Der KW Berg-Cup am Hauenstein: Spannende Tourenwagen-Fights

Und das nicht nur in den verschiedenen Klassen, sondern auch in der Tourenwagen-Gesamtwertung, deren Top-Zwanzig final ausschließlich aus KW Berg-Cup Aktiven bestanden. Doch der Reihe nach. Wetterkapriolen – so wie den Nebel 2016 – gab es diesmal nicht. Die bayerische Rhön zeigte sich von ihrer angenehmen Seite. Immer trocken und mit moderaten Temperaturen gewährleistete sie beim „48. ADAC/MSC-Rhön Hauenstein-Bergrennen“ am 29. und 30. Juli gleichbleibende Verhältnisse für alle Teilnehmer. Beide Tage zeichnete ein minutiöser Beginn aus, an den sich ein flüssiger Verlauf der jeweils drei Auffahrten anschloss. Besonders erfreulich: Sowohl am Samstag als auch am Sonntag war die Action auf den schnellen 4,2 Kilometern von Hausen hinauf Richtung Hochrhönstraße deutlich vor 17:00 Uhr zu Ende. Die Strecke mit den Schlüsselstellen Jopp-Kurve und Schikane zeigte sich übrigens in einem sehr guten Zustand und ermöglichte schnelle Zeiten. Diese wollen wir uns nun gemeinsam anschauen und darüber berichten, welche KW Berg-Cup‘ler denn am Hauenstein besonders flott und damit erfolgreich unterwegs gewesen sind.

Im NSU-Bergpokal sind dies in der Rhön eindeutig Steffen Hofmann (P1), Jörg Höber (P2) und Uwe Schindler (P3), die sich in der genannten Reihenfolge die Podestränge sichern. Im Training stört Frank Kleineberg noch etwas deren Kreise, ist da Dritter. Aber gleich im ersten Rennlauf ziehen ihn Technik-Gremlins aus dem Verkehr. Um die Plätze hinter dem Stockerl balgen sich fortan Thomas Krystofiak, Mike Vogel und Horst Fleischer. Aber schon im zweiten Race-Heat wird diese Auseinandersetzung entschieden. Thomas Krystofiak bleibt auf Position vier, Horst Fleischer wird Fünfter, Mike Vogel Sechster.

 

Damit wechseln wir von Luft- zu Wasserkühlung, kommen zu den Klassen der stark verbesserten Tourenwagen (TW) der Gruppen H, FS und E1. Jürgen Schneider ist im VW Schneider Polo 16V der Topfavorit der 1150er Abteilung. Dementsprechend ist er unterwegs, sorgt für die Übungsbestzeit und holt sich mit über 10 Sekunden Vorsprung den Sieg. Auch der zweite Rang ist von Anfang bis Ende fest vergeben. Jürgen Heßberger im Fiat 127 Sport Martini Racing hat außer Jürgen Schneider alle seine Klassenkameraden sicher im Griff. Bernd Deutsch, auf seinem Schneider Audi 50 in den Probegalopps noch Dritter, findet sich zum Rennbeginn plötzlich auf der Fünf wieder. Jörg Eberle (P3/Fiat 127 Super) und Walter Voigt (P4) im VW Polo 16V sind im Formationsflug an ihm vorbei gedüst. Die Abstände sind minimal, aber die eingenommenen Platzierungen haben Bestand. Final liegt Jörg Eberle als Dritter 4,622 Sekunden vor Walter Voigt (P4), dem Geburtstagskind des Wochenendes. Bernd Deutsch (P5) ist nahe dran, aber zwei Zehntelsekunden geben den Ausschlag zugunsten von Walter. Die 1,15-Liter KW 8V-Trophy orientiert sich konzerntreu am Ferrari Doppelsieg in Ungarn. Zwei Fiats sind bei den roten Startnummern vorne dran: Jürgen Heßberger gewinnt vor Jörg Eberle (8VP2) und Bernd Deutsch auf der Drei. Vierter wird Rolf Rauch im Fiat 128 Rally. 

„Der Scirocco ist zurück.“ Das ist die passende Überschrift für die 1400er Klasse. Mit revidiertem Motor präsentiert sich Armin Ebenhöhs Minichberger Scirocco 16V stark wie eh und je. Im Cockpit sitzt in der Rhön Armins Teampartner Hansi Eller. Einen Trainingslauf lang hält er sich vornehm zurück, erlaubt den beiden Polo 16V Piloten Franz Weißdorn (TP2) und Hugo Moser auf der Drei noch so etwas ähnliches wie Tuchfühlung. Danach zieht er das Tempo unbarmherzig an, unterbietet als einziger 1,4-Liter die 2-Minuten-Marke. Zum Teil tut er dies sogar sehr deutlich, 1:58,092 sind im zweiten Race-Heat sein Bestwert. Franz Weißdorn versucht alles, was in seinen Kräften liegt, aber es bleibt bei Rang zwei. Finaler Dritter ist Hugo Moser, der zwar zu keiner Zeit zurücksteckt, die von Franz vorgelegten Zeiten aber in jedem Run knapp verfehlt. Hinter dem 16-Ventiler Trio an der Spitze duellieren sich Frank Duscher und Nils Abb um den 1400er KW 8V-Trophy Sieg. Vor dem Rennen am Hauenstein war Nils viermal in Folge dafür zuständig, aber jetzt schafft Frankie Duscher die Wende. Auf Klassenposition vier gewinnt er im Greineder Polo die 8V-Wertung, Nils Abb ist im Schneider Polo Klassenfünfter und zweitbester 8V’ler. Dritter der „Roten“ wird der 21-jährige Dominik Schlott (Schneider Polo), Vierter ist Stefan Winkler mit seinem Fiat 127.

Stefan Faulhaber im Minichberger C-Kadett 16V und André Stelberg mit seinem VW Corrado 16-Ventiler setzen am Hauenstein ihr 1600er Dauerduell fort, fahren dabei in einer eigenen Liga. Stefan ist der etwas Schnellere. Nach den drei Wertungsläufen über insgesamt 12,6 Kilometer gewinnt er 1,961 Sekunden vor André (P2). Erwin Buck zeigt mit seinem 8-Ventiler Spiess Scirocco am Samstag perfekte Fahrten, ist 1,298 Sekunden vor Andy Heindrichs (TP4) Übungsdritter, auf der Fünf meldet sich Helmut Maier im Spiess Golf 16V. Am Renntag fliegt das eingangs beschriebene Spitzenduo auf und davon. Doch dahinter bewegt sich etwas. Im Opel Risse Corsa 16V setzt sich Andy Heindrichs vor Erwin Buck (P4). Beide sind gefordert, denn der maximale Abstand nach zwei Läufen beträgt 1,257 Sekunden. In Run drei kann sich Erwin Buck sogar wieder bis auf 949 Tausendstel an Andy heran robben, zu einem Tausch der Positionen kommt es aber nicht. Die Schweizerin Corinne Pflug platziert sich bei ihrem ersten Hauenstein Bergrennen auf der Fünf. Schon sehr früh haben sich Jürgen Frommknecht (Honda CRX) und Helmut Maier wegen Motorproblemen abmelden müssen, in der letzten Auffahrt fehlt zusätzlich Jürgen Datzer im ex-Bernhard-Sturm Scirocco 16V. Und – das ist noch nachzutragen – der 1600er KW 8V-Trophy Gewinnerpokal geht an Erwin Buck.

29 2-Liter Autos nehmen das Training auf, 28 das Rennen. Auch in dieser Abteilung hat sich bis zum Ende der Probe-Heats ein Spitzentrio gebildet, das über alle drei Rennläufe hinweg Bestand hat. Wir gratulieren also Björn Wiebe zum fünften Saison-Sieg in der Klasse bis 2000 Kubik, den er mit dem Renault Williams Wiebe Laguna souverän einfährt. Rang zwei ist die Angelegenheit von Dirk Preisser, der sich mit seinem Opel Kadett C-Coupé 16V in Bestform präsentiert. Das gilt auch für den Dritten, Michael Rauch im 8-Ventiler Briegel Kadett. Durch dessen Performance höchst motiviert setzt sich Christian Auer vom Rennbeginn an mit dem BMW 2002 8V an die vierte Position, die er bis zum Schluss behaupten kann. Lars Heisel, an dessen Böhm Kadett 16V wegen Zahnausfall am Tellerrad des Diffs nach dem Training die Hinterachse getauscht werden muss, taucht nun auf der Fünf auf, die er nicht mehr abgibt. Ebenso wenig wie Markus Reich (VW Golf 2 16V) Rang sechs. Wegen sinkendem Öldruck am Kadett 16V muss Michael Bodenmüller seine gute siebte Position, die er nach dem ersten Run innehat, kampflos preisgeben. Diese bezieht für einen Moment Werner Weiß mit seinem Ford Escort BDA. In der letzten Auffahrt verliert er diesen Rang an Hans-Peter Wiebe im zweiten Renault Laguna. Werner wird schlussendlich Achter. Platz neun geht an Jens Weber (Kadett Coupé 16V), Zehnter wird Berg-Gelegenheitsstarter Markus Saal mit seiner 16-Ventil C-Kadett Limousine. Mit Michael Rauch (8VP1) und Christian Auer (8VP2) haben wir den Erst- und Zweitplatzierten der 2-Liter KW 8V-Trophy bereits genannt. Rang drei holt sich Christian Dümler (VW Golf 2), danach laufen die Opel C-Kadett Coupés von Martin Kellndorfer und Alexander Pleier im Ziel ein.

Senior Sepp Koller ist bei den Dieseln als Alleinunterhalter unterwegs, zieht routiniert alle Läufe durch. Auch ein Mucken in der Technik seines Alfa Romeo JTD im ersten Wertungslauf kann ihn weder beirren noch vom Klassensieg abhalten.

Die erste 3-Liter Trainingsbestzeit lässt sich Günter Göser gutschreiben, die zweite Bernhard Permetinger. In der dritten Übungsauffahrt bleibt Bernhards BMW M3 E30 stehen, fängt sogar kurz Feuer. Der Keilriemen hatte sich aufgelöst und dabei eine Kraftstoffleitung so beschädigt, dass Sprit austreten und sich entzünden konnte. Doch am Renntag ist der M3 wieder pikobello geputzt und einsatzbereit. Auch in dieser Klasse formiert sich die Reihung schnell und stabil. Günter Göser gewinnt im Böhm Kadett 16V 1,837 Sekunden vor Bernhard Permetinger (P2). Für Günter ist es ein hoch emotionales Rennen. Denn am Sonntagmorgen ist sein Vater – wegen dessen Krankheit er bereits auf die Teilnahme in St. Anton verzichtet hatte – verstorben. Da es dessen ausdrücklicher Wunsch war, dass Günter das Hauenstein Bergrennen auf jeden Fall zu Ende fährt, nimmt er den Wettbewerb auf. Seinen Sieg dort widmet er seinem Vater. Dritter wird Helmut Knoblich, der zum zweiten Mal in dieser Saison mit dem Mini Cooper S dabei ist. Marcel Gapp fährt seinen BMW M3 E36 auf die Vier, Fünfter wird Hauke Weber im Audi 80 Quattro. Den größten 3-Liter KW 8V-Trophy Pokal holt sich Karl-Heinz Schlachter im BMW 2002, Zweiter der „Roten“ wird Werner Walser (Kadett Limousine), Dritter Youngster Felix Bürker mit seinem Kadett City. Der 21-Jährige hat ein besonderes Erlebnis: Im ersten Race-Heat läuft er auf den von der Technik eingebremsten Sepp Koller auf. Da ihn dieser nicht bemerkt, zuckelt er hinter ihm ins Ziel. Legt man Felix Zeiten aus den beiden nächsten Runs zugrunde, dann hat ihn dieses Manöver rund 15 Sekunden gekostet. Und damit höchstwahrscheinlich auch zwei Plätze. Eine Wiederholung des Laufes, die er bei der Rennleitung wegen des Vorfalls beantragt, bekommt er leider nicht zugesprochen.

Bei den Boliden mit mehr als 3-Liter Hubraum sieht am Samstagabend alles nach einem leicht zu holenden Erfolg für Herbert Pregartner aus. Im Porsche 911 GT2 RSR war er 2,124 Sekunden früher im Ziel als Norbert Handa mit seinem Lancia Delta Integrale. Doch in Rennlauf eins dreht Norbert Handa explosiv voll auf, folgt „Pre“ im Minimalabstand von 185 Tausendsteln. In der zweiten Auffahrt dreht der „Lancisti“ sogar den Stand um, führt mit 0,621 Sekunden vor dem Zuffenhausener Biturbo aus Österreich. Im Finale wird Herbert Pregartner nochmals um unglaubliche 1,307 Sekunden schneller, fährt mit 1:49,941 eine Top-Zeit. Norbert Handa dagegen ist 1,175 Sekunden langsamer als in seinem zweiten Run. Damit gewinnt Herbert Pregartner 1,055 Sekunden vor Norbert Handa, der Zweiter wird. Rang drei geht an Sabine Röck im VW Golf Turbo, die stark unterwegs ist. Norman Struckmann fährt seinen Ford Escort Cosworth auf die Vier, Fünfter wird Marcus Gesell im Seat Leon Supercopa.

Zwei ungleiche Fahrzeuge duellieren sich um den Sieg bei den E2-Silhouetten-Rennern. Holger Hovemann im bulligen Opel C-Kadett GT/R Risse V8 gegen Ralf Kroll im filigranen Silver Car heißt die Paarung. Holger lässt den über 700 PS seines 5,7-Liter V8-Triebwerkes die Zügel locker, hat im Ziel über 220 Sachen drauf. Das Silver Car hat an derselben Stelle ein Defizit von rund 37 km/h. Damit ist auf einer Highspeed-Piste nicht mehr zu holen als Klassenrang zwei. Nichtsdestotrotz wird Ralf Zwölfter des Gesamt-Rankings, der um 18,437 Sekunden schnellere Holger Hovemann sogar hervorragender Vierter.

Den Hauenstein TW-Gesamtsieg heftet Herbert Pregartner an seine Fahnen. Norbert Handa ist in dieser Wertung Zweiter, Björn Wiebe Dritter. Die Ehrenplätze vier und fünf gehen an die Kadett-Piloten Dirk Preisser (TW-GP4) und Günter Göser (TW-GP5).

So, nun heißt es schnell den Koffer checken (nicht auspacken!). Denn schon bald geht es los zum nächsten NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Lauf in Osnabrück. Dort wird ganz groß die 50. Auflage des Rennens in der Borgloher Schweiz gefeiert. Es wird ein Mega-Wochenende, das vom 03. bis zum 06. August dauert. Danach folgen drei Wochen Pause, bis am 26./27.08. in Oberhallau der sicherlich total heiße KW Berg-Cup Herbst eingeläutet wird. Fünf Rennen sind es noch, die in der 30. KW Berg-Cup Saison im Terminplan stehen. Kommt bitte möglichst zu allen, liebe NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Freunde. Wir Berg-Cup’ler und unsere Veranstalter-Partner freuen uns ehrlich auf euch.

Foto: Harald Jordan - rennfotos.de

 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

IronForce by RING POLICE startklar für ADAC GT Masters

IronForce by RING POLICE ist bereit für das ADAC GT Masters. Drei Tage vor dem offiziellen Vorsaisontest in der Motorsport Arena Oschersleben hat der Rennstall das auffällige Design für seinen Porsche 911 GT3 R vorgestellt, mit dem Lucas Luhr (38/Ermantingen) und Jan-Erik Slooten (33/Jülich) erstmals in der "Liga der Supersportwagen" antreten werden. Alle 14 Saisonrennen des ADAC GT Masters werden auch 2018 von SPORT1 live und in voller Länge übertragen.
 
Der "Elfer" des Rennstalls aus Erkelenz wird mit seiner schwarz-weißen Beklebung, die durch bunte Farbakzente ergänzt wird, auf den sieben Rennstrecken des ADAC GT Masters für Aufsehen sorgen. Initiiert wurde das Projekt von Jan-Erik Slooten, der sich das Auto mit dem ehemaligen FIA-GT1-Weltmeister, ALMS-Champion und zweimaligen Sieger des ADAC Zurich 24h-Rennens Lucas Luhr teilt, und TV- und YouTube-Star JP Kraemer - beide große Motorsportenthusiasten. Sie entschlossen sich, sich zusammenzutun und ihre Teams und Kompetenzen einzubringen. Slooten stellt als Geschäftsführer von Team RING POLICE seine Crew und seine Motorsporterfahrung zur Verfügung, während Medienprofi Kraemer als Geschäftsführer von JP Performance mit seiner Reichweite den Zugang zur Fanbase und zu den Sponsoren ermöglicht. Ziel ist es, gemeinsam als Team IronForce Professionalität, Nahbarkeit und Spaß im Motorsport zu verbinden. Die Debütsaison im ADAC GT Masters hat IronForce by RING POLICE unter das Motto "Make Motorschpocht great again" gestellt.
 
Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat IronForce by RING POLICE in der kommenden Woche beim offiziellen Vorsaisontest des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben. In der Saisonvorbereitung absolvierte das Team bisher schon Testfahrten in Südeuropa. "Ich freue mich auf die große Herausforderung ADAC GT Masters und auf die nächste Woche mit den Testtagen in Oschersleben", so Jan-Erik Slooten. "Dort treffen wir erstmals auf die diesjährigen Konkurrenten. Es ist toll, dort viele alte Freunde wiederzusehen und die anderen Teams und Fahrer kennenzulernen. Es werden auf jeden Fall sehr besondere Tage für mich."

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Honda setzt im ADAC GT Masters auf Schubert Motorsport

Debüt für Honda im ADAC GT Masters. Für ihre Premierensaison haben die Japaner das Honda Team Schubert Motorsport als Einsatzmannschaft des NSX GT3 gewinnen können. Pilotiert wird dieser von den Youngstern Christopher Dreyspring (19/Nürnberg) und Giorgio Maggi (20/CH). Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.
 
Schubert Motorsport kehrt damit nach einem Jahr Pause ins ADAC GT Masters zurück. Die Mannschaft rund um Teamchef Torsten Schubert setzt 2018 erstmals auf den Honda NSX GT3. Das Team ist in der Serie seit Jahren eine feste Größe und das dritterfolgreichste Team in der Geschichte des ADAC GT Masters. 2010 stieg die Mannschaft in die Serie ein und holte mit verschiedenen BMW-GT3-Modellen zehn Siege sowie sechs Pole-Positions und gewann 2015 die Teamwertung.
 
Teamchef Torsten Schubert, Teammanager Frank Link und Geschäftsführer André Schubert haben das Kernziel für die Saison klar definiert: den Honda NSX GT3 weiterzuentwickeln und von Anfang an vorne mitzukämpfen. "Ich freue mich auf die spannende Herausforderung, die wir gemeinsam mit Honda in Angriff nehmen werden", sagt André Schubert. "Das Auto ist neu und die Weiterentwicklung wird keine leichte Aufgabe. Dessen sind wir uns bewusst. Gleichzeitig ist ein solcher Schritt immer besonders, und ich spüre im gesamten Team jetzt schon die Vorfreude auf die kommende Saison. Unsere beiden Fahrer sind neu im ADAC GT Masters, haben uns aber mit ihren bisherigen Leistungen überzeugt. Unsere Zielsetzung mit den beiden Rookies ist klar: Wir wollen den Titel in der Junior-Wertung gewinnen."

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Timo Scheider startet für BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters

Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) bildet die Speerspitze im Fahreraufgebot des BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters. Als Teamkollegen kommen in den beiden BMW M6 GT3 des bayerischen Rennstalls die BMW-Motorsport-Junioren Mikkel Jensen (23/DK) und Dennis Marschall (21/Eggenstein-Leopoldshafen/D) sowie der Schwede Victor Bouveng (21) zum Einsatz. Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. 

"Timo Scheider, die BMW-Motorsport-Junioren und das BMW Team Schnitzer: Diese Kombination ist genial", sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt. "Das BMW Team Schnitzer ist eine Institution im internationalen GT-Sport und blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Bereits im vergangenen Jahr hat das Team bewiesen, dass es auch im hochkarätig besetzten ADAC GT Masters um den Titel fahren kann. Timo Scheider ist aufgrund seines Fahrkönnens und seiner Persönlichkeit eine große Bereicherung für die Rennserie und ein Vorbild für unsere jungen Fahrer. Unsere aktuellen Junioren bekommen nun die Chance, sich mit den Besten zu messen und von ihnen zu lernen. Der Einsatz im ADAC GT Masters ist auf ihrem Weg an die Spitze ein wichtiger Schritt. Ich freue mich riesig darauf, die ganz sicher aufregende Saison zu verfolgen."
 
Mit dem Fahrerquartett setzt das BMW Team Schnitzer auf eine Mischung aus Erfahrung und vielversprechenden Talenten. Timo Scheider gewann 2008 und 2009 die DTM und bestreitet in diesem Jahr seine erste Saison im ADAC GT Masters. Der Deutsche teilt sich das Auto mit Mikkel Jensen. "In meinem zweiten Jahr bei BMW freue ich mich sehr darauf, mit einem großartigen Team wie Schnitzer eine komplette Saison zusammenarbeiten zu können", sagt Scheider. "In Mikkel Jensen habe ich einen jungen und motivierten Teamkollegen an meiner Seite. Ich bin mir sicher, dass wir voneinander profitieren und Erfolg haben können. Als ehemaliger BMW-Junior liegt mir die Förderung junger Talente sehr am Herzen, nicht zuletzt deshalb hatte ich in der Vergangenheit auch mein eigenes Nachwuchs-Kart- und ADAC Formel 4-Team. Ich würde mich freuen, auch Mikkel und den anderen mit meiner Erfahrung weiterhelfen zu können."

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