Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

 

Und schon sind wir bei den Wassergekühlten angelangt, widmen uns hier zuerst der Klasse bis 1150 Kubik der nach Gruppe H, FS und E1 Technik-Regeln vorbereiteten Fahrzeuge. Die Ränge eins bis fünf dieser Abteilung sortieren sich bereits am Ende des Trainings zum finalen Resultat des Rennens. Im VW Schneider Polo 16-Ventiler fliegt Jürgen Schneider seinen acht Hubraumkollegen auf und davon, holt sich in überzeugender Manier seinen siebten Unterfranken-Klassensieg in Folge. Mit seinem Fiat 127 Sport Martini Racing fährt Jürgen Heßberger auf Platz zwei, Dritter wird Tobi Stegmann im Schneider Audi 50. Er steht anfangs noch unter Druck von Jörg Eberle, der nach dem ersten Heat mit seinem Fiat 127 Super lediglich 15 Hundertstel hinter ihm liegt. Doch mit den weiteren Läufen vergrößert sich der Abstand. So bleibt Jörg Eberle Vierter, Bernd Deutsch wird im Schneider Audi 50 Fünfter. Somit haben wir auch schon die besten vier 8-Ventiler-Piloten genannt. Jürgen Heßberger heißt der Gewinner der 1,15-Liter KW 8V-Trophy. Rang zwei geht an Tobi Stegmann, Position drei sichert sich Jörg Eberle vor Bernd Deutsch, der Vierter ist. Mit Rolf Rauch im Fiat 128 Rally fügen wir den Fünften hinzu.

Umblende zu den 1400ern. Deren Probegalopps versprechen Hochspannung. Franz Weißdorn ist im Nassen mit seinem VW Polo Hayabusa am schnellsten oben. In der zweiten Auffahrt legt Armin Ebenhöh im VW Minichberger Scirocco eine Pirouette auf die nun trockene Fahrbahn. Im letzten Heat holt er sich dann doch noch die Bestzeit, ist dabei aber nur 0,356 Sekunden flotter unterwegs als Franz Weißdorn (TP2). Dahinter bahnt sich die Fortsetzung des 8-Ventiler-Dauerduells zwischen Frank Duscher und Nils Abb an. Frank bezieht die dritte Position, Nils Abb, der Local Hero im Schneider Polo, die Vierte. Auf der Fünf beendet ein nicht wirklich zufriedener Hugo Moser den Trainingstag. Der nach dem Oberhallau-Ausrutscher im Eiltempo reparierte VW Polo 16V liegt nicht so, wie es Hugo gerne hätte. Am Renntag erwischt Armin Ebenhöh den besten Start und fährt ungefährdet zum Klassengewinn, Franz Weißdorn sichert sich Position zwei. Dahinter tauchen nach dem ersten Lauf zwei 8- Ventiler Polo auf. Frank Duscher ist Dritter, Frank Lohmann Vierter. Rang fünf ist die Angelegenheit von Hugo Moser. Der Eichenbühler Lokalmatador Nils Abb ist hinter Markus Hülsmann (P6) erst auf der Sieben zu finden. Sein dritter Gang hat sich verabschiedet, der Rückstand auf Frank Duscher beträgt deshalb fast 3 Sekunden. Sofort wird flink geschraubt und das Reservegetriebe installiert. Leider werden die Mühen nicht belohnt. In Zielnähe platzt auch die Ersatz-Gearbox, Nils ist endgültig draußen. Derweil läuft Nordlicht Markus Hülsmann zur Höchstform auf. Mit seinem VW Golf 16V knackt er die 1:30er-Marke, ist damit Vierter. Diese Position verteidigt er bis ins Ziel des letzten Laufes, hält Hugo Moser (P5) um 1,562 Sekunden hinter sich. Frank Duscher sichert sich den größten 1400er KW 8V-Trophy Pokal, als Sechster der Klasse ist Frank Lohmann Zweiter der 8V’ler. Der Podiumsplatz des Dritten geht an Youngster Dominik Schlott im VW Schneider Polo, Stefan Winkler reiht sich mit seinem Fiat 127 auf der Vier ein.

Wir legen 200 Kubik zu und kommen so zu den 1,6-Litern. Auch in dieser Abteilung werden einige Herrschaften sonntags von der Defekthexe ausgebremst. Vielleicht hat sie am Samstagabend zu ausgiebig am 50-Jahre-Jubiläum im Festzelt teilgenommen und versucht nun irgendwie ihr flaues Gefühl im Magen zu stillen. Im Training gibt sie noch Ruhe und sieht zu, wie Stefan Faulhaber (TP1) im Opel Minichberger Kadett 16V das Tempo diktiert. Ihm am nächsten kommt Andy Heindrichs (TP2) mit seinem Opel Risse Corsa 16V, dicht gefolgt von Erwin Buck im 8-Ventiler Spiess Scirocco. Wolfi Glas fährt seinen VW Minichberger Golf 20V auf Position vier, Helmut Maier ist mit seinem Spiess Golf 16V Fünfter. Gleich zum Rennauftakt saugt die Defekthexe in der zweiten Kurve den Strom komplett aus Wolfis Golf, der prompt stehen bleibt. Die erste Reihung lautet daher: Stefan Faulhaber (P1) vor Andy Heindrichs (P2) und Erwin Buck (P3). Helmut Maier ist nun Vierter, Jürgen Datzer im VW BSM-Scirocco 16-Ventiler Fünfter. Der zweite Lauf bringt keine Veränderungen. Aber im dritten vernascht die Defekthexe noch schnell eine Antriebswelle am Heindrichs-Corsa. Das bedingt eine neue und nun auch endgültige Reihung hinter dem sicheren Leader und Klassengewinner Stefan Faulhaber. Erwin Buck kommt bis auf die Zwei nach vorne, Helmut Maier steigt als Dritter mit auf das 1600er Podium. Die Ehrenplätze gehen an Jürgen Datzer (P4) und die Schweizerin Corinne Pflug, die mit ihrem Toyota Corolla ihr Unterfranken Wochenende als Fünfte abschließt. Leider ist Erwin Buck dort der einzige 1,6-Liter 8-Ventiler, ergo auch der Sieger dieser Sonderwertung.

Lasst uns nun nach den 2-Litern schauen. Und dabei feststellen, ob die Taktik der Wiebe Brüder aufgegangen ist. Sie hatten ja ihren schnellsten Pfeil im Köcher, sprich den blauen Laguna, in Unterfranken nicht für KW Berg-Cup Punkte nominiert. Diese sollte André mit dem silbernen Exemplar einfahren, während Björn sich im blauen ganz auf die letzten noch fehlenden 14 Punkte für die Deutsche Automobil Berg Meisterschaft (DBM) konzentrierte. Hochmotiviert war Tom Strasser aus Tirol angereist. Absolut fest gewillt, die Scharte des letzten Jahres auszuwetzen. In dem er gleich in der ersten Übungsauffahrt mit seinem VW Scirocco 16V verunfallte. 2017 macht er es besser – viel besser sogar! Als Erstes setzt er sich auf die imaginäre Pole Position. 0,769 Sekunden vor Björn Wiebe im Renault Williams Wiebe Laguna (TP2) und deren 1,059 vor Hansi Eller (TP3) im VW Golf II 16V. Auch Dirk Preisser ist mit seinem Opel Kadett C-Coupé 16-Ventiler als Vierter gut unterwegs. Sein Rückstand auf die Bestzeit beträgt weniger als 1,5 Sekunden. Patrick Orth, dem starke Vibrationen an der Hinterachse seines BMW 320iS Rätsel aufgeben, beendet die Übungsläufe auf der Fünf. Norbert Wimmer ist im BMW 2002 schnellster 8V’ler, Alex Pleier folgt ihm im Kadett C-Coupé als Zweiter, im VW Golf II ist Thomas Dümler Dritter der Roten. Zum Rennbeginn stürmt Dirk Preisser an die Spitze, er kann Tom Strasser (P2) um 0,318 Sekunden hinter sich halten. 0,547 Sekunden hinter diesem läuft Björn Wiebe (P3) im Ziel ein, der damit ebenfalls in Schlagdistanz zur Spitze liegt. Hansi Eller bezieht den vierten Rang, der trotz abendlichem Antriebswellenwechsel von seinem Italo-M3 weiterhin kräftig durchgeschüttelte Patrick Orth ist Fünfter. Im zweiten Run erfolgt der Generalangriff von Tom Strasser. Er drückt seine eigene Marke um 0,442 Sekunden auf 1:22,683 herunter. Dirk Preisser büßt dagegen im direkten Vergleich seiner beiden ersten Auffahrten 0,481 Sekunden ein. Damit liegt Tom Strasser in der Addition 0,287 Sekunden vorne. Dirk Preisser ist nun Zweiter, Björn Wiebe bleibt Dritter. Auch der vierte Rang von Hansi Eller hat Bestand.

Patrick Orth fehlt in Durchgang zwei. Denn am Start zu diesem gab es – vermutlich wegen einer nicht korrekt funktionierenden Einspritzdüse – einen kurzen Brand in der BMW-Airbox, dessen Hitzeausstrahlung den Gasschieber zum Klemmen bringt. Lars Heisel übernimmt im Böhm Kadett den frei gewordenen fünften Platz. Im Finale zaubern Tom Strasser und Dirk Preisser fast identische Zeiten auf die 3,05-Kilometer-Piste. Damit sind die im zweiten Durchgang bezogenen Positionen der Top-Fünf bombenfest zementiert. Auf Platz sechs läuft Werner Weiß im Ford Escort RS 1800 BDA ein, als Siebter ist Norbert Wimmer auch der 2-Liter KW 8V-Trophy Gewinner. Mit Position acht beendet André Wiebe seine Mission „KW Berg-Cup Punkte holen“. Etwas mehr als 80 davon kann er sich auf das Teamkonto der Startnummer 300 gutschreiben lassen. Jens Weber fährt seinen 16-Ventiler CKadett auf Endrang neun. Als Zehnter ist Bernd Ehrle bei seiner ersten Teilnahme in diesem Jahr mit seinem Kadett C-Coupé zweitbester 8-Ventiler. Als Dritter steigt Alex Pleier mit auf das Sonderwertungspodest der roten Startnummern. Thomas Dümler wird bei seinem 2017er Debüt starker Vierter, Martin Kellndorfer im C-Kadett Coupé Fünfter. Okay, ich höre die Frage: „Und was ist mit Michael Rauch?“ Hm, der kämpft mit Elektronik-Gremlins, die sich im Briegel Kadett hartnäckig festgebissen haben. Sie lassen in Unterfranken nur zwei Trainingsläufe zu, dazu wenige Meter des ersten Race-Heats. Danach ist für Michael leider Schluss. Auch Bea Flik sieht im zweiten Rennlauf das Ziel nicht. Schon beim Wegfahren läuft ihr Renault Megane Cup nicht richtig, kurz danach bleibt sie stehen. In Durchgang drei ist sie zwar wieder dabei, zählt aber trotzdem zu den Ausgefallenen.

Zwei Renndiesel sind nach Unterfranken gekommen. Im Alfa Romeo 147 JTD Cup sorgt der 84-jährige Evergreen Sepp Koller für die Bestmarke des Trainings. Am Sonntag dreht dann sein 20 Lenze jüngerer Klassenkollege Karlheinz Meurer den Spieß um und gewinnt die Selbstzünderklasse. Dazu muss er mit seinem VW Golf V R-TDI ganz schön Gas geben, denn der Senior des gesamten Feldes hält wacker mit. Am Ende trennen die beiden nach 9,15 Rennkilometern weniger als 4 Sekunden.

Über knappe Abstände können wir auch in der benzinbetriebenen Abteilung bis 3- Liter Hubraum sprechen. Das fängt mit dem Übungssamstag an, aus dem Helmut Knoblich mit dem Mini Cooper S als schnellster Pilot hervorgeht. Aber er hat zwei Verfolger im Windschatten: Den BMW M3 E30 von Bernhard Permetinger sowie Marcel Gapp auf seinem E36 M3. Die Abstände betragen 0,173 (Bernhard) und 0,257 (Marcel) Sekunden. Trainingsvierter ist Richard Rein (Ford Capri), Karl-Heinz Schlachter fährt den BMW 2002 tii auf die Fünf und ist zugleich klassenbester KW 8V-Trophy Mann. Der Renntag beginnt mit einem Paukenschlag: Helmut Knoblich rutscht noch vor der Klinge ins Abseits und ist draußen. Marcel Gapp übernimmt die Führung vor Bernhard Permetinger (P2) und Karl-Heinz Schlachter (P3). Richard Rein setzt sich auf die Vier, Youngster Felix Bürker folgt im Opel Kadett City als Fünfter. Die zweite Auffahrt bringt keine Veränderungen. Im Finallauf kreuzt KarlHeinz Schlachter mit rund 6 Sekunden Verspätung die Ziellinie, das wirft ihn auf die Sechs zurück. Ganz vorne hat die Reihung Bestand: Marcel Gapp gewinnt vor Bernhard Permetinger (P2), entschädigt sich damit etwas für seinen unglücklich verlaufenen Saisonbeginn. Richard Rein rückt auf Platz drei vor, Felix Bürker auf die Vier. Michael Weber beendet seinen ersten Einsatz auf dem Audi 80 Quattro seines Juniors Hauke als Fünfter. Der 21-jährige Felix Bürker feiert beim vierten Einsatz mit dem Kadett City seinen ersten 3-Liter KW 8V-Trophy Sieg. Als Zweiter steigt KarlHeinz Schlachter mit auf das Podium der „Roten“, Thomas Ostermann ist mit seinem BMW E30 Hartge Dritter.

Ein enger Dreikampf war für die Bergboliden mit mehr als 3-Liter Hubraum im Vorfeld in Aussicht gestellt worden, verbunden mit dem Fight um den Tourenwagen (TW) Sieg. Überraschend deutlich treibt Österreichs Herbert Stolz seinen Porsche 935 DPII in den Trainingssitzungen zur Bestzeit. 2,311 Sekunden dahinter läuft Norbert Handa (TP2) mit seinem Lancia Delta Integrale im Ziel ein. Er zieht Austria-Express Herbert Pregartner samt seines Porsche 911 GT2 RSR im Windschatten mit zur drittbesten Zeit. Der Abstand zwischen den beiden Letztgenannten: Minimale 11 Hundertstelsekunden! Im Rennen ist der Unterfranke Norbert Handa fest darauf gepolt, den TW-Triumph nach 2016 erneut an seine Fahnen zu heften. Dementsprechend legt er los, unterbietet im ersten Run seine Trainingszeit um 2,356 Sekunden. Das ist die knappe Führung, 47 Tausendstel vor Herbert Stolz (P2) und Herbert Pregartner (P3), der 0,349 Sekunden auf den Spitzenreiter verliert. „Pre“ fühlt sich als Saugmotor-Pilot, er vermisst den nötigen Turbo-Boost. Und damit rund 200 seiner über 900 PS. Was ihn aber nicht daran hindert, im zweiten Heat die Führung zu übernehmen. 9 Tausendstel liegt er in der Addition vor Norbert Handa (P2). Herbert Stolz ist plötzlich 6 Sekunden länger unterwegs als im Lauf zuvor. Seine Benzinpumpe fördert nicht genügend Sprit zum Biturbo-Motor, er muss aufhören. Doch damit ist der Unterfranken-TW-Thriller noch nicht zu Ende – ganz im Gegenteil! Im letzten Kapitel legt er sogar an Brisanz zu. Denn die Hauptakteure verschärfen das Tempo, sind nun beide unter der 1:20er Marke unterwegs. Norbert Handa gelingt der größere Sprung, mit 1:19,764 stellt er den TW-Sieg sicher. Herbert Pregartner ist Zweiter, der Abstand zum Gewinner beträgt winzige 0,145 Sekunden. Durch den Stolz-Rückzug rückt Sabine Röck auf ihrem frontgetriebenen VW Golf Turbo mit ansprechenden Zeiten auf die Drei nach vorne.

Fehlen uns nur noch die drei E2-Silhouetten-Renner, die wir nicht in ihren einzelnen Klassen, sondern als Gruppe betrachten möchten. Holger Hovemann ist deren klarer Sieger und obendrein starker Sechster des Gesamt-Rankings. Gut gelaunt erzählt er: „Das ich hier starten kann, verdanke ich ausschließlich meinem Superteam. Denn nach dem Osnabrück-Crash haben die Jungs Tag und Nacht geschraubt, damit mein Opel Kadett GT/R Risse V8 rechtzeitig pikobello fertig wurde.“ Holger wird nun auch bei den beiden letzten KW Berg-Cup Rennen 2017 mit dabei sein. E2-SH-Platz zwei holt sich der Vorarlberger Lucas Boric im TracKing, Ralf Kroll beendet sein Heimspiel auf dem roten Silver-Car knapp zurück als Dritter.

Die Plätze eins bis siebzehn der Tourenwagen-Wertung gehen ausschließlich an KW Berg-Cup Aktive. Der Gewinner ist Norbert Handa vor Herbert Pregartner. Danach ist die 2-Liter Podiumsbesetzung zu finden: Thomas Strasser, Dirk Preisser und Björn Wiebe belegen exakt in der genannten Reihenfolge die TW-Gesamtplätze drei bis fünf. Die DBM wurde einmal mehr in Unterfranken vorzeitig entschieden. Björn Wiebe ist der nicht mehr einholbare Nachfolger seines jüngeren Bruders André als Titelträger der Deutschen Automobil Berg Meisterschaft. Wir gratulieren dazu herzlich! Auch in Sachen KW Berg-Cup Gesamtsieg sieht es für die Wiebe-Brüder sehr gut aus. Nach Unterfranken haben sie über 917 Punkte aus 9 Veranstaltungen auf ihrem Konto. Wir erinnern uns: Maximal die 9 besten Resultate aus den 13 Rennen zum KW Berg-Cup gehen in die Jahreswertung ein. Also haben die Wiebes schon jetzt einen Top-Wert eingefahren, den ihre Mitbewerber nur mehr sehr schwer und obendrein nur bei extrem vielen Startern in ihren jeweiligen Klassen theoretisch noch erreichen können. Heißeste Mitanwärter auf eine Position unter den Top-Drei sind zurzeit Dirk Preisser und Armin Ebenhöh/Hansi Eller. Zum erweiterten Favoritenkreis gehören unter anderen Lars Heisel, Markus Reich/Hansi Eller und Michael Rauch/Stefan Faulhaber. Zu erwähnen ist bei dieser versuchten Hochrechnung unbedingt noch, dass Björn und André Wiebe durchaus die Chance besitzen, ihren Zählerstand in den letzten Rennen noch um weitere rund 30 Punkte zu erhöhen. Erfüllen sie auch nur einen kleinen Teil dieser Option, dann ist die Mission „Verteidigung des KW Berg-Cup Gesamtsieges“ zu hundert Prozent erfüllt. Es gibt noch weitere Gratulationen auszusprechen: An Michael Rauch/Stefan Faulhaber zum erneuten Gewinn der KW 8V-Trophy. Und an Lars Heisel zum überlegenen Sieg in der Rookie-Wertung. Bei den Youngsters deutet alles auf einen Erfolg von Dominik Schlott hin, mit den Glückwünschen dazu müssen wir allerdings noch ein klein wenig warten. Gratulieren können wir aber schon heute Jörg Davidovic und Steffen Hofmann zum dritten Gewinn des NSU-Bergpokals in Folge. Ein astreines Tripple haben auch Thomas Stelberg/Jürgen Schneider bei den 1150ern geschafft. Unsere Glückwünsche dazu! Bei den 1,4-Litern ist es für Gratulationen noch etwas zu früh. Bei den 1600ern sind Stefan Faulhaber/Michael Rauch durch und nach 2016 erneut Klassenbeste. Die Abteilung bis 2000 Kubik sieht Björn und André Wiebe analog zum Gesamt-Ranking in der Favoritenrolle, glasklar besiegelt ist ihr erneuter Triumph jedoch noch nicht. Karlheinz Meurer ist erstmals der Diesel-Titelträger, Daumen hoch für diesen Erfolg. Bernhard Permetinger ist zwar nun nach Unterfranken der bis-3-Liter-Leader, rein theoretisch-mathematisch betrachtet aber noch nicht uneinholbarer JahresGewinner. Ganz anders stellt sich die Situation in der Abteilung über 3-Liter Hubraum und bei den E2-Silhouetten-Boliden dar: Hier dürfen wir Norbert Handa und Holger Hovemann zum Sieg in der 30. KW Berg-Cup Saison gratulieren. Saison, das ist das Stichwort: Nur mehr zwei Wettbewerbe stehen nach Unterfranken im Tourneeplan. Beide sind Hochkaräter und zählen auch zum FIA International Hill Climb Cup. Am 23. und 24. September geht es nach Oberösterreich, zum EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha. Und schon eine Woche später steht in der Nähe von Augsburg das große Finale an. Dort können wir zum allerletzten Mal in diesem Jahr den aufregenden Sound der NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Renner hören. Denn nach dem 30. September und 1. Oktober ist Motorenruhe bis zum April 2018. Puh, das ist lange! Also sollten wir bei den beiden letzten Auftritten unbedingt dabei sein, live und vor Ort. Denn wenn auch – wie im vorhergehenden Absatz beschrieben – schon einige Entscheidungen gefallen sind, so sind dies noch längst nicht alle. Denn auch hinter den Klassenbesten und Sonderwertungssiegern wird noch mit großem Einsatz um jeden einzelnen Platz gekämpft. Das sollten wir uns auf gar keinen Fall entgehen lassen. Also bitte kommt zahlreich zu den abschließenden, alles entscheidenden Rennen, liebe KW Berg-Cup Fans und Freunde.  Wir freuen uns auf euch!

Die Fotos vom 50. Bergrennen Unterfranken 2017 finden Sie hier.

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Renauer/Jaminet holen in Zandvoort ersten Saisonsieg für Porsche

Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) positionieren sich im Titelkampf. Im Sonntagsrennen in Zandvoort in den Niederlanden fuhren sie mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg zum ersten Saisonerfolg von Porsche im ADAC GT Masters. Platz zwei ging an die Mercedes-AMG-Paarung Patrick Assenheimer (26/Heilbronn) und Raffaele Marciello (23/I, beide AutoArenA Motorsport) vor Adrien de Leener (28/B) und Klaus Bachler (27/A, beide KÜS Team75 Bernhard) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. "Das war ein perfekter Tag", jubelte Sieger Jaminet. "Endlich den ersten Saisonsieg für uns und Porsche geholt zu haben ist großartig." 

Problemloser Triumph für Renauer/Jaminet

Pole-Setter Jaminet behauptete beim Start die Führung und setzte sich in den Folgerunden stetig von seinen Verfolgern ab. Zwischenzeitlich fuhr der Franzose einen Vorsprung von fast 3,5 Sekunden heraus und übergab schließlich beim Pflichtboxenstopp mit einem Zeitpolster von knapp 2,5 Sekunden an Partner Renauer. Auch der Bayer zeigte anschließend eine fehlerlose Leistung und sah nach 35 Runden mit 4,9 Sekunden Vorsprung als Sieger die Zielflagge. Jaminet und Renauer sicherten damit Porsche den ersten Sieg der Saison. Für Jaminet war es der zweite im ADAC GT Masters, für Teamkollege Renauer der fünfte. Dabei hatte das Wochenende für das Duo mit einem Rückschlag begonnen: Nach einem Unfall von Renauer im ersten Freien Training am Freitag musste der Porsche in einer Nachtschicht wieder instand gesetzt werden. 

Den zweiten Platz fuhren die Mercedes-AMG-Fahrer Assenheimer/Marciello ein. Startfahrer Marciello lag in der ersten Rennhälfte auf dem fünften Rang, absolvierte aber den Boxenstopp später als die direkten Konkurrenten. Das zahlte sich aus: Partner Assenheimer lag danach bereits auf Rang drei und ging schließlich an Porsche-Pilot de Leener vorbei auf die zweite Position - das beste Saisonergebnis für das AutoArenA-Duo. De Leener und Partner Klaus Bachler mussten sich am Ende mit dem dritten Rang begnügen, nachdem Bachler beim Start den Porsche bereits auf den zweiten Rang vorgefahren hatte. 

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Lamborghini-Duo Perez Companc/Mapelli siegt in Zandvoort

Ezequiel Perez Companc (24/RA) und Marco Mapelli (31/I, beide GRT Grasser Racing Team) heißen die Sieger des Samstagsrennens des ADAC GT Masters in Zandvoort. Die Lamborghini-Fahrer setzten sich mit einem knappen Vorsprung von 0,703 Sekunden gegen die Audi-Piloten Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) sowie deren Teamkollegen Jake Dennis (24/B) und Christopher Mies (29/Heiligenhaus) durch. „Ich freue mich sehr über den Sieg“, so Pole-Setter und Sieger Perez Companc. „Das Rennen war sehr hart, denn unsere Verfolger haben uns ständig unter Druck gesetzt. Die Zuschauer haben viele enge Kämpfe gesehen.“ 

Teamkollegen kollidieren im Kampf um Platz eins

Das Samstagsrennen in Zandvoort begann turbulent. Pole-Setter Ezequiel Perez Companc blieb beim Start vorn, doch ausgangs der ersten Kurve ging der von Platz zwei gestartete Mirko Bortolotti (28/I, ORANGE1 by GRT Grasser) im Schwesterauto am Argentinier vorbei. Doch nur zwei Kurven später kollidierten die beiden Huracán GT3. Während Perez Companc wieder die Führung übernahm, drehte sich Bortolotti von der Strecke. Zur Bergung seines Fahrzeugs ging für drei Umläufe das Safety-Car auf die Strecke. Anschließend verteidigte Perez Companc bis zum Pflichtboxenstopp gegen die beiden dicht folgenden Audi von Montaplast by Land-Motorsport die Spitzenposition. Nach dem Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel blieb der Lamborghini weiter an der Spitze. Marco Mapelli, der in Zandvoort seinen ersten Einsatz in der diesjährigen ADAC GT Masters-Saison hatte, fuhr danach den Sieg sicher ins Ziel. Für Perez Companc war es nach dem Lausitzring 2017 der zweite Sieg in der „Liga der Supersportwagen“ und der zweite in der Pirelli-Junior-Wertung. Partner Mapelli triumphierte erstmals in der Serie.

Die Audi-Fahrer Sheldon und Kelvin van der Linde fuhren auf Rang zwei, nachdem sie ihren Boxenstopp eher als ihre Teamkollegen Jake Dennis und Christopher Mies absolviert hatten, die nach ihrem Fahrerwechsel auf Rang drei zurückfielen. Für die van-der-Linde-Brüder war es nach dem Saisonauftakt in Oschersleben der zweite Podestplatz der Saison, für ihre Teamkollegen der erste des Jahres.

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Audi-Duo Salaquarda/Stippler siegt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring

Premierenerfolg für das Team ISR beim ADAC GT Masters: Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) gewannen im Audi R8 LMS für das Team aus Tschechien das Sonntagsrennen der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Nürburgring. Im Kampf um Platz zwei setzten sich die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) in der vorletzten Runde gegen die Audi-Piloten Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) durch. „Ein großartiger Tag“, so Premierensieger Salaquarda. „Gleich in unserer ersten ADAC GT Masters-Saison ein Rennen zu gewinnen, ist wirklich fantastisch.“ 

Auf dem Weg zum ersten ADAC GT Masters-Sieg ihres Rennstalls zeigten die beiden Team-ISR-Piloten eine souveräne Vorstellung. Nachdem Frank Stippler bereits im Qualifying die erste Pole-Position für die tschechische Mannschaft eingefahren hatte, ließ er auch beim Start nichts anbrennen und verteidigte seine Spitzenposition. Bis zum Pflichtfahrerwechsel zur Rennmitte fuhr der Lokalmatador aus Bad Münstereifel einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden heraus. Partner Salaquarda baute diesen anschließend bis zum Ziel auf 11,4 Sekunden aus. Für das Team ISR war es im achten Rennen der erste Sieg in der „Liga der Supersportwagen. Während Filip Salaquarda das erste Mal in der Serie ganz oben auf dem Podest stand, war es für Stippler der zweite Triumph. Seinen ersten hatte er ebenfalls auf dem Nürburgring gefeiert: 2008 in einem Porsche. 

Spannend bis in die Schlussphase verlief dagegen der Kampf um die Podestplätze. Erst in der vorletzten Runde ging Mercedes-AMG-Pilot Markus Pommer an Audi-Fahrer Mike David Ortmann vorbei und sicherte sich und Partner Götz so Rang zwei. Das Duo verringerte durch seinen zweiten Podestplatz des Wochenendes den Rückstand auf die Tabellenführung auf lediglich einen Zähler. Für die Drittplatzierten Ortmann und Winkelhock war es im Audi R8 LMS der erste Podestplatz des Jahres. Ortmann holte gleichzeitig seinen ersten Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

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