Blancpain GT Series: AKKA ASP gewinnt letztes Rennen am Nürburgring

Raffaele Marciello und Michael Meadows gewinnen im AKKA ASP Mercedes-AMG GT3 #88 den letzten Lauf des Blancpain GT Series Sprint Cups auf dem Nürburgring und holen sich damit auch den Titel. Platz zwei sichern sich Luca Stolz und Hubert Haupt im Black Falcon Mercedes-AMG GT3 #6, vor Christopher Haase und Simon Gachet im Sainteloc Audi R8 LMS #25.

Start und Anfangsphase
Pole Setter Luca Stolz im Black Falcon Mercedes-AMG GT3 #6 konnte seine Position beim Start behaupten und ging als Führender aus der ersten Kurve hervor. Dahinter reihten sich Marciello, Haase und van der Linde, der einen guten Start hatte, ein. Pech hatte dagegen Vanthoor im WRT Audi R8 LMS #2, er musste gleich zu Beginn mit einem Reifenschaden an die Box kommen.

Top 5 nach dem Start:
1. Stolz – Black Falcon Mercedes #6
2. Marciello – AKKA Mercedes #88
3. Haase – Sainteloc Audi #25
4. van der Linde – Attempto Audi #66
5. van Dam – Kessel Ferrari #39

Ebenfalls einen guten Start absolvierte Christopher Mies im WRT Audi R8 LMS #1. Von Startplatz 13 aus schob er sich gleich zu Beginn bis auf Rang neun nach vorne. Da die direkten Meisterschaftskonkurrenten zu diesem Zeitpunkt aber auf Rang zwei lagen, war diese Position noch nicht genug um sich den Titel zu holen.

Ein paar Runden später gab es dann aber Schützenhilfe von Frijns. Frijns blockierte den hinter ihm fahrenden Christodoulou und ermöglichte es somit Mies an beiden vorbei zu gehen. Mies lag damit schon mal auf Rang sieben und konnte seine Aufholjagd fortführen.

An der Spitze fuhr Luca Stolz in der ersten Rennhälfte mit einer Sekunde Vorsprung vor dem zweitplatzierten Marciello sein eigenes Rennen. Erst zur Rennmitte und als es die Boxenstopps anstanden wurde es hier wieder etwas enger.

 

Boxenstopps und zweite Rennhälfte
Das Boxenstoppfenster ging auf und Mies brachte den WRT Audi #1 direkt zum Fahrerwechsel rein. Die Spitze blieb etwas länger draußen und kam dann gleichzeitig an die Box. Die AKKA Manschaft absolvierte einen besseren Stopp und Meadows, der den Mercedes #88 von Marciello übernommen hatte, kam kurz vor Haupt im Black Falcon Mercedes #6 zurück auf die Strecke.

Top 5 nach den Stopps:
1. Meadows – AKKA Mercedes #88
2. Haupt – Black Falcon Mercedes #6
3. Gachet – Sainteloc Audi #25
4. S. Schothorst – Attempto Audi #66
5. Riberas – WRT Audi #1

Zu diesem Zeitpunkt wären Marciello und Meadows die neuen Blancpain GT Series Sprint Cup Meister gewesen. Riberas auf Rang fünf machte aber bereits ordentlich Druck auf den vor ihm fahrenden Attempto Audi mit Steijn Schothorst am Steuer. Schothorst hielt aber tapfer stand und behauptete sich vor Riberas. Denn auch bei den Attempto Piloten ging es um wichtige Punkte, sie waren mit diesem Rennausgang die Drittplatzierten in der Meisterschaft und hatten daher kein Interesse daran den WRT Audi leichtfertig vorbei zu lassen.

In den letzten Minuten lieferten sich die beiden Audi Piloten dann einen packenden Zweikampf mit vielen Berührungen. Für Riberas galt „alles oder nichts“ und am Ende war es nichts. Schothorst konterte jeden Angriff, dann ging auch noch Perez Companc vorbei, Riberas polterte durch das Kiesbett und musste den Audi letztlich in der Box abstellen.

Auch wenn es für Meadows am Ende noch einmal etwas enger wurde an der Spitze konnte der AKKA-Pilot den Mercedes #88 als Erster über die Ziellinie bringen. Damit gab es an diesem Sonntag für Marciello und Meadows nicht nur den Rennsieg, sondern auch den Titel des Blancpain GT Series Sprint Cups.

Ergebnis Rennen 2 am Nürburgring
1. Marciello / Meadows – AKKA ASP Mercedes-AMG GT3 #88
2. Stolz / Haupt – Black Falcon Mercedes-AMG GT3 #6
3. Haase / Gachet – Sainteloc Audi R8 LMS #25
4. K. van der Linde / S. Schothorst – Attempto Audi R8 LMS #66
5. Caldarelli / Perez Companc – Grasser Lamborghini #19
6. Christodoulou / Jamin – AKKA ASP Mercedes-AMG GT3 #87
7. Costa / Klien – Emil Frey Lexus RC F GT3 #14
8. Siedler / Paltalla – Emil Frey Lexus RC F GT3 #114
9. Frijns / Leonard – WRT Audi R8 LMS #17
10. Salikohov / Perel – Rinaldi Racing 488 GT3 #333
11. Korneev / Ateov – SMP Racing Mercedes-AMG GT3 #35
12. Kaffer / P. Schothorst – Attempto Audi R8 LMS #55
13. Van Dam / Bhirombhakdi – Kessel Racing Ferrari 488 GT3 #39
14. Moraes / Dupont – 3Y Technology BMW M6 GT3 #37
15. Winkelhock / Stievenart – Sainteloc Racing Audi R8 LMS #26
16. Riberas / Mies – WRT Audi R8 LMS #1
17. Manchester / Bastian – AKKA ASP Mercedes-AMG GT3 #90
18. Stevens / D. Vanthoor – Audi R8 LMS #2

Feller / De Leener – WRT Audi R8 LMS #3

Nicht gestartet:
– Bortolotti / Engelhart – Grasser Racing Lamborghini Huracán GT3 #63 wegen einer Disqualifikation.

Text: Claudia Blechschmidt / onthegrind.de