München. Generalprobe geglückt: Das ADAC GT Masters ist in Oschersleben mit dem offiziellen Vorsaisontest in seine 15. Saison gestartet. Schnellster beim einzigen Kräftemessen vor dem Auftaktrennwochenende der Deutschen GT-Meisterschaft an selber Stelle wurde Porsche-Werksfahrer Thomas Preining (22/A), der zusammen mit Vorjahresmeister Christian Engelhart (34/Starnberg, beide Küs Team75 Bernhard) startet. Knapp dahinter folgte Jules Gounon (26/F, Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing) im besten Mercedes-AMG und Audi-Sport-Pilot Dries Vanthoor (22/B, Team WRT). Das ADAC GT Masters startet vom 14.–16. Mai in die neue Saison. Alle Rennen werden vom neuen TV-Partner NITRO live und in voller Länge übertragen.

Insgesamt fünf Sessions mit mehr als sechs Stunden Fahrzeit standen bei dem zweitägigen Test auf dem Programm. Dabei legten die 24 Supersportwagen von 18 Teams 3.140 Runden zurück, was einer Distanz von mehr als 11.500 Kilometern entspricht. Thomas Preining, der sich den Porsche mit Vorjahresmeister Christian Engelhart teilt, setzte seine Bestmarke von 1.23,779 Minuten in der letzten Sitzung des Tests. „Es lief sehr gut“, so der Österreicher. „Ich habe mich im neuen Team gut eingelebt und mich auch mit Christian immer besser aufeinander abgestimmt. Wir haben den Test perfekt genutzt, um ein Set-up zu finden, das uns beiden passt. Das Auto läuft super, jetzt freue ich mich auf das Rennwochenende.“

Lediglich elf Tausendstelsekunden langsamer war Ex-Meister Jules Gounon, der im Mercedes-AMG GT3 Evo vom Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing sein Comeback im ADAC GT Masters feiert. „Ich freue mich, wieder zurück in der härtesten nationalen GT-Meisterschaft zu sein“, so der Franzose, der sich beim Test das Fahrzeug mit Constantin Schöll (22/A) teilte. „Wenn man die geringen Abstände sieht, wird deutlich, dass auch in diesem Jahr die Konkurrenz sehr stark ist. Unglaublich, wie eng es an den beiden Tagen zuging.“

Dries Vanthoor kam im schnellsten Audi, in dem er sich mit Charles Weerts (20/B) abwechselt, auf Platz drei. Der Belgier fuhr am Mittwochmorgen mit 1.23,983 Minuten seine Bestzeit. „Wir sind nur am zweiten Tag gefahren, daher waren wir etwas überrascht, gleich so schnell zu sein. Aber die Strecke ist nicht neu für uns und das Team weiß, was es macht. Das war ein guter Start in die Saison für uns, aber ernst wird es erst beim Saisonauftakt.“

Luca Stolz (25/Brachbach) und Maro Engel (35/Monte Carlo, beide Toksport WRT) wurden in einem weiteren Mercedes-AMG GT3 Evo Viertschnellste des Tests. Engel hatte die Saisongeneralprobe mit der Bestzeit in der ersten Sitzung eingeläutet. Platz fünf ging an den Porsche von Jannes Fittje (21/Langenhain) und Dylan Pereira (23/L, beide Küs Team Bernhard). Ihre Markenkollegen Robert Renauer (36/Vierkirchen) und Sven Müller (29/Bingen am Rhein, beide Precote Herberth Motorsport) sowie Vorjahresmeister Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster) und Mathieu Jaminet (26/F, beide SSR Performance) sorgten in den einzelnen Trainings für zwei weitere Porsche-Bestzeiten.

Ergebnis 1. Sitzung
1. Luca Stolz/Maro Engel, Toksport WRT, Mercedes-AMG, 1.24,696 Min.
2. Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet, SSR Performance, Porsche, 1.24,814 Min.
3. Jules Gounon/Constantin Schöll, Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing, Mercedes-AMG, 1.24,885 Min.
4. Mirko Bortolotti/Albert Costa Balboa, GRT Grasser Racing Team, Lamborghini, 1.24,929 Min.
5. Rolf Ineichen/Franck Perera, GRT Grasser Racing Team, Lamborghini, 1.24,988 Min.

Ergebnis 2. Sitzung
1. Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet, SSR Performance, Porsche, 1.24,342 Min.
2. Maximilian Hackländer/Mick Wishofer, MRS GT-Racing, Porsche, 1.24,489 Min.
3. Christian Engelhart/Thomas Preining, Küs Team Bernhard, Porsche, 1.24,609 Min.
4. Jules Gounon/Constantin Schöll, Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing, Mercedes-AMG, 1.24,674 Min.
5. Rolf Ineichen/Franck Perera, GRT Grasser Racing Team, Lamborghini, 1.24,738 Min.

Ergebnis 3. Sitzung
1. Charles Weerts/Dries Vanthoor, Team WRT, Audi, 1.23,983 Min.
2. Luca Stolz/Maro Engel, Toksport WRT, Mercedes-AMG, 1.24,012 Min.
3. Maximilian Hackländer/Mick Wishofer, MRS GT-Racing, Porsche, 1.24,204 Min.
4. Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet, SSR Performance, Porsche, 1.24,318 Min.
5. Christian Engelhart/Thomas Preining, Küs Team Bernhard, Porsche, 1.24,322 Min.

Ergebnis 4. Sitzung
1. Robert Renauer/Sven Müller, Precote Herberth Motorsport, Porsche, 1.24,064 Min.
2. Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet, SSR Performance, Porsche, 1.24,145 Min.
3. Luca Stolz/Maro Engel, Toksport WRT, Mercedes-AMG, 1.24,213 Min.
4. Maximilian Buhk/Raffaele Marciello, Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR, Mercedes-AMG, 1.24,256 Min.
5. Simona De Silvestro/Klaus Bachler, Precote Herberth Motorsport, Porsche, 1.24,260 Min.

Ergebnis 5. Sitzung
1. Christian Engelhart/Thomas Preining, Küs Team Bernhard, Porsche, 1.23,779 Min.
2. Jules Gounon/Constantin Schöll, Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing, Mercedes-AMG, 1.23,790 Min.
3. Jannes Fittje/Dylan Pereira, Küs Team Bernhard, Porsche, 1.24,026 Min.
4. Jusuf Owega/Patric Niederhauser, Phoenix Racing, Audi, 1.24,410 Min.
5. Maximilian Hackländer/Mick Wishofer, MRS GT-Racing, Porsche, 1.24,436 Min.

Kombiniertes Ergebnis
1. Christian Engelhart/Thomas Preining, Küs Team Bernhard, Porsche, 1.23,779 Min.
2. Jules Gounon/Constantin Schöll, Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing, Mercedes-AMG, 1.23,790 Min.
3. Charles Weerts/Dries Vanthoor, Team WRT, Audi, 1.23,983 Min.
4. Luca Stolz/Maro Engel, Toksport WRT, Mercedes-AMG, 1.24,012 Min.
5. Jannes Fittje/Dylan Pereira, Küs Team Bernhard, Porsche, 1.24,026 Min.