Liebe Fans der seichten, ähm.... leichten Motorsportlyrik;

nachdem ich jetzt schon mehrfach angesprochen wurde wo denn mein nächster Beitrag zum Thema "Bergrennen für blutige Anfänger" bliebe, möchte ich hiermit die Gelegenheit auftun, an meinem extrem unqualifizierten Bericht zum 1. Rennen der Saison 2011 teilzuhaben....

Eschdorf 2011 - where the fuck is Eschdorf???

Nachdem ich mich von der huldvollen Ehrung und Pokalausschüttung des letzten Jahres erholt hatte (ich frag mich ja nach wie vor, wohin mit dem ganzen Blech?), habe ich die Winterpause dem Intensivstudium des Bergrennsports gewidmet. Soll heißen: ich habe meine seit Jahren abonnierte Fachliteratur (ADAC-Motorwelt) mal nicht gleich in die Tonne getreten, sondern hab mir mal völlig verzückt die Bilder mit den vielen bunten Autos und Reifen angekuckt...

Nun gut....

Dass kleine, rote Rennauto stand frisch runderneuert aus der Wellness-Schmiede der Firma Risse-Motorsport www.risse-motorsport.de/ , verbreitert von den zarten Händchen des großen, starken Mannes aus Nahe bei Hamburg (Norbert www.zwovierer.de), Fahrwerks und Bremsenspezialist Auto Briegel ( Michael Rauch ) und neu beklebt mit vielen tollen Aufklebern (obwohl....Peter -> lass dir mal schönere Aufkleber basteln, der jetzige sieht echt nicht hübsch aus) auf dem Hänger, fertig für seinen ersten großen Auftritt in diesem Jahr.

Am letzten Freitag, 6.5.2011, ging es ENDLICH los nach Eschdorf in Luxemburg.

Das Auto bzw. die Autos waren randvoll geladen mit Unmengen von Reifen jeglicher Form, Rillentiefe und sonstigem Autozubehör. Schon jetzt machte ich mir wirklich Sorgen, wo ich auf der Rückfahrt die wirklich wichtigen Dinge des Lebens unterbringen sollte -> Luxemburg = billig Kaffee und vor allem Zigaretten, geschweige denn meine Shopping-Schnäppchen, die ich vorhatte zu erwerben.

Egal, irgendwie muss man das für mich nach wie vor seltsam anmutende Bergrennsportvergnügen ja mit dem Nützlichen verbinden.

Die Fahrt nach Eschdorf gestaltete sich kurzweilig; soll heißen: schnelle Fahrt (sorry, max. 100 Km/h wg. Anhänger), keine Staus, gute Ankunft.

Autos abstellen, Pavillion fürs kleine, rote Rennauto aufbauen, ausladen sämtlicher Gimmicks fürs Rennen (neue Reifen, alte Reifen, glatte Reifen, sowas wie Winterreifen, Sommerreifen), Grill, Stühle, etc...

 

Dann ist erst mal ausruhen angesagt und die Landschaft genießen, während Stefan sein "Baby" hätschelt, tätschelt und Mut zuspricht.

Zwischendurch erscheint noch das DMSB-Gespann Kleinschmidt zur Kontrolle der Unterwäsche. Ja liebe Liebenden, der DMSB interessiert sich tatsächlich für Unterwäsche. Es liest sich seltsam anmutend, aber die Wäsche der Fahrer muss wohl feuerfest sein und irgendwelchen Normen entsprechen und deshalb wird die vor jedem Rennen kontrolliert. Und nicht nur die Wäsche, sondern auch die Schuhe, der Helm, der Fahreranzug, die Handschuhe...., all das. Geiler Job, denk ich so bei mir. Muss ich in meinem nächsten Leben unbedingt auch mal machen: Unterwäsche-Kontrolleur beim DMSB!

Weg von der Wäsche, hin zu den Rennvorbereitungen: da ich mir ja mittlerweile angewöhnt habe auf Zuruf zu agieren, bevor ich irgendwas falsch mache, wurde mir aufgetragen die sog. "Nennung" vorzunehmen. Wichtiger Job. Kann nicht jeder. Aber ICH durfte das! Bin ja auch mittlerweile sowas wie eine Bergrennfahrer-Hostess-Service-Begleiter-Verpflegungs-All-in-One-Fachfrau.....

Und, liebe liebe Freunde der seichten Bergrenn-Lyrik, ihr könnt froh sein, dass ich noch in der Lage bin, dies hier zu schreiben......

Das Schicksal nahm seinen Lauf: ich schnappte mir das mitgebrachte Mountain-Bike (jaaaaaaaaaa, ich pass mich ganz schön dem Bergrennsport an) und fuhr mit dem Wagenpass, dem Führerschein , der Fahrerlizenz und dem ganzen Kram zum Nennbüro.

Herrlich diese Abfahrt und das alles ohne großartig in die Pedale zu treten. Doch da, am Ende der Straße tat sich eine Kurve auf....., vielleicht sollte ich mal bissel bremsen? Tu ich auch, gedacht, getan, ....doch der Griff geht ins Leere. Mein Blick folgt den Kabeln nach der Lenkradbremse und stellt fest, dass da keine Verbindung besteht.

Hat doch mein lieber Stefan vor lauter Wiedersehensfreude mit seinem kleinen, roten Rennauto vergessen, beim Zusammenbau des Fahrrades, die Bremszüge festzudängeln. Egal: getreu dem Motto "wer bremst, verliert", rase ich in die Kurve, versuche durch intensive Lenkradbewegungen meinerseits die Schußfahrt zu entschleunigen und zum Glück kam mir auch nicht irgend so ein verirrter Rennfahrer entgegen. Geschafft! Zieleinlauf am Nennbüro mit 280 Puls. Der 1. Platz ist mir sicher. Ob ich jetzt für diese Superperformance auch einen Pokal bekomme? Wohl eher nicht. Ging ja schließlich nicht bergauf, sondern bergab. Thema verfehlt.

Im Büro der Rennleitung angekommen, werde ich doch tatsächlich nach der Startnummer gefragt..... "Rot" als Antwort reichte leider nicht aus. Auch mit der Antwort "ganz wenig, soviel ich weiß" auf die Frage wieviel Kubik, konnte der junge Mann nix anfangen. Scheiße! Ich dachte immer Stars wie Stefan stehen automatisch ganz oben auf der Liste?! Dem ist wohl nicht so.

Nach langem, für mich peinlichen, Hin- und Her haben die dann doch gefunden, was sie gesucht haben und ich hab Aufkleber fürs Auto und ne Mülltüte bekommen um dann wieder den Heimweg "rauf auf den Berg" angetreten.

Oben angekommen hab ich dann mal noch kurz aber intensiv mit Stefan den geplanten Mordversuch geklärt und dann hieß es "warten auf die Bayern".

Wenig später kommen auch schon die " Bayern " - das Gespann Briegel/Rauch (die Insider der Bergrenn-Szene wissen natürlich von wem die Rede ist).

Somit ist die Kombo fürs Wochenende komplett. Es wird gegrillt, gegessen und getrunken und sich mental auf das bevorstehende Event vorbereitet.

 

Samstag - Qualifiying oder so ähnlich....

 

Da der erste Trainingslauf schon mal zu einer für mich unchristlichen Zeit um 7:40 Uhr angesetzt ist, klinke ich mich schon mal aus und gehe stattdessen lieber mit Sonja gemütlich frühstücken. Bin ja nicht zum Spaß hier....

Die Jungs werden das auch ohne uns schaffen.

Ist zwar schwer vorstellbar, aber nach einer ausgiebigen Morgentoilette auf dem vom Veranstalter zur Verfügung gestellten Dixie-Klo, packen es die Rennfahrer ganz gut den Berg hochzufahren:

 

Gruppe H (DMSB) bis 1600 ccm

1 327 KORESCH Rainer Ford Escort D                                          01:04.190

2 319 HEINDRICHS Werner Opel Veytal Corsa B                        01:04.778

3 324 STURM Bernhard VW Scirocco D                                         01:04.798

4 328 FAULHABER Stefan Opel Risse Kadett 8V D                     01:04.842

5 329 AUCHTER Tobias Opel Corsa D                                          01:04.853

6 330 MAIER Helmut VW Spiess-Golf A                                          01:04.993

7 321 BRUNNER Thorsten VW Golf D                                            01:06.737

8 318 NOWACZYK Uwe VW Misczyk-Golf D                                   01:10.868

 

Der Tag ist gerettet. Das Ergebnis ist wohl besser als erwartet, denn Stefans "Baby" hat sich zwischen die ganzen großen 16V´s gedrückt. Geile Sache.

 

Aber halt, irgendwas stimmt mit der Verdauung des kleinen, roten Rennautos nicht. Zum Glück ist Dr. Norbert Vornholdt vor Ort, der Spezialist für Richten, Vermessen, Auto-basteln.... Er eilt heran mit einem, so sieht es für mich zumindest aus, Fieberthermometer für Ventile.... steckt das Ding in irgendwelche Öffnungen im Motorraum, prüft, kuckt, schraubt und schon nach wenigen Handgriffen des erfahrenen "Zwovierers"  schnurrt Stefans "Baby" wieder wie ein Kätzchen.

Die Spiele können beginnen - oder das Rennen - oder so....

 

 

Sonntag - The Show must go on...

Die Jungs fahren wieder allein zur Rennstrecke; Sonja und ich chillen erst mal noch beim Frühstück im Hotel.

Dann der Anruf: 

1. Lauf vorbei - alle wohlauf und gut den Berg hochgefahren (mein Gott, ich fahr auch ständig irgendwelche Berge hoch und es interessiert niemanden) 

Nachdem Sonja und ich an der Strecke auch mal angekommen sind, erblicke ich im Nachbarlager die neuste Reifenkühlanlage in der puren Testversion: rechtes Vorderrad wird gekühlt mit einem - und jetzt haltet euch fest - Ventilator!!!! Ich brech zusammen. Muss ich gleich im Bild für die Nachwelt und für euch festhaltlen. Glaubt mir zu Hause ja eh wieder niemand.

Die Technik an sich erscheint mir nach wie vor nicht ganz ausgereift, aber für Menschen wie mich ist es durchaus eine Bereicherung am Rande eines Bergrennwochenendes in Luxemburg. Bergrennsportler sind schon ein lustiges Völkchen!

Zwischendurch fahren die Jungs noch zwei-, dreimal den Berg hoch....

Nebenbei dann halt noch ein paar Zahlen für diejenigen, die es interessiert:

1 327 KORESCH Rainer Ford Escort D                                         01:03.776

2 329 AUCHTER Tobias Opel Corsa D                                         01:04.015

3 319 HEINDRICHS Werner Opel Veytal Corsa B                       01:04.245

4 328 FAULHABER Stefan Opel Risse Kadett 8V D                    01:04.327

5 330 MAIER Helmut VW Spiess-Golf A                                         01:04.489

6 324 STURM Bernhard VW Scirocco D                                         01:05.010

7 321 BRUNNER Thorsten VW Golf D                                            01:05.449

8 318 NOWACZYK Uwe VW Misczyk-Golf D                                   01:09.410

Sonja und ich packen in der Zwischenzeit dann halt schon mal die Pavillions zusammen und den ganzen anderen Kram, damit nach dem Rennen endlich nach Hause gefahren werden kann. Ist doch alles ganz schön anstrengend.

 Nach dem 3. Lauf steht dann endlich das Ergebnis fest. Denn, und das hab ich mir mal gemerkt: in Luxemburg werden nicht alle gefahrenen Zeiten addiert und dann der Durchschnitt errechnet SONDERN der Einfachheit halber einfach der schnellste Lauf gewertet. Einfach aber genial. Für die Rennsportler wohl eher gewöhnungsbedürftig.

Stefan, 8V-Chef himself, übernimmt dann im Anschluss an das Rennen noch mal hurtig die Siegerehrung für die 2-Liter-Klasse, ich muss im Vorfeld noch den Fahrer Auer zur Verleihung zerren (ich geh mal davon aus, dass er keinen Platz mehr zu Hause für noch mehr Blech hat) aber am Ende sehen alle aus, als wären sie tatsächlich glücklich über eine neune Blechschüssel für den Wohnzimmerschrank.

Christian Auer

Und der 8V Gewinner der 2000ccm-Klasse Michael Rauch

Und ich bin froh, dass ich das Wochenende überlebt und viele, nette Menschen wieder getroffen hab.

Es war schön in Eschdorf. Freu mich schon auf Wolsfeld...

Im Nachgang danken wir noch der Firma Risse-Motorsport, Briegel-Motorsport (unser Freund Michael Rauch) und Norbert Vornholdt für die super Vorbereitung des kleinen roten Rennautos. Ohne sie wäre der tolle Saison-Start, ohne technische Probleme und mit einem sehr guten 4. Platz in der Gesamtwertung der 1600 ccm-Klasse nicht möglich gewesen  (ich muss das hier schreiben - Stefan sitzt nebenan auf der Tonne und diktiert)

Eure Steffi und Fauli

 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Renauer/Jaminet holen in Zandvoort ersten Saisonsieg für Porsche

Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) positionieren sich im Titelkampf. Im Sonntagsrennen in Zandvoort in den Niederlanden fuhren sie mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg zum ersten Saisonerfolg von Porsche im ADAC GT Masters. Platz zwei ging an die Mercedes-AMG-Paarung Patrick Assenheimer (26/Heilbronn) und Raffaele Marciello (23/I, beide AutoArenA Motorsport) vor Adrien de Leener (28/B) und Klaus Bachler (27/A, beide KÜS Team75 Bernhard) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. "Das war ein perfekter Tag", jubelte Sieger Jaminet. "Endlich den ersten Saisonsieg für uns und Porsche geholt zu haben ist großartig." 

Problemloser Triumph für Renauer/Jaminet

Pole-Setter Jaminet behauptete beim Start die Führung und setzte sich in den Folgerunden stetig von seinen Verfolgern ab. Zwischenzeitlich fuhr der Franzose einen Vorsprung von fast 3,5 Sekunden heraus und übergab schließlich beim Pflichtboxenstopp mit einem Zeitpolster von knapp 2,5 Sekunden an Partner Renauer. Auch der Bayer zeigte anschließend eine fehlerlose Leistung und sah nach 35 Runden mit 4,9 Sekunden Vorsprung als Sieger die Zielflagge. Jaminet und Renauer sicherten damit Porsche den ersten Sieg der Saison. Für Jaminet war es der zweite im ADAC GT Masters, für Teamkollege Renauer der fünfte. Dabei hatte das Wochenende für das Duo mit einem Rückschlag begonnen: Nach einem Unfall von Renauer im ersten Freien Training am Freitag musste der Porsche in einer Nachtschicht wieder instand gesetzt werden. 

Den zweiten Platz fuhren die Mercedes-AMG-Fahrer Assenheimer/Marciello ein. Startfahrer Marciello lag in der ersten Rennhälfte auf dem fünften Rang, absolvierte aber den Boxenstopp später als die direkten Konkurrenten. Das zahlte sich aus: Partner Assenheimer lag danach bereits auf Rang drei und ging schließlich an Porsche-Pilot de Leener vorbei auf die zweite Position - das beste Saisonergebnis für das AutoArenA-Duo. De Leener und Partner Klaus Bachler mussten sich am Ende mit dem dritten Rang begnügen, nachdem Bachler beim Start den Porsche bereits auf den zweiten Rang vorgefahren hatte. 

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Lamborghini-Duo Perez Companc/Mapelli siegt in Zandvoort

Ezequiel Perez Companc (24/RA) und Marco Mapelli (31/I, beide GRT Grasser Racing Team) heißen die Sieger des Samstagsrennens des ADAC GT Masters in Zandvoort. Die Lamborghini-Fahrer setzten sich mit einem knappen Vorsprung von 0,703 Sekunden gegen die Audi-Piloten Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) sowie deren Teamkollegen Jake Dennis (24/B) und Christopher Mies (29/Heiligenhaus) durch. „Ich freue mich sehr über den Sieg“, so Pole-Setter und Sieger Perez Companc. „Das Rennen war sehr hart, denn unsere Verfolger haben uns ständig unter Druck gesetzt. Die Zuschauer haben viele enge Kämpfe gesehen.“ 

Teamkollegen kollidieren im Kampf um Platz eins

Das Samstagsrennen in Zandvoort begann turbulent. Pole-Setter Ezequiel Perez Companc blieb beim Start vorn, doch ausgangs der ersten Kurve ging der von Platz zwei gestartete Mirko Bortolotti (28/I, ORANGE1 by GRT Grasser) im Schwesterauto am Argentinier vorbei. Doch nur zwei Kurven später kollidierten die beiden Huracán GT3. Während Perez Companc wieder die Führung übernahm, drehte sich Bortolotti von der Strecke. Zur Bergung seines Fahrzeugs ging für drei Umläufe das Safety-Car auf die Strecke. Anschließend verteidigte Perez Companc bis zum Pflichtboxenstopp gegen die beiden dicht folgenden Audi von Montaplast by Land-Motorsport die Spitzenposition. Nach dem Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel blieb der Lamborghini weiter an der Spitze. Marco Mapelli, der in Zandvoort seinen ersten Einsatz in der diesjährigen ADAC GT Masters-Saison hatte, fuhr danach den Sieg sicher ins Ziel. Für Perez Companc war es nach dem Lausitzring 2017 der zweite Sieg in der „Liga der Supersportwagen“ und der zweite in der Pirelli-Junior-Wertung. Partner Mapelli triumphierte erstmals in der Serie.

Die Audi-Fahrer Sheldon und Kelvin van der Linde fuhren auf Rang zwei, nachdem sie ihren Boxenstopp eher als ihre Teamkollegen Jake Dennis und Christopher Mies absolviert hatten, die nach ihrem Fahrerwechsel auf Rang drei zurückfielen. Für die van-der-Linde-Brüder war es nach dem Saisonauftakt in Oschersleben der zweite Podestplatz der Saison, für ihre Teamkollegen der erste des Jahres.

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Audi-Duo Salaquarda/Stippler siegt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring

Premierenerfolg für das Team ISR beim ADAC GT Masters: Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) gewannen im Audi R8 LMS für das Team aus Tschechien das Sonntagsrennen der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Nürburgring. Im Kampf um Platz zwei setzten sich die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) in der vorletzten Runde gegen die Audi-Piloten Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) durch. „Ein großartiger Tag“, so Premierensieger Salaquarda. „Gleich in unserer ersten ADAC GT Masters-Saison ein Rennen zu gewinnen, ist wirklich fantastisch.“ 

Auf dem Weg zum ersten ADAC GT Masters-Sieg ihres Rennstalls zeigten die beiden Team-ISR-Piloten eine souveräne Vorstellung. Nachdem Frank Stippler bereits im Qualifying die erste Pole-Position für die tschechische Mannschaft eingefahren hatte, ließ er auch beim Start nichts anbrennen und verteidigte seine Spitzenposition. Bis zum Pflichtfahrerwechsel zur Rennmitte fuhr der Lokalmatador aus Bad Münstereifel einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden heraus. Partner Salaquarda baute diesen anschließend bis zum Ziel auf 11,4 Sekunden aus. Für das Team ISR war es im achten Rennen der erste Sieg in der „Liga der Supersportwagen. Während Filip Salaquarda das erste Mal in der Serie ganz oben auf dem Podest stand, war es für Stippler der zweite Triumph. Seinen ersten hatte er ebenfalls auf dem Nürburgring gefeiert: 2008 in einem Porsche. 

Spannend bis in die Schlussphase verlief dagegen der Kampf um die Podestplätze. Erst in der vorletzten Runde ging Mercedes-AMG-Pilot Markus Pommer an Audi-Fahrer Mike David Ortmann vorbei und sicherte sich und Partner Götz so Rang zwei. Das Duo verringerte durch seinen zweiten Podestplatz des Wochenendes den Rückstand auf die Tabellenführung auf lediglich einen Zähler. Für die Drittplatzierten Ortmann und Winkelhock war es im Audi R8 LMS der erste Podestplatz des Jahres. Ortmann holte gleichzeitig seinen ersten Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

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