... oder Steffi das erste Mal beim Homburger Bergrennen  

 

Pfalz meets Saarland – oder: 38. Homburger Bergrennen

Dass das ein schlimmes Wochenende werden würde, hatte ich irgendwie schon tagelang im Urin; im wahrsten Sinne des Wortes…

Aber wie immer bin ich ja selbst schuld daran, wenn ich als Pfälzerin mit Wahlheimat Baden-Württemberg (…das allein ist schon an Tragik kaum zu überbieten) ins Saarland fahren muss.

Ganz klar: der Super-Gau war vorprogrammiert.

Denn…. Pfälzer gehören in die Pfalz und Saarländer in die Saar – das weiß schließlich schon jedes kleine Kind.

Freitags abends fing ja alles noch ganz entspannt an: die Bayern kamen angefahren mit dem weißen Rennauto im Gepäck. Es wurde gegessen, getrunken und gelacht. Alles easy.

Aber dann…, der Samstag….

Sophia fuhr mal gleich mit den Jungs in aller Herrgottsfrühe ins Saarland. Sonja und ich hatten, wie immer, entspanntere Pläne den Morgen zu gestalten.

Doch Sonja, als echte Bayerin, konnte sich mit der Fahrt ins Saarland wohl nicht so ganz anfreunden. Üble Kopfschmerzen streckten sie danieder. Sie fand das alles ganz schön zum Kotzen.

Was blieb mir anderes übrig als mutterseelenallein ins Land des Grauens zu fahren?

Endlich angekommen, nahm das Grauen seinen Lauf.

Ein Entenmann mit roter Mütze und 2-Tages-Macht schallmeit mir bei meiner Ankunft entgegen: „du kommst hier net rein“. Ganz toll! Kein scheiß Rennfahrer-Begleitungs-Ticket – keine Zufahrt und schon gar nicht ins Fahrerlager. „da wollen schließlich alle hin“ – ich nicht, ich MUSS! Aber er will mich einfach nicht verstehen. „da müssen sie halt morgens früher aufstehen“ wirft er noch ins Diskussionsrondell – ich steh kurz vorm Blutsturz und versuche mich krampfhaft an Spontanentspannungstechniken zu erinnern, mir will aber nix einfallen und so ziehe ich mich mit meinem Auto zurück…. „hinter die Absperrung – das hier ist Sicherheitszone“ – ich bin eindeutig im falschen Film.

Da sich meine Schmerzgrenze jedoch in den letzten Monaten stark nach oben katapultiert hat, zünde ich mir ganz entspannt eine Zigarette an und warte hinter der Zonenabsperrung auf Sophia, die hoffentlich bald mit dem heiß begehrten „ich-darf-hier-durch-bis-zum-Fahrerlager-Ticket“ angesprungen kommt.

Nun knut, oben angekommen bin ich erst mal extrem impressed über das schnuckelige Fahrerlager. Herrlich diese Nähe zwischen den sich konkurrierenden Autos, den Fahrern und zur Natur. Man rückt zusammen wo es nur geht. Sophia navigiert mich durch die engen, verschlungenen Wege zu meinem kleinen, dicken Rennfahrer. Endlich da!

 

Die Sonne scheint, die Männer sind –wie soll es auch anders sein- mit ihren Spielzeugen beschäftigt. Irgendwie merkt mann gar nicht, dass ich da bin.

Ich trink erst mal ne Schorle – die hab ich mir verdient.

Zwischendurch lauf ich auch noch mal das kleine Zeltlager ab und fühl mich spontan in meine Pfadfinderzeit zurückversetzt: schmutzige Männer mit Bierflaschen in der Hand, beim Fachsimpeln, beim Kopf-in-den-Motorraum-von-Autos-stecken. Immer wieder wird die Idylle von lautem Motorengeräusch unterbrochen, weil die Jungs ständig zum Vorstart gerufen werden. Training ist angesagt.

Trainingsergebnisse Gruppe H bis 1600 ccm 


1. 326 PAULITSCH Hans VW Minchberger Scirroco 16V A    01:21.964

2. 327 KORESCH Rainer Ford Escort D                                    01:23.740 

3. 330 MAIER Helmut VW Spiess Golf D                                   01:24.178

4. 329 AUCHTER Tobias Opel Corsa Zöllner GSI 16V D       01:24.603

5. 328 FAULHABER Stefan Opel Risse Kadett 8V D               01:25.667

6. 319 HEINDRICHS Werner Opel Veytal Corsa B                  01:26.224

7. 324 STURM Bernhard VW Scirocco D                                   01:27.285

8. 325 DIETZ Nikolaus VW Golf 1 8V D                                      01:28.891

9. 323 SEITZ Jürgen Ford Escort MK III D                                  01:29.310

10.322 HESSE Lutz VW Büchl Golf D                                         01:30.044

11. 318 NOWACZYK Uwe VW Misczyk Golf 1 8V D                  01:33.390

 

Zurück bei meinem Schatz, stellt der Bayer mit dem weißen Rennauto plötzlich fest, dass bei ihm eine Schraube locker ist. Unter uns, mir ist das ja schon viel früher aufgefallen, reagiere aber völlig überrascht und spiele das Problem herunter: Ach? Echt? …vielleicht liegts nur an der Sonne?

Er verspricht sich schnelle Abhilfe von einem „Sicherungslack“ und schickt mich zu meinem großen Freund aus dem hohen Norden: Norbert. Auf dem Weg dorthin wird aus dem Sicherungslack ein Dichtungslack – hab eh keinen blassen Schimmer für was das Zeug gut sein soll. Ich plabber dann dort was vor mich hin, keiner weiß was ich will. Nachdem ich das mit der lockeren Schraube erzähl, schickt man mich direkt zu Holger-ich-bin-immer-am-schnellsten-oben-Hovemann. Nun denn, die kennen ihn ja auch schon länger….

Voller Ehrfurcht klopf ich am Tempel der Endgeschwindigkeit, beim Renngott-himself. Dann steht er vor mir! Holger Hovemann, ein Mensch aus Fleisch und Blut. Es gibt ihn wirklich. Und: er versteht mich – reicht mir ne Spraydose mit giftgelbem Psycholack (hab ihm dann auch gleich mal stecken müssen, dass die Farbe total daneben ist) – das mache er auch immer so. Das würde schon funktionieren.

Mir ja eigentlich egal – ich trabe mit dem Lack zurück, Michael sprüht das Zeug auf seine lockere Schraube und gut ist. Wahrscheinlich wird er jetzt seine persönlichen Bestzeiten fahren mit dem schnellen Hovemann-Lack unter seiner Haube. Wir dürfen gespannt sein.

 

Heimfahrt…., das einzig wahre an dem Homburg-Rennen ist die Heimatnähe. Zu Hause schlafen ist angesagt. Wie geil ist das denn? Keine Hotelbetten und schon gar kein Bachs-Betten-Mobil inklusive Raumteiler aus Reifenstapeln und mobiler Werkstatt. Man muss nur alles positiv sehen… Das zumindest versuch ich mir einzureden auf der immerhin 120 Kilometer langen Heimfahrt.

Doch kurz vor Kaiserslautern bimmelt mein Handy – ob ich eventuell den Autoschlüssel von Stefans Auto bei mir hätte. Hab ich.

Gar kein Problem…., fahr ich halt einfach wieder zurück…. UND ATMEN!

Sonntag – der Tag der Entscheidung

Kaum schlag ich die Augen auf, denk ich an Schumi (ich bin definitiv krank). Der würde sich freuen: es regnet. Ich bin schon wieder voller Vorfreude und kann es kaum erwarten aufzustehen aus meinem warmen, kuscheligen Bett um auf einer kalten, matschigen Möchtegern-Wiese meine Zeit abzusitzen.

Meine Cousine kommt zur mentalen Unterstützung mit – die Familie muss ja schließlich zusammen halten. Ob sie weiß auf was sie sich da einlässt? Wohl eher nicht.

Nun gut, wie erwartet hat sich das Fahrerlager über Nacht in eine große Schlamm-Catching-Arena verwandelt. Wir rutschen ins Fahrerlager rein und schlittern uns den Weg frei zu den Jungs. Die Stimmung ist supi, der Regen wird wärmer. O.k., ich hab meinen Matsch-Anzug nicht dabei und Gummistiefel besitzt nur Sonja – aber auch damit kann man mir die Laune nicht verderben. Ich bin ja hart im Nehmen.

Michael begrüßt uns mit einer nonverbalen Yogaeinlage; soll heißen er sitzt tief in sich gekehrt auf seinem Campingstuhl und bekommt nicht mal mit, dass wir schon da sind. Stefan ist wohl unterwegs zur bzw. auf der Rennstrecke. Keine Ahnung.

 

Die kuck ich mir dann auch mal an: gedacht – gelaufen…. Was für ein Jakobsweg! Bis zum Vorstart ist mein Deo schon gefühlte hundertmal umgekippt und ich trage mich wirklich ernsthaft mit dem Gedanken das Rauchen aufzugeben, meine Fönfrisur hat sich sowieso schon lange verabschiedet und ….warum mach ich das eigentlich???

Völlig fertig komm ich am Vorstart an und treffe auf die anonymen Gummifetischisten: Regenreifen runter oder doch besser drauf lassen? Strecke trocken oder irgendwie doch noch nass? Komm ich heut nicht, komm ich morgen….

ICH soll den Schirm halten. Klar doch…, Stefan meint es auch immer so gut mit mir. Damit ich nicht nass werde, damit meine Frisur nicht noch schlimmer aussieht, …das nenn ich wahre Besorgnis. Doch weit gefehlt…. Ich soll den Schirm halten, damit kein Regen ins Wageninnere kommt. Hä? Mein Vorschlag doch einfach die Tür zuzulassen wird milde belächelt. Hallo!!!! Feuchtigkeit, beschlagene Scheiben, keine Sicht mehr. Wie vermessen von mir zu denken, ihm ginge es um meine Trockenheit! Lächerlich. Klar heb ich den Schirm. Was sollte ich auch sonst tun? Bin ja schließlich die „ich-halt-den-Schirm-damit das Wageninnere-trocken-und ich selbst-nass-bleibe-Frau-vom-Dienst“ Kein Problem für mich. Das Auto hat Vorrang – was mit mir passiert ist völlig nebensächlich. Wo bin ich nur hier gelandet? Aber was macht man nicht alles in einem Zustand geistiger Umnachtung?

Am Start werde ich dann noch mal von den netten saarländischen Streckenposten angeranzt: „aus dem Weg“, „jetzt nicht rüberlaufen“, „siehst du nicht die rote Flagge?“….o.k., meine Frisur ist nicht mehr zwingend sonntagstauglich, aber muss man dann gleich so pampig werden? Ich versuche mir nicht weiter über die fehlende Kinderstube der Saarländer Gedanken zu machen und laufe weiter gefühlte 100 Kilometer bergauf, bergab, vom Start zum Fahrerlager und zurück um die Flüssigkeitszufuhr meines Rennfahrers sicher zu stellen, um noch irgendwas vom Rennen mitzukriegen und um einfach in Bewegung zu bleiben. In meinem Alter ist das unheimlich wichtig.

 

Und weil die Rennfahrer auch immer so schnell unterwegs sind und meinen sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten zu müssen, rutscht der ein oder andere halt mal von der Strecke, was natürlich total gefährlich ist. Die schönen Rennautos gehen dabei kaputt und von Leib und Leben will ich mal gar nicht reden.

Ich und ganz viel andere Fans (also ich ja nicht Fan, ich ja eher mitgegangen, mitgefangen oder so) stehen uns die Füße in den Bauch wegen den ständigen Unterbrechungen zwecks Bergungsarbeiten und irgendwann wird der dritte Rennlauf auf Wunsch der Mehrheit abgebrochen.

Das gefällt zwar nicht jedem, aber ich bin ehrlich gesagt froh darüber.

Endlich können wir nach Hause fahren.

 

Das End-Ergebnis nach zwei Rennläufen:

 

Gruppe H bis 1600 ccm - Klasse 35

1. 330 MAIER Helmut VW Spiess Golf D                                   03:07.085

2. 329 AUCHTER Tobias Opel Corsa Zöllner GSI 16V D      03:11.160

3. 319 HEINDRICHS Werner Opel Veytal Corsa B                 03:12.792

4. 325 DIETZ Nikolaus VW Golf 1 8V D                                      03:14.805

 5. 328 FAULHABER Stefan Opel Risse Kadett 8V D             03:15.069

6. 322 HESSE Lutz VW Büchl Golf D                                          03:16.905

7. 324 STURM Bernhard VW Scirocco D                                   03:20.707

8. 323 SEITZ Jürgen Ford Escort MK III D                                 03:21.096

9. 326 PAULITSCH Hans VW Minchberger Scirroco 16V A   03:25.972

10. 318 NOWACZYK Uwe VW Misczyk Golf 1 8V D                  03:34.627

 

Zu Hause angekommen bemerke ich, dass sich meine Blase entzündet hat und richtig sauer auf mich ist. Schmerz lass nach…

Es hat sich also richtig gelohnt nach Homburg ins Saarland zu fahren…., ob ich mir das im nächsten Jahr noch mal antun werde ist mehr als fraglich.

Denn: schlimmer geht immer.

So und wir sehen uns schon am nächsten Wochenende in Hauenstein – schau mer mal, was mich dort erwartet….

 

Schöne Grüße

Euer Steffilein

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Götz und Pommer gewinnen Hitzeschlacht in Most im Mercedes-AMG

Die Schlange hat zugebissen: Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-Filter Team HTP) gewannen in der leuchtend gelben "Mamba" das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in Most und fuhren damit den ersten Saisonsieg für Mercedes-AMG ein. Die Positionen zwei und drei gingen wie am Vortag an die Corvette-Fahrer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) sowie die Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche. "Besser konnte es heute nicht laufen", jubelte Sieger Maximilian Götz im Ziel. "Es ist toll, den ersten Sieg in diesem Jahr geholt zu haben. Das war wichtig für die Meisterschaft."

Pole-Setter Götz setzt sich ab
 
Pole-Position, schnellste Rennrunde und ungefährdeter Sieg: Maximilian Götz und Markus Pommer hatten in Most am Sonntag trotz Temperaturen von knapp 25 Grad alles unter Kontrolle. Pole-Setter Götz blieb beim Start in Führung und fuhr danach einen Vorsprung von fünf Sekunden auf die Verfolger heraus. Teamkollege Pommer, der zur Rennmitte das Cockpit des Mercedes-AMG übernahm, brachte danach den ersten Saisontriumph souverän ins Ziel. Sein Vorsprung betrug am Ende 1,9 Sekunden. Für Götz war es der insgesamt fünfte Sieg in der Serie und der erste seit dem Lausitzring 2014. Partner Pommer musste nicht so lange auf einen weiteren Triumph warten. Seinen bisher einzigen Sieg hatte er 2017 auf dem Nürburgring eingefahren.
 
Zweite wurden wie im ersten Rennen die Corvette-Fahrer Kirchhöfer/Keilwitz, die die Sieger jedoch nie wirklich gefährden konnten. Den letzten Podestplatz schnappten sich - ebenfalls wie im ersten Durchgang - Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Porsche. Das Duo profitierte allerdings von einer Strafe des in der ersten Rennhälfte auf Podestkurs liegenden Mercedes-AMG von Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide MANN-Filter Team HTP), die die vorgeschriebene Mindestzeit beim Boxenstopp unterschritten und am Ende 16. wurden. Renauer und Jaminet bauten mit dem zweiten Podium in Folge ihre Führung in der Gesamtwertung aus.

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Jeffrey Schmidt und Stefan Mücke holen ersten ADAC GT Masters-Sieg

Premierenerfolg für Jeffrey Schmidt (24/CH) und Stefan Mücke (36/Berlin, beide BWT Mücke Motorsport) im ADAC GT Masters. Die Audi-Fahrer gewannen bei der Premiere der "Liga der Supersportwagen" in Tschechien das Samstagsrennen in Most. Platz zwei ging an Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) in der Corvette C7 GT3-R. Als Dritte fuhren die neuen Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ebenfalls auf das Podest. "Ich bin absolut sprachlos", so Sieger Stefan Mücke nach dem Rennen. "In einem so harten Umfeld einen Sieg zu holen ist absolut was Besonderes - vor allem wenn es mit dem eigenen Team gelingt."

Schmidt und Mücke souverän an der Spitze
 
Während Premieren-Pole-Setter Jeffrey Schmidt beim Start erfolgreich die Führung verteidigte, wurde es dahinter turbulent. Alexander Zöchling (30/A, MRS GT-Racing) verdrängte im BMW M6 GT3 Marvin Kirchhöfer auf Rang zwei, noch weiter hinten kollidierten in Kurve zwei mehrere Fahrzeuge und sorgten für eine kurze Safety-Car-Phase. Nachdem in Runde vier das Rennen wieder freigegeben wurde, setzte sich Schmidt an der Spitze leicht ab. Beim Fahrerwechsel zu Teamkollege Stefan Mücke hatte er einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden herausgefahren. Auch der Berliner blieb souverän an der Spitze und baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf mehr als fünf Sekunden aus. Im Ziel lag er schließlich 4,3 Sekunden vor Kirchhöfer/Keilwitz. Sowohl für Jeffrey Schmidt als auch für Stefan Mücke war es der erste Sieg im ADAC GT Masters, für ihren Rennstall BWT Mücke Motorsport der insgesamt dritte. Schmidt gewann zudem in der Pirelli-Junior-Wertung.

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Doppelsieg für Lamborghini im zweiten Saisonrennen

Lamborghini war im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben das Maß der Dinge: Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) siegten mit 1,8 Sekunden Vorsprung vor ihren Markenkollegen Rolf Ineichen (29/I) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team). Als Dritte holten Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bonn, beide HB Racing) den ersten Podestplatz für den in diesem Jahr in der "Liga der Supersportwagen" debütierenden Ferrari 488 GT3. "Das war perfekt", freute sich Sieger Bortolotti. "Die Leistung war richtig gut. Wir haben keine Fehler gemacht und sind sehr zufrieden."

Lamborghini-Duo behauptet Führung
 
Das zweite Saisonrennen stand vor mehr als 25.000 Zuschauern (am Wochenende) ganz im Zeichen der beiden Lamborghini Huracán, die sich bereits im Qualifying die ersten beiden Positionen gesichert hatten. Polesetter Christian Engelhart verteidigte beim Start gegen Markenkollege Andrea Caldarelli die Führung. Während die Reihenfolge an der Spitze bis zu Pflichtboxenstopps zur Rennmitte gleich blieb, setzte sich das Duo stetig von den Verfolgern ab. Doch kurz nachdem Rolf Ineichen von Engelhart und Mirko Bortolotti von Caldarelli übernommen hatten, wechselte die Führung: Bortolotti ging in Runde 23 am Markenkollegen vorbei und eroberte den ersten Platz. Auch danach dominierten die beiden Lamborghini das Rennen. Bis zum Einsatz des Safety-Cars zur Bergung des Mercedes-AMG von Kim-Luis Schramm (20/Ilmenau) hatten sie bereits einen Vorsprung von rund zehn Sekunden auf die Verfolger herausgefahren. Bortolotti gelang danach ein problemloser Sieg und sah 1,8 Sekunden vor Ineichen die Zielflagge. Für Bortolotti war es der dritte Sieg im ADAC GT Masters, für seinen neuen Teamkollegen Caldarelli der erste. Ineichen sicherte sich als Zweiter den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung.

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