Der KW Berg-Cup in St. Anton/A: „Bergrennen in den Bergen – einfach genial!“

Das in der Überschrift verwendete Statement stammt nicht vom Schreiber dieser Zeilen, sondern von Jörg Davidovic, der erstmals in St. Anton an der Jeßnitz zusammen mit einigen Wegbegleitern aus dem NSU-Bergpokal dabei war. „Alles das, was uns St. Anton erfahrene Kollegen im Vorfeld an Positivem über diese Veranstaltung berichtet haben, stimmt haargenau“ äußerten die NSU’ler unisono. Also die Dinge wie herzlicher Empfang, selektive Rennstrecke, super Organisation und flüssige Abwicklung. Der Trainingstag gestaltete sich nicht nur wettertechnisch traumhaft: Pünktlicher Beginn um 09:00 Uhr, drei Läufe über je 3,235 „Steinleiten-Kilometer“, Unterbrechungen nur zum Kehren, Feierabend zur besten Kaffeezeit gegen halb vier. Auf diesen frühen Schluss reagierte das Organisationsteam von Emsi Motorsport sofort, zog die abendliche Fahrer- und Videopräsentation um eine Stunde vor. Wie gewohnt war das Festzelt im Startbereich dann ab 19:00 Uhr gut gefüllt, die Stimmung der Anwesenden bombastisch.

Bei besten äußeren Bedingungen begann das „19. Internationale Bergrennen St. Anton / Jeßnitz“ wie vorgesehen um 09:00 Uhr. So problemlos wie der Übungstag gestaltete sich der Sonntag (09.07.) allerdings nicht. Bereits der erste Teilnehmer strandete kurz vor dem Ziel mit Motorschaden samt Ölaustritt. Dies blieb nicht der einzige zeitraubende Vorfall. Weiterer Technik-Trouble, Kontakte mit Leitplanken und Rundballen sowie nicht vorgesehene Geländeerkundungen gesellten sich dazu. Reichlich Gelegenheiten also für die Emsi-Truppe um zu zeigen, was in ihr steckt. Doch die Mannschaft um Rennleiter Helmut Emsenhuber bewahrte stets die Ruhe und den Überblick, keine Unterbrechung dauerte ungebührlich lang. Die Fahrer erhielten zwischen den drei Heats genügend lange Pausen, um sich um sich selbst und die sensible Technik ihrer vierrädrigen Lieblinge zu kümmern. Trotz des für das Streckenpersonal sehr arbeitsintensiven Tages quollen schon um 16:34 Uhr die finalen Ergebnislisten aus dem Drucker. Für die Leistung aller derer, die an der Renndurchführung beteiligt waren, möchten wir an dieser Stelle ein ganz großes Kompliment aussprechen, verbunden mit einem riesigen Dankeschön.

 

So, und nun wollen wir uns um den Wettbewerb selbst kümmern. Dass der NSU-Bergpokal diesmal mit von der Niederösterreich-Partie ins schöne Ötscherland war, habt ihr ja bereits in der Einführung erfahren. Leider schrumpfte die Abordnung der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge aus verschiedenen Gründen schon vor Antritt der Reise auf drei zusammen. Die aber hatten alle richtig Spaß, freuten sich darüber, für ihren regelbedingt einzigen möglichen Auslandsevent die richtige Wahl getroffen zu haben, genossen ihren Aufenthalt und das ihren Fahrzeugen entgegengebrachte Interesse sichtlich. Die Geschichte ihres Rennens ist schnell erzählt. Am Ranking, das sie am Samstag gleich in der ersten Auffahrt herstellen, ändert sich bis zur Siegerehrung nichts mehr. Jörg Davidovic gewinnt souverän, Mike Vogel holt sich Rang zwei, Dritter der NSU‘ler ist in St. Anton Christoph Schwarz.

Damit sind wir bei den Hubraumklassen der stark verbesserten Tourenwagen (TW) angelangt. 1150er sucht man im Mostviertel leider vergeblich, deshalb steigen wir mit den 1,4-Litern in die Berichterstattung ein. Das Resultat des Trainings ist brisant, die Plätze eins bis vier liegen innerhalb von 0,574 Sekunden zusammen, zwischen dem Zweiten und dem Vierten beträgt die Lücke gar nur 99 Tausendstel. Ihr möchtet die Namen dazu? Gerne, hier sind sie: Auf der imaginären Pole Position (TP1) hat sich Armin Ebenhöh – noch immer im Reserve VW Polo 16V unterwegs – häuslich eingerichtet. Neben ihm steht als Zweiter Hugo Moser, die nächste Startreihe eröffnet Franz Weißdorn (beide VW Polo 16V) als Dritter. Vierter im Bunde der Spitzenzeiten ist der Local Hero Jakob Löffler auf seinem Suzuki Swift GTI. Dieses Quartett zieht sich in Race Heat eins in unveränderter Reihung etwas weiter auseinander, Armin Ebenhöhs Führung vor Hugo Moser beträgt 0,447 Sekunden. Der Letztgenannte markiert im zweiten Run die Klassen-Benchmark, robbt sich damit bis auf 0,340 Sekunden an Armin Ebenhöh heran. Damit will sich Hugo Moser aber noch nicht zufriedengeben. Voll motiviert gibt er im letzten Lauf noch einmal alles, drückt seine eigene Marke um unglaubliche 1,679 Sekunden auf 1:26,173 nach unten. Das ist der Sieg für ihn, Armin Ebenhöh bleibt Platz zwei, Dritter ist Franz Weißdorn. Auf der Vier läuft Jakob Löffler ein, Frank Duscher wird im 8-Ventiler VW Polo Fünfter, er nimmt auch den 1400er KW 8V-Trophy Gewinnerpokal mit heim in die Oberpfalz. Youngster Tobi Mayer beendet seinen ersten Steinleiten-Auftritt im VW Polo 16V auf Position sechs.

In der 10 Teilnehmer umfassenden 1,6-Liter Klasse sind vier KW Berg-Cup’ler dabei – zumindest eine gewisse Zeit lang. Doch der Reihe nach. In den drei Probegalopps setzen sich zwei Österreicher auf die Top-Plätze. Christian Schneider ist mit seinem Peugeot 205 der Schnellste, Rang zwei holt sich im 16-Ventiler VW Golf 1 Florian Pyringer. 1,271 Sekunden hinter der Bestzeit ist Valentin Schneider im TSM-Golf Dritter, Übungsrang fünf sichert sich Helmut Maier auf seinem Spiess Golf 16V. Der Renntag bringt nicht allen KW Berg-Cup Startern Glück. Valentin Schneider touchiert im ersten Heat die Leitplanke und scheidet aus. Auch Wolfi Glas ist im VW Golf 1 20-Ventiler eine Wiederholung oder Verbesserung seiner Samstagszeiten vorerst nicht gegönnt. Er schlägt an derselben Stelle wie Valentin Schneider an die Leitschienen an, kann aber mit Zeitverlust ins Ziel fahren. In Lauf zwei ist Wolfi wieder dabei, unterbietet in diesem auch seine Trainingsleistung um 1,095 Sekunden, fehlt aber dann im dritten Run. Das Siegerpodest ist eine rein rot-weiß-rote Angelegenheit. Christian Schneider gewinnt vor Florian Pyringer (P2) und Norbert Strasser jun., der mit seiner Toyota Corolla AE86 Dritter wird. Auf Position fünf ist Helmut Maier bester KW Berg-Cup Vertreter, Rookie Jürgen Frommknecht beendet sein erstes St. Anton Wochenende im Honda CRX als Achter.

Das Training der 28 2-Liter-Renner, von denen 11 zum KW Berg-Cup gehören, verspricht prickelnde Spannung. Und dies gleich in mehrfacher Hinsicht. An der Spitze bahnt sich ein beinhartes Duell zwischen Christopher Neumayr, der sich mit seinem Ford NPM – IRS Escort in 1:21,339 die Bestzeit holt, und Tom Strasser jun. (TP2) an. Im VW Scirocco STW benötigt der Letztgenannte exakt 182 Tausendstel mehr. Rang drei geht an Jürgen Halbartschlager, der einen VW Golf 16V bewegt. Vierter ist Diethard Sternad im Alfa Romeo 156 STW, ihm folgt im VW Golf 2 16V Hansi Eller auf der Übungsfünf. Auf Klassenplatz sieben lässt sich Norbert Wimmer im BMW 2002 die schnellste 8-Ventiler Zeit gutschreiben. Direkt hinter ihm, ganze 13 Tausendstel zurück, fliegt der Briegel Kadett von Michael Rauch durchs Ziel. Am Sonntag geht das große Kräftemessen munter weiter. An der Reihung der ersten vier aus dem Training ändert sich im ersten Heat nichts. Tom Strasser ist bis auf winzige 103 Tausendstel an Christopher Neumayr dran, Jürgen Halbartschlager fehlen nur 0,868 Sekunden auf den Leader. Auf diesen hat Didi Sternad schon 2,713 Sekunden Rückstand. Direkt hinter ihm lauert ein KW Berg-Cup Expresszug, der aus Michael Rauch (P5), Dirk Preisser (P6) im Opel Kadett C 16V, Norbert Wimmer (P7) und Hansi Eller als Achtem besteht. Das Zeitfenster, in dem sich die auf den Rängen vier bis acht platzierten Piloten bewegen, ist 73 Hundertstel schmal. Es wird gnadenlos schnell gefahren. Auch im zweiten Run, der für Tom Strasser leider der letzte ist. Er schlägt an die Leitplanke an, danach stehen nicht mehr alle Scirocco-Räder exakt in der gewünschten Richtung. Zwar schleppt er sich noch ins Ziel hoch, zu Lauf drei kann er aber nicht mehr antreten. Christopher Neumayr (P1) liegt nun relativ klar vor Jürgen Halbartschlager (P2) in Front, Dirk Preisser ist bis auf die Drei nach vorne gestürmt, Hansi Eller hat die Sechs bezogen. Das ist aber noch lange nicht der Endstand. Denn in Auffahrt drei erwischt es Jürgen Halbartschlager, der sich mit einem Rundballen anlegt und dabei den Kürzeren zieht. Von derlei und vom langen Warten am Start völlig unbeeindruckt sichert Christopher Neumayr seinen Sieg ab. Den er mit einem großen Vorsprung von 7,746 Sekunden holt. Hinter ihm fängt Didi Sternad (P2) Dirk Preisser (P3) um die Winzigkeit von 2 Tausendsteln ab. Finaler Vierter ist Hansi Eller, der damit weitere wichtige KW Berg-Cup Zähler holt. Michael Rauch verteidigt die fünfte Position konsequent, mit der er auch den 2-Liter KW 8V-Trophy Sieg holt. Direkt hinter ihm kommt Norbert Wimmer als Sechster und zweitschnellster 8-V’ler oben an. Die Top-Ten komplettieren auf der Sieben Lokalmatador Michi Emsenhuber im VW Corrado 16V sowie Michael Wels (P8/VW Scirocco 16V), Franz Roider (P9/Ford Mondeo STW) und „Drifterkönig“ Hermann Blasl (P10) auf seinem Opel C-Kadett 16V. Alex Pleier (P12) setzt sich im Kadett-Duell um 8-Ventiler Rang drei knapp gegen Daniel Bayer (P13/8VP4) durch. Steinleiten-Neuling Jens Weber kommt mit seinem 16-Ventiler Kadett von Lauf zu Lauf immer besser mit der Strecke zurecht, er wird schlussendlich Fünfzehnter. Als Siebzehnter ist Rookie Martin Kellndorfer in seinem C-Coupé zugleich 8V-Fünfter. Rang sechs der Sonderwertung in Rot geht an Johann Hatezic, der im bewährten Opel B Ascona auf der Neunzehn einläuft. Großes Pech hat Neueinsteiger Johannes Pabst bei seinem ersten Rennen zum KW Berg-Cup. Am Ende des zweiten Heats liegt er auf Position zweiundzwanzig, fällt aber danach im dritten Run leider mit einem Schaden am Motor seines Opel Kadett D 16V aus. 

Der Diesel Golf von Karlheinz Meurer zeigt sich da wesentlich standfester, bewältigt die Steinleiten an beiden Tagen total ohne Probleme. Dass er in seiner Klasse in St. Anton keinen Mitbewerber hat, sieht Karlheinz gelassen. Denn sowohl die Strecke als auch die Veranstaltung haben ihm richtig Spaß gemacht und entschädigen für die lange An- und Abreise.

Wie üblich gibt es in Österreich über 2000 Kubikzentimeter nur mehr eine Klasse, in der sich eine ganze Menge leistungsstarker Turbo-Allradler tummeln. Da ist es klar, dass unsere bis-3-Liter-Autos einen sehr schweren Stand haben. Zumindest in der St. Anton Tageswertung, für die Vergabe der KW Berg-Cup Punkte wird die 3000-Kubik-Grenze natürlich berücksichtigt. Auch Sabine Röck wird ihre verdienten Zähler nicht aus der Alleinunterhalter-Klasse beziehen, die man für sie und ihren VW Golf 1 Turbo wohlmeinend eingerichtet hatte. Die Story der Veranstaltungswertung ist, da sich an den Top-Fünf weder im Training noch im Rennen etwas ändert, sehr schnell darzustellen. Allen vorneweg fliegt im VW Golf Rallye TFSI-R der Local-Hero Karl Schagerl. Im zweiten Race-Heat schraubt er den Tourenwagen-Streckenrekord auf 1:15,756 herunter, erzielt dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 153,7 km/h. Das macht ihn zum 2017er St. Anton Überflieger, er sichert sich 2,7 Sekunden vor dem schnellsten Rennsportfahrzeug (Christoph Lampert/Osella PA2000 Evo) auch den Gesamtsieg. Mit auf das Klassenpodium steigen Lancia Integrale Pilot Felix Pailer (P2) und als Dritter Karl Werner im Audi S2-R Quattro. Auf der Vier läuft Stefan Wiedenhofer mit seinem exotischen Mitsubishi Mirage R5 WRT ein. Hinter ihm platziert sich der beste Fahrer mit einem Saugmotor. Das ist Bernhard Permetinger im BMW M3 E30. Die sechstschnellsten Zeiten dieser Abteilung setzt – wenn wir flugs intern zusammenlegen – Sabine Röck. Im Training ist Alexander Bärtl, der von Anfang an mit einem störrischen Getriebe an seiner Opel Kadett Limousine hadert, noch guter Achter. Im ersten Rennlauf sieht er allerdings das Ziel nicht. Alle denken bei der Ausfallmeldung sofort an seine Gearbox, aber leider ist es der 8-Ventil-Motor, der ernste Probleme bereitet. Seine beiden mitangereisten KW 8V-Trophy Kollegen bleiben von solcherlei Unbill verschont, spulen ihr Programm souverän ab. Rechnen wir Sabine Röck mit ein, so ist Karl-Heinz Schlachter mit seinem 2,5-Liter BMW 2002 tii Alpina Zehnter, Werner Walser platziert sich in seiner Opel C-Kadett Limousine als Elfter. Damit ist auch das 8-Ventiler Ergebnis klar: Karl-Heinz Schlachter gewinnt vor Werner Walser (8VP2).

So, liebe KW Berg-Cup Fans und Freunde, damit seid ihr mit den Ereignissen in St. Anton an der Jeßnitz vertraut. Bereits am kommenden Wochenende geht es mit dem 44. Homburger ADAC Bergrennen „Karlsberg Rennen“ weiter, das dann bereits KW Berg-Cup Lauf Nummer sieben in der 30. Saison unserer Traditionsmeisterschaft ist. Nach einer zweiwöchigen Pause folgt dann der nächste Doppelstint. Am 29. und 30. Juli geht es in die Rhön auf die Highspeed-Piste des Hauenstein-Bergrennens, eine Woche später steht in Osnabrück vom 03. bis 06. August das große 50. Jubiläum des dortigen ADAC Bergrennens im Terminplan. Besucht ihr eine der genannten Veranstaltungen? Ja? Das ist super, wir vom KW Berg-Cup und unsere Veranstalter-Partner freuen uns ehrlich auf euch.

 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

IronForce by RING POLICE startklar für ADAC GT Masters

IronForce by RING POLICE ist bereit für das ADAC GT Masters. Drei Tage vor dem offiziellen Vorsaisontest in der Motorsport Arena Oschersleben hat der Rennstall das auffällige Design für seinen Porsche 911 GT3 R vorgestellt, mit dem Lucas Luhr (38/Ermantingen) und Jan-Erik Slooten (33/Jülich) erstmals in der "Liga der Supersportwagen" antreten werden. Alle 14 Saisonrennen des ADAC GT Masters werden auch 2018 von SPORT1 live und in voller Länge übertragen.
 
Der "Elfer" des Rennstalls aus Erkelenz wird mit seiner schwarz-weißen Beklebung, die durch bunte Farbakzente ergänzt wird, auf den sieben Rennstrecken des ADAC GT Masters für Aufsehen sorgen. Initiiert wurde das Projekt von Jan-Erik Slooten, der sich das Auto mit dem ehemaligen FIA-GT1-Weltmeister, ALMS-Champion und zweimaligen Sieger des ADAC Zurich 24h-Rennens Lucas Luhr teilt, und TV- und YouTube-Star JP Kraemer - beide große Motorsportenthusiasten. Sie entschlossen sich, sich zusammenzutun und ihre Teams und Kompetenzen einzubringen. Slooten stellt als Geschäftsführer von Team RING POLICE seine Crew und seine Motorsporterfahrung zur Verfügung, während Medienprofi Kraemer als Geschäftsführer von JP Performance mit seiner Reichweite den Zugang zur Fanbase und zu den Sponsoren ermöglicht. Ziel ist es, gemeinsam als Team IronForce Professionalität, Nahbarkeit und Spaß im Motorsport zu verbinden. Die Debütsaison im ADAC GT Masters hat IronForce by RING POLICE unter das Motto "Make Motorschpocht great again" gestellt.
 
Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat IronForce by RING POLICE in der kommenden Woche beim offiziellen Vorsaisontest des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben. In der Saisonvorbereitung absolvierte das Team bisher schon Testfahrten in Südeuropa. "Ich freue mich auf die große Herausforderung ADAC GT Masters und auf die nächste Woche mit den Testtagen in Oschersleben", so Jan-Erik Slooten. "Dort treffen wir erstmals auf die diesjährigen Konkurrenten. Es ist toll, dort viele alte Freunde wiederzusehen und die anderen Teams und Fahrer kennenzulernen. Es werden auf jeden Fall sehr besondere Tage für mich."

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Honda setzt im ADAC GT Masters auf Schubert Motorsport

Debüt für Honda im ADAC GT Masters. Für ihre Premierensaison haben die Japaner das Honda Team Schubert Motorsport als Einsatzmannschaft des NSX GT3 gewinnen können. Pilotiert wird dieser von den Youngstern Christopher Dreyspring (19/Nürnberg) und Giorgio Maggi (20/CH). Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.
 
Schubert Motorsport kehrt damit nach einem Jahr Pause ins ADAC GT Masters zurück. Die Mannschaft rund um Teamchef Torsten Schubert setzt 2018 erstmals auf den Honda NSX GT3. Das Team ist in der Serie seit Jahren eine feste Größe und das dritterfolgreichste Team in der Geschichte des ADAC GT Masters. 2010 stieg die Mannschaft in die Serie ein und holte mit verschiedenen BMW-GT3-Modellen zehn Siege sowie sechs Pole-Positions und gewann 2015 die Teamwertung.
 
Teamchef Torsten Schubert, Teammanager Frank Link und Geschäftsführer André Schubert haben das Kernziel für die Saison klar definiert: den Honda NSX GT3 weiterzuentwickeln und von Anfang an vorne mitzukämpfen. "Ich freue mich auf die spannende Herausforderung, die wir gemeinsam mit Honda in Angriff nehmen werden", sagt André Schubert. "Das Auto ist neu und die Weiterentwicklung wird keine leichte Aufgabe. Dessen sind wir uns bewusst. Gleichzeitig ist ein solcher Schritt immer besonders, und ich spüre im gesamten Team jetzt schon die Vorfreude auf die kommende Saison. Unsere beiden Fahrer sind neu im ADAC GT Masters, haben uns aber mit ihren bisherigen Leistungen überzeugt. Unsere Zielsetzung mit den beiden Rookies ist klar: Wir wollen den Titel in der Junior-Wertung gewinnen."

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Timo Scheider startet für BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters

Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) bildet die Speerspitze im Fahreraufgebot des BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters. Als Teamkollegen kommen in den beiden BMW M6 GT3 des bayerischen Rennstalls die BMW-Motorsport-Junioren Mikkel Jensen (23/DK) und Dennis Marschall (21/Eggenstein-Leopoldshafen/D) sowie der Schwede Victor Bouveng (21) zum Einsatz. Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. 

"Timo Scheider, die BMW-Motorsport-Junioren und das BMW Team Schnitzer: Diese Kombination ist genial", sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt. "Das BMW Team Schnitzer ist eine Institution im internationalen GT-Sport und blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Bereits im vergangenen Jahr hat das Team bewiesen, dass es auch im hochkarätig besetzten ADAC GT Masters um den Titel fahren kann. Timo Scheider ist aufgrund seines Fahrkönnens und seiner Persönlichkeit eine große Bereicherung für die Rennserie und ein Vorbild für unsere jungen Fahrer. Unsere aktuellen Junioren bekommen nun die Chance, sich mit den Besten zu messen und von ihnen zu lernen. Der Einsatz im ADAC GT Masters ist auf ihrem Weg an die Spitze ein wichtiger Schritt. Ich freue mich riesig darauf, die ganz sicher aufregende Saison zu verfolgen."
 
Mit dem Fahrerquartett setzt das BMW Team Schnitzer auf eine Mischung aus Erfahrung und vielversprechenden Talenten. Timo Scheider gewann 2008 und 2009 die DTM und bestreitet in diesem Jahr seine erste Saison im ADAC GT Masters. Der Deutsche teilt sich das Auto mit Mikkel Jensen. "In meinem zweiten Jahr bei BMW freue ich mich sehr darauf, mit einem großartigen Team wie Schnitzer eine komplette Saison zusammenarbeiten zu können", sagt Scheider. "In Mikkel Jensen habe ich einen jungen und motivierten Teamkollegen an meiner Seite. Ich bin mir sicher, dass wir voneinander profitieren und Erfolg haben können. Als ehemaliger BMW-Junior liegt mir die Förderung junger Talente sehr am Herzen, nicht zuletzt deshalb hatte ich in der Vergangenheit auch mein eigenes Nachwuchs-Kart- und ADAC Formel 4-Team. Ich würde mich freuen, auch Mikkel und den anderen mit meiner Erfahrung weiterhelfen zu können."

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