadett C-Coupé 16V für die Bestmarke sorgt, sowie Manfred Schulte im Citroen Nemeth AX Kit Car (TP2) und TSM Golf 16V Pilot Valentin Schneider. Das Trio liegt innerhalb von 1,567 Sekunden zusammen. Übungsvierter ist der Belgier Werner Heindrichs, der den Familien Opel Risse Corsa 16V erstmals in diesem Jahr bewegt, Helmut Maier fährt den Spiess Golf 16-Ventiler auf Rang fünf. Im Rennen kommt Bewegung in die 1,6-Liter Spitze. Denn, anders als von vielen erwartet, steht nicht Stefan Faulhaber an erster Stelle in der Ergebnisliste, sondern Valentin Schneider. Manfred Schulte ist Zweiter, Werner Heindrichs ist auf die Drei vorgefahren. Stefan Faulhaber rangiert auf der Vier, ihm fehlen exakt 2,761 Sekunden auf den Leader. Helmut Maier behält seinen fünften Rang. Im zweiten Run agiert Stefan motiviert und entschlossen, benötigt 3,098 Sekunden weniger für die 4,2 Kilometer als Valentin. Damit hat er das Blatt gewendet, in der Addition liegt er 337 Tausendstel vor Valentin, das ist der Klassensieg für Stefan Faulhaber. Valentin Schneider wird Zweiter, Manfred Schulte Dritter. Die Podiumsplätze sind nur durch 0,901 Sekunden getrennt. Im Klartext: Bei den 1600ern wird es spannend bleiben. Werner Heindrichs rutscht im Finale raus, Helmut Maier rückt auf die Vier vor. Wolfi Glas muss seinen 20V-Golf vor dem zweiten Run mit Technik-Trouble zurückziehen.
Benedikt Schulte (Citroen AX Sport) übernimmt so Rang fünf, ist auf diesem auch der 1,6-Liter KW 8V-Trophy Sieger. Vor Mario Nowaczyk (8V-P2), dessen VW Golf 1 am Hauenstein im Gegensatz zu Osnabrück reibungslos funktioniert.

Was bei den 1400ern für Hansi Eller gilt, das trifft in der 2-Liter Abteilung in ähnlicher Form auf André Wiebe zu. Wenn er im Laguna mit der Startnummer 318 sitzt gewinnt auch er permanent, nur sein Vorsprung auf die Mitbewerber fällt in der Regel etwas kleiner aus. So auch am Hauenstein. Im Training ist er stolze 4,17 Sekunden vorne. Michael Rauch legt einen bärenstarken Auftritt hin, lässt sich im Briegel Kadett die zweitbeste Zeit notieren. 353 Tausendstel dahinter meldet Marco Fink mit seinem BMW 320si WTCC als Übungsdritter Ansprüche auf eine Top-Platzierung an. Mit Respektabstand fährt Markus Reich seinen VW Golf II 16V auf Rang vier, nur 33 Tausendstel dahinter ist Christian Dümler Samstags-Fünfter. Die Positionen vier bis sieben trennen übrigens ganze 0,753 Sekunden, Hans-Peter Wiebe im zweiten Renault Williams Wiebe Laguna und Christian Auer im BMW 2002 sind die noch nicht genannten Fahrer dazu. Christian stellt seine Marke gleich im ersten Run auf, schon im zweiten geht der 8-Ventil BMW Motor so nachhaltig ein, dass es das Aus bedeutet. Im ersten Race-Heat zieht André Wiebe auf und davon, Marco Fink setzt sich auf Rang zwei, Dritter ist Hans-Peter Wiebe. Markus Reich ist wie im Training Vierter, Michael Bodenmüller kommt im Opel Kadett C-Coupé bis auf Position fünf nach vorne. Im vorderen Mittelfeld geht es hauteng zu. Thomas Flik fehlen im Renault Megane Cup als Zehntem nur 2,11 Sekunden auf den viertplatzierten Markus Reich. Für die zweite Auffahrt können die 2-Liter Piloten die Regenreifen abmontieren, das Tempo zieht naturgemäß an. An den Rängen eins bis vier ändert sich aber dadurch nichts mehr. André Wiebe feiert seinen siebten Saisonsieg vor Marco Fink (P2) und Papa Hans-Peter Wiebe als Drittem. Zwar zoomt sich Markus Reich (P4) noch bis auf 379 Tausendstel an Hans-Peter Wiebe heran, zum Tausch der Plätze kommt es aber nicht mehr. Auch Michael Rauch sieht nun ganz offenbar Handlungsbedarf, dreht voll auf, verbessert sich so auf Rang fünf. Christian Dümler lässt sich von dieser Aktion inspirieren, legt seinerseits ebenfalls einen Zahn zu, wird dafür mit Platz sechs belohnt. Jens Weber will bei so viel Aktionismus um ihn herum nicht tatenlos zusehen, gibt seinem 16-Ventiler C-Kadett ebenfalls die Sporen, holt sich Position sieben. Michi Bodenmüller rutscht derweil auf die Acht zurück, Thomas Flik sichert sich Rang neun und Mazda RX -7 Pilot Jürgen Schuster muss nach dem starken Beginn als Sechster final mit Platz zehn vorliebnehmen. Die Plätze eins und zwei der 2-Liter KW 8V-Trophy sind uns bereits bekannt. Michael Rauch ist deren Sieger, Rang zwei gehört Christian Dümler. Ex-Skirennläufer Alexander Pleier (Opel Kadett C-Coupé) besucht das Podest der „Roten“ als Dritter, Michael Dandl gelingt bei der 8-Ventiler Premiere seines BMW E30 auf Anhieb Position vier, Fünfter wird Bernhard Lang im Ford Escort RS 2000 Spezial.

Sepp Koller hat zum zweiten Mal in dieser Saison seinen Alfa Romeo 147 JTD aus der Garage geholt. Der 83-jährige Routinier erzielt mit flüssigen Fahrten gute Zeiten, die ihn auf Platz zwei bringen. Der Diesel-Sieg aber ist einmal mehr die Sache von Jürgen Fechter in seinem VW Golf V R-TDI.

Zurück zu den Benzinern, sehen wir zuerst nach denen mit bis zu 3-Liter Hubraum. Als Favorit wird Markus Wüstefeld im AMG Mercedes 190E Evo 2 gehandelt. Die Probegalopps scheinen dies zu bestätigen, Markus legt in 1:58,049 die Messlatte. Allerdings nimmt er nur an den trockenen Läufen teil, im dritten, nassen Heat bleibt der gute Stern im Teamzelt stehen. Günter Göser (TP2) fährt mit seinem Opel Kadett C-Coupé bis auf 715 Tausendstel an die Wüstefeld-Zeit heran, Drittschnellster ist Helmut Knoblich im Mini Cooper S, auf nassem Geläuf ist dieses Gespann übrigens am flottesten oben. Marcel Gapp ist im BMW M3 E36 Samstagsvierter, Alexander Bärtl mit seiner Opel Nemeth Kadett C-Limousine Fünfter. Am Sonntag ist beim Betrachten der Zeitenliste Augenreiben angesagt. Helmut Knoblich (P1) steht auf dieser ganz oben, Zweiter ist Günter Göser, auf der Drei taucht Marcel Gapp auf, Markus Wüstefeld reiht sich auf Platz vier ein, Alexander Bärtl ist Fünfter. Nun ja, vielleicht wäre für Markus Wüstefeld so ein nasser Übungslauf doch gar nicht so schlecht gewesen? Aber das ist jetzt Regen von gestern. Im zweiten Run sind die Bedingungen günstiger, sprich so gut wie trocken. Markus Wüstefeld gelingt die erwartete Laufbestzeit, aber diese bringt ihn nur eine Position nach vorne bis auf Endplatz drei. Der große Hauenstein Sieger ist Helmut Knoblich, mit nur neun Zehnteln Rückstand steigt Günter Göser auf Stufe zwei des Siegerpodestes. In der Endabrechnung belegt Marcel Gapp Platz vier, Rang fünf schnappt sich Alexander Wirth im Opel Ascona B. Der KW Berg-Cup Neueinsteiger ist damit zugleich in der 3-Liter KW 8V-Trophy vorne, gewinnt diese erstmals. Alexander Bärtl fährt im zweiten Lauf eine Zeitlang neben der Spur, sprich mit mindestens zwei Rädern außerhalb der Asphaltdecke. Zwar bekommt er das wieder geregelt, aber das ungewollte Manöver hat Zeit gekostet, bindet ihn im Rennen der „Roten“ auf die Zwei zurück. Auf seiner Kadett Limousine sichert sich Werner Walser in dieser Sonderwertung Platz drei.

Über 3-Liter gibt Herbert Pregartner erneut eine makellose Vorstellung, ist mit seinem Porsche 911 GT2 RSR in jedem einzelnen Lauf Spitzenreiter. Norbert Handa sieht sich zum wiederholten Male von nervigen Technik-Mucken seines Lancia Delta Integrale eingebremst. Wenn dieser funktioniert kommt Norbert bis 1,5 Sekunden an die Porsche Werte heran, aber was hilft’s, wenn das nur im Finallauf gelingt. Der Ford Escort Cosworth von Norman Struckmann hat zwar deutlich weniger Leistung unter der Haube als die Boliden seiner beiden Mitbewerber, aber die Zuverlässigkeit ist hoch. So lautet das Schlussresultat: Sieg für Herbert Pregartner, Platz zwei an Norman Struckmann und Rang drei für Norbert Handa. Dem wir wünschen, dass seine „Bella Macchina“ von nun an immer rund läuft.

Nur selten war die Auseinandersetzung der E2-Silhouttenrenner unterhaltsamer als am Hauenstein Wochenende. Ralf Kroll ist allerdings nach zwei Übungsauffahrten raus aus der Nummer, er lädt sein Silver Car auf. Der Rest beharkt sich beinhart. Aus den drei Trainingssitzungen geht Klaus Hoffmann im Opel Astra V8 als „Pole Setter“ hervor. Seine 1:47,783 fährt er gleich in Run eins, im zweiten Lauf dreht er sich im Bereich der Jopp Schikane, der dritte ist bekanntlich nass, lässt Verbesserungen nicht zu. Norbert Brenner verzichtet deshalb mit seinem Opel Vectra GTS V8 DTM darauf, ist 756 Tausendstel hinter Klaus Hoffmann Zweiter. Holger Hovemann fühlt sich pudelwohl. Auf der Trainingsliste steht er an Position drei, aber im Regen fährt er im Opel Kadett GT/R Risse V8 Gesamtbestzeit. Das motiviert genauso wie die Tatsache, dass der Rückstand auf die „DTM-Jungs“, wie er seine Mitstreiter gerne bezeichnet, sich in engen Grenzen hält. Am Renntag geht Norbert Brenner an die Spitze, 353 Tausendstel vor Klaus Hoffmann (P2) und Holger Hovemann auf der Drei. Holger fehlen 2,643 Sekunden auf Klaus. Da scheint nix mehr zu gehen. Auch Lauf zwei sieht einen souveränen Norbert Brenner, der nochmals schneller wird. Das ist der Sieg für ihn. Klaus Hoffmann kann seine Zeit aus Durchgang eins ebenfalls toppen, wir sprechen von 439 Tausendsteln. Aber Holger Hovemann gelingt ein echtes Kabinettstückchen. Er gerät mit zwei Rädern für eine weite Strecke komplett auf das Bankett, bleibt voll auf dem Gas, knallt die 6. Welle rein, beschleunigt weiter. Erst als Bankett und Asphalt höhengleich sind, lenkt er das 5,7-Liter Monster wieder zurück auf die Straße. Laut Datenaufzeichnung vollzieht er dieses Manöver bei 212 km/h. Der Rhythmus ist jetzt kurz weg, aber Holgers Zeit ist trotzdem echt klasse. Im direkten Vergleich seiner beiden Wertungsläufe findet er sogar 5,751 Sekunden! In 1:50,175 sichert er sich die E2-SH Rennbestzeit. Das reicht aus, um hauchdünn an Klaus Hoffmann vorbei zu ziehen. 26 Tausendstel vor Klaus Hoffmann (P3) wird Holger Zweiter. Auf Sieger Norbert Brenner fehlen ihm nach zwei Läufen nur 1,243 Sekunden. Langsam aber sicher scheint es für die „DTM-Jungs“ echt eng zu werden. Wir freuen uns auf die Fortsetzung in Unterfranken.

Nach diesem Krimi kommt wieder was? Richtig, Regen! Damit sind die E2-SH Autos auch in der Gesamtwertung uneinholbar vorn. Das Ranking „Over All“ entspricht auf den Positionen eins bis drei dem E2-SH Ergebnis. „Pre“ Herbert Pregartner ist auf Gesamtrang sechs Tourenwagensieger vor André Wiebe (TW-P2) und Marco Fink als Drittem. Auch die Ehrenplätze gehen an KW Berg-Cup Fahrer: Helmut Knoblich ist Vierter, Günter Göser Fünfter.

Lasst uns noch schnell den Blick nach vorne richten, auf die nächsten Rennen, die nun unweigerlich das Finale der 28. KW Berg-Cup Saison einläuten. Schon am kommenden Wochenende geht es bei vermutlich hochsommerlichen Temperaturen in die Schweiz, in die Weinberge von Oberhallau (27./28.08.). Bitte vergesst auf gar keinen Fall eure Sonnencreme! Vielleicht brauchen wir die ja auch am 10. und 11. September beim Berg-Klassiker in Unterfranken? Danach gibt’s den KW Berg-Cup noch in Oberösterreich, am 24./25.09 in St. Agatha, das nur etwa 45 Kilometer von Passau entfernt ist. Beim großen Saisonabschluss in Mickhausen ist auch, genauso wie in Unterfranken, der NSU-Bergpokal mit von der Partie. Notiert euch bitte – falls noch nicht geschehen – das Datum: Am 01. und 02. Oktober geht es 45 Kilometer südwestlich von Augsburg um die allerletzten Zähler in den beiden Rennserien des Berg-Cup e.V. Der auf das Finale folgende Montag ist übrigens ein Feiertag, das solltet ihr mit in eure Planungen einbeziehen. Die eigentlich nur vorsehen können, den Speed der Rennautos und ihren Sound noch so oft wie möglich zu inhalieren, bevor es in die lange Winterpause geht. Brrr, daran will ich noch gar nicht denken. Sondern viel lieber daran, dass wir uns bei den kommenden Veranstaltungen noch so oft wie möglich sehen. Ich freue mich darauf!

 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Götz und Pommer gewinnen Hitzeschlacht in Most im Mercedes-AMG

Die Schlange hat zugebissen: Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-Filter Team HTP) gewannen in der leuchtend gelben "Mamba" das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in Most und fuhren damit den ersten Saisonsieg für Mercedes-AMG ein. Die Positionen zwei und drei gingen wie am Vortag an die Corvette-Fahrer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) sowie die Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche. "Besser konnte es heute nicht laufen", jubelte Sieger Maximilian Götz im Ziel. "Es ist toll, den ersten Sieg in diesem Jahr geholt zu haben. Das war wichtig für die Meisterschaft."

Pole-Setter Götz setzt sich ab
 
Pole-Position, schnellste Rennrunde und ungefährdeter Sieg: Maximilian Götz und Markus Pommer hatten in Most am Sonntag trotz Temperaturen von knapp 25 Grad alles unter Kontrolle. Pole-Setter Götz blieb beim Start in Führung und fuhr danach einen Vorsprung von fünf Sekunden auf die Verfolger heraus. Teamkollege Pommer, der zur Rennmitte das Cockpit des Mercedes-AMG übernahm, brachte danach den ersten Saisontriumph souverän ins Ziel. Sein Vorsprung betrug am Ende 1,9 Sekunden. Für Götz war es der insgesamt fünfte Sieg in der Serie und der erste seit dem Lausitzring 2014. Partner Pommer musste nicht so lange auf einen weiteren Triumph warten. Seinen bisher einzigen Sieg hatte er 2017 auf dem Nürburgring eingefahren.
 
Zweite wurden wie im ersten Rennen die Corvette-Fahrer Kirchhöfer/Keilwitz, die die Sieger jedoch nie wirklich gefährden konnten. Den letzten Podestplatz schnappten sich - ebenfalls wie im ersten Durchgang - Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Porsche. Das Duo profitierte allerdings von einer Strafe des in der ersten Rennhälfte auf Podestkurs liegenden Mercedes-AMG von Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide MANN-Filter Team HTP), die die vorgeschriebene Mindestzeit beim Boxenstopp unterschritten und am Ende 16. wurden. Renauer und Jaminet bauten mit dem zweiten Podium in Folge ihre Führung in der Gesamtwertung aus.

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Jeffrey Schmidt und Stefan Mücke holen ersten ADAC GT Masters-Sieg

Premierenerfolg für Jeffrey Schmidt (24/CH) und Stefan Mücke (36/Berlin, beide BWT Mücke Motorsport) im ADAC GT Masters. Die Audi-Fahrer gewannen bei der Premiere der "Liga der Supersportwagen" in Tschechien das Samstagsrennen in Most. Platz zwei ging an Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) in der Corvette C7 GT3-R. Als Dritte fuhren die neuen Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ebenfalls auf das Podest. "Ich bin absolut sprachlos", so Sieger Stefan Mücke nach dem Rennen. "In einem so harten Umfeld einen Sieg zu holen ist absolut was Besonderes - vor allem wenn es mit dem eigenen Team gelingt."

Schmidt und Mücke souverän an der Spitze
 
Während Premieren-Pole-Setter Jeffrey Schmidt beim Start erfolgreich die Führung verteidigte, wurde es dahinter turbulent. Alexander Zöchling (30/A, MRS GT-Racing) verdrängte im BMW M6 GT3 Marvin Kirchhöfer auf Rang zwei, noch weiter hinten kollidierten in Kurve zwei mehrere Fahrzeuge und sorgten für eine kurze Safety-Car-Phase. Nachdem in Runde vier das Rennen wieder freigegeben wurde, setzte sich Schmidt an der Spitze leicht ab. Beim Fahrerwechsel zu Teamkollege Stefan Mücke hatte er einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden herausgefahren. Auch der Berliner blieb souverän an der Spitze und baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf mehr als fünf Sekunden aus. Im Ziel lag er schließlich 4,3 Sekunden vor Kirchhöfer/Keilwitz. Sowohl für Jeffrey Schmidt als auch für Stefan Mücke war es der erste Sieg im ADAC GT Masters, für ihren Rennstall BWT Mücke Motorsport der insgesamt dritte. Schmidt gewann zudem in der Pirelli-Junior-Wertung.

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Doppelsieg für Lamborghini im zweiten Saisonrennen

Lamborghini war im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben das Maß der Dinge: Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) siegten mit 1,8 Sekunden Vorsprung vor ihren Markenkollegen Rolf Ineichen (29/I) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team). Als Dritte holten Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bonn, beide HB Racing) den ersten Podestplatz für den in diesem Jahr in der "Liga der Supersportwagen" debütierenden Ferrari 488 GT3. "Das war perfekt", freute sich Sieger Bortolotti. "Die Leistung war richtig gut. Wir haben keine Fehler gemacht und sind sehr zufrieden."

Lamborghini-Duo behauptet Führung
 
Das zweite Saisonrennen stand vor mehr als 25.000 Zuschauern (am Wochenende) ganz im Zeichen der beiden Lamborghini Huracán, die sich bereits im Qualifying die ersten beiden Positionen gesichert hatten. Polesetter Christian Engelhart verteidigte beim Start gegen Markenkollege Andrea Caldarelli die Führung. Während die Reihenfolge an der Spitze bis zu Pflichtboxenstopps zur Rennmitte gleich blieb, setzte sich das Duo stetig von den Verfolgern ab. Doch kurz nachdem Rolf Ineichen von Engelhart und Mirko Bortolotti von Caldarelli übernommen hatten, wechselte die Führung: Bortolotti ging in Runde 23 am Markenkollegen vorbei und eroberte den ersten Platz. Auch danach dominierten die beiden Lamborghini das Rennen. Bis zum Einsatz des Safety-Cars zur Bergung des Mercedes-AMG von Kim-Luis Schramm (20/Ilmenau) hatten sie bereits einen Vorsprung von rund zehn Sekunden auf die Verfolger herausgefahren. Bortolotti gelang danach ein problemloser Sieg und sah 1,8 Sekunden vor Ineichen die Zielflagge. Für Bortolotti war es der dritte Sieg im ADAC GT Masters, für seinen neuen Teamkollegen Caldarelli der erste. Ineichen sicherte sich als Zweiter den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung.

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